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Meinung

Sammeln Sie schon?

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  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Er gehört zu den peinlicheren Momenten im Leben: der Gang zur Supermarktkasse. Denn dort lauert die unvermeidliche Frage: „Sammeln Sie Punkte?“

Schon da muss der gelegentliche Großeinkäufer bekennen, wie unentspannt er ist, wie wenig sich sein Hausverstand bislang um durch Punktierung fast kostenloser Pfannen, preiswerter Reisen oder Bündel billiger Bananen gekümmert hat.

Noch schlimmer die Frage: „Wollen Sie Geld abheben?“ Es schießt das Blut ins Gesicht, und das Nein wird sehr leise gemurmelt. Ja nicht aufzufallen, bloß nicht die nächste Frage provozieren: „Warum nicht?“ Denn wer gibt zwischen Leberwurst, Toilettenpapier und der neuesten Ausgabe von Schöner Wohnen schon gerne zu, dass auf dem Konto nichts mehr ist, was man abheben könnte?

Ob Tankstelle oder Elektromarkt, Klamottenhändler oder Semmelverkäufer: Ohne Punkte geht und gibt es fast nichts mehr. Nur in der punkteterrorfreien Apotheke blieben Pflaster oder Kopfschmerztabletten bislang unrabattiert. Umso schockierender, als der Herr im weißen Kittel fragt: „Sammeln Sie?“

Das fluchtartige Verlassen der Apotheke ist trotzdem die falsche Entscheidung. Denn seitdem treibt den Seltenkranken die Frage um: Was bekommt man dort für die Punkte? Ein Jahresabo der Apothekenumschau? Ein Tütchen mit dem köstlichen Vitamin-C-getränkten Traubenzucker, den man als Kind so mochte? Oder eine schöne Salbe gegen Hämorrhoiden?

Da fällt der Blick auf die Notfalltropfen. Die wären der Punktewunschpreis, wenn sie auch gegen die Angst vor den Punkten helfen würden. Vor allem gegen die aus Flensburg.

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