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JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DES FÖRDERVEREINS KATHARINENKIRCHE MÜHLDORF

Sanierung soll bis 2019 beendet sein

„Wir rechnen damit, dass die Sanierung der Katharinenkirche bis zum Jahr 2019 beendet ist.“ Diese optimistische Einschätzung traf der leitende Architekt Florian Zehetmeier des Architekturbüros Zehetmeier Architekten GmbH, das federführend an der Sanierung der Mühldorfer Katharinenkirche beteiligt ist und der zusammen mit seiner Kollegin Susanne Habenicht das Hauptreferat auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Fördervereins Katharinenkirche Mühldorf hielt.

Mühldorf – Der Referent erläuterte zunächst die kunstgeschichtliche Bedeutung der Kirche, die im Wesentlichen in ihrer jetzigen Erscheinungsform aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt und 1756 barockisiert wurde. Kunsthistorisch besondere Bedeutung besitzt das Bauwerk jedoch dadurch, dass noch zahlreiche romanische Elemente vorhanden sind.

Herr Zehetmeier berichtete über die von den beteiligten Organisationen wie dem Staatlichen Bauamt Rosenheim, dem Landesdenkmalamt, dem Baureferat des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising sowie dem Landratsamt beschlossenen Renovierungsarbeiten, legte anhand von Bildern die Schäden dar und verwies auch auf Bausünden, die auch in den vergangenen Jahrhunderten keine Seltenheit waren.

„Dringende Sanierungsarbeiten sind unter anderem die statische Ertüchtigung des Mauerwerks, eine Neueindeckung des Dachstuhls, aber auch die Festlegung neuer liturgischer Orte“, so der Referent. Dabei würde zum Beispiel durch den Einbau einer Zugstange dem Horizontalschub entgegengewirkt. Grundsätzlich, so der Architekt, bestehen die größten Gefahren für die Kirche in den Druck- und Zugkräften, die dazu führen könnten, dass das Bauwerk immer weiter im wahrsten Sinne des Wortes auseinandergedrückt wird.

Als Bausünde bezeichnete Zehetmeier unter anderem den Umstand, dass die Außenmauern und die Pfeiler, die eigentlich das Gewölbe tragen sollten, nicht miteinander verbunden sind und es dadurch zu einer Verkippung kommen könnte. Als Gegenmaßnahme einigten sich die Experten auf eine Art Ringanker, die an verschiedenen Stellen eingebaut werden und die das Auseinanderdriften verhindern sollen.

Die befürchtete Nachgründung, also ein aufwendiges und sehr kostenintensives Unterfangen des Kirchenbaus scheint nach den Worten des Referenten nunmehr nicht mehr in Rede zu stehen. Die intensiven Untersuchungen hätten gezeigt, dass das Fundament der Kirche weitaus stabiler sich darstelle als befürchtet.

Hohen Wert lege man bei der Renovierung auf den Erhalt alter Handwerkskunst. Lediglich nicht mehr haltbare Teile würden ersetzt. Damit sprach Architekt Zehetmeier auch ein grundsätzliches Problem an: Zwar würden die Ausschreibungen derzeit auf Hochtouren laufen und erste Firmen hätten auch bereits ernsthaftes Interesse gezeigt, aber aufgrund des derzeitigen Baubooms sei die Auslastung der geeigneten Fachbetriebe sehr hoch. Er sei aber sehr zuversichtlich, dass noch im gegenwärtigen Quartal mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Insgesamt darf damit gerechnet werden, dass die Renovierungsarbeiten bis Ende 2019 abgeschlossen werden könnten, sofern nicht bei der Sanierung noch bisher unbekannte Schäden auftreten. Davon sei aber nach den Ausführungen der Architekten nicht auszugehen.

Vorstand Georg Waldinger zeigte sich von dem Bericht der Referenten erfreut, da sich nunmehr nach mehr als dreizehn Jahren des Wartens und der Schließung der Kirche für die Öffentlichkeit endlich ein Zeitfenster öffne und eine Wiedernutzung des Sakralbaues abzeichne. In seinem Jahresbericht verwies er auf die Aktivitäten des Vereins, darunter auch auf die Erstellung einer Internetseite durch Dr. Ludwig Waldmann, die unter www.katharinenkirchemuehldorf.de erreicht werden könne.

Den Kassenbericht übernahm Schatzmeister Max Oelmaier. Dieser konnte von positiven Ergebnissen berichten. Die größten Einnahmepositionen waren nach seinem Bericht die Mitgliederbeiträge, aber auch einige namhafte Spenden, auf der Ausgabenseite hätten die Kosten für eine Informationsbroschüre, die unter anderem in den Kirchen ausläge, zu Buche geschlagen.

Bürgermeisterin Marianne Zollner, die als Beisitzerin in der Vorstandschaft des Vereins tätig ist, bedankte sich bei den Verantwortlichen und verwies auf die besonders erfolgreiche Tätigkeit des Vereins, da man nach nur drei Jahren des Bestehens auf vorzeigbare Ergebnisse hinweisen könne.

Die anschließenden Neuwahlen, die von Frau Zollner durchgeführt wurden, ergaben folgende Ergebnisse: ErsterVorstand: Georg Waldinger, Zweiter Vorstand: Meinrad Schroll, Schatzmeister: Max Oelmaier, Schriftführerin: Olga Seifinger, Beisitzer: Marianne Zollner, Ernst Aicher, Dr. Ludwig Waldmann, Dr. Reinhard Wanka. Anschließend informierte Dr. Ludwig Waldmann noch über ein Projekt „Georadar“, mit dessen Hilfe eine Erfassung der unterirdischen Fundamente und weiterer Bodendenkmäler vorgenommen werden könne.

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