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Bemühungen um die Zauneidechse

Bund Naturschutz Mühldorf hilft dem Reptil des Jahres

Zwei Zauneidechsen in der Paarungszeit: Zu erkennen ist diese Periode an der grünen Färbung des Männchens, das im restlichen Jahr ebenfalls braun ist.
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Zwei Zauneidechsen in der Paarungszeit: Zu erkennen ist diese Periode an der grünen Färbung des Männchens, das im restlichen Jahr ebenfalls braun ist.

Die Zauneidechse wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum Reptil des Jahres 2020/21 gekrönt. „Das hat uns sehr gefreut, um diese Art bemühen wir uns intensiv“, erklärt Daniela Seitz vom Vorstand der Kreisgruppe des Bund Naturschutz.

Mühldorf – „Auf den von uns gepflegten Flächen tun wir alles, damit es den Eidechsen gut geht“. Seitz hat ihre Bachelorarbeit über das Vorkommen dieser Art in der Bund-Naturschutz-Kiesgrube geschrieben.

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) gehört zur Gattung der Smaragdeidechsen. Sowohl Männchen als auch Weibchen haben oft ein „leiterartiges“ Muster in der Mitte des Schwanzes und des Rückens. Während die Weibchen ganzjährig braun gefärbt sind, färben sich Männchen in der Paarungszeit grün. „Jetzt im späten Frühjahr sind die Männchen besonders prächtig“, weiß die 26-Jährige. „Musterung und Färbung der Eidechsen sind sehr unterschiedlich, beispielsweise gibt es hier im Landkreis oft rotrückige Exemplare“.

Von Großbritannien bis Sibirien vertreten

In Mitteleuropa erreicht die Zauneidechse ungefähr 18 bis 20 Zentimeter Länge. Sie kann vier bis zehn Jahre alt werden und ernährt sich hauptsächlich von Insekten wie Heuschrecken und Käfer. Die Zauneidechsen kommen in weiten Teilen Europas und Asiens vor; von den Britischen Inseln bis Sibirien. Im Landkreis sind Zauneidechsen besonders in Kiesgruben, an Bahndämmen, Wald- und Heckenrändern zu finden.

„Gärten wären eigentlich gute Lebensräume, doch fallen die Eidechsen hier meist schnell den Katzen zum Opfer“, bedauert Seitz. Auch Fasan, Turmfalke, Marder und Dachs stellen dem Reptil nach. Bei Gefahr kann es den Schwanz abwerfen, der anschließend kürzer nachwächst.

Bei Lebensraumzerstörung „im Notfall umsiedeln“

Die Zauneidechse gilt in Bayern nach der Roten Liste als gefährdete Art der Stufe 3. Die Bestände haben regional deutlich abgenommen. Sie ist streng geschützt, ebenso wie ihre Lebensräume. „Wird die Art durch Bauvorhaben beeinträchtigt, muss man für sie neue Lebensräume anlegen und im Notfall die Tiere umsiedeln“ erläutert Seitz. Im Landkreis Mühldorf wurden schon mehrfach neue Zauneidechsenlebensräume angelegt wie etwa die Steinhaufen entlang der Bahnlinien.

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Grundstücksbesitzer können die Zauneidechse einfach fördern. Denn was die Eidechsen besonders lieben, hat Seitz in ihrer Bachelorarbeit herausgefunden: „Einfach an gut besonnten Gehölzrändern große Asthaufen anlegen – da stellen sich Eidechsen gerne ein.“

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