Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


IM CORONA-JAHR

Rekordbilanz: Sparkasse Altötting-Mühldorf überschreitet 2020 die 3-Milliarden-Grenze

Die Vorstandsmitglieder Bernd Rentschler, Markus Putz und Karl Straßer sind zufrieden mit der Arbeit ihrer Mitarbeiter: Trotz Corona ist die Bilanzumme der Sparkasse deutlich gewachsen.
+
Die Vorstandsmitglieder Bernd Rentschler, Markus Putz und Karl Straßer sind zufrieden mit der Arbeit ihrer Mitarbeiter: Trotz Corona ist die Bilanzumme der Sparkasse deutlich gewachsen.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
    schließen

Das Corona-Jahr 2020 bescherte der Sparkasse Altötting-Mühldorf nicht nur einen Bilanzrekord. Es veränderte auch die Arbeitsbedinungen für Mitarbeiter und die Nutzung durch Kunden.

Mühldorf/Altötting – Gute Nachrichten konnte die Sparkasse Altötting-Mühldorf im Altöttinger Sparkassensaal präsentieren. Die Bilanzsumme des regionalen Bankhauses stieg trotz der Coronakrise um sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2019 auf 3,1 Milliarden Euro.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier

455 Mitarbeiter beschäftigt die Sparkasse in den 27 Filialen und den beiden Zentralen. „Was unsere Kollegen im vergangenen Jahr geleistet haben, um mit unseren von der Krise teils schwer getroffenen Kunden gute Lösungen zu finden, ist schon außerordentlich“. Der Großteil des Zugewinns ist auf das Kundengeschäft zurückzuführen.

150 Arbeitsplätze im Homeoffice

Auch wenn das Filialgeschäft trotz Lockdowns und etwaigen Beschränkungen ständig möglich war, richtete die Sparkasse 2020 insgesamt mehr als 150 Home-Office-Arbeitsplätze ein, um für die Kunden noch besser verfügbar zu sein. „Unsere Berater standen nach Terminvereinbarung jetzt bis 19 Uhr und in Ausnahmefällen sogar noch länger zur Verfügung“, betonte Markus Putz.

Kundenkredite stiegen

Die Kundenkredite stiegen um acht Prozent oder 172 Millionen Euro auf 2.3 Millionen Euro. Die Einlagen nahmen zwar nur um 6,1 Prozent zu, liegen aber mit 2,4 Millionen Euro noch über den Vergaben. Bei den Geldvergaben spielten neben den staatlichen Hilfen in Zusammenhang mit der Pandemie vor allem Wohnbaukredite und gewerbliche Finanzierungen eine Rolle:

Lesen Sie auch: Banken in den Kreisen Rosenheim und Mühldorf wollen nicht alle Leistungen an jedem Ort anbieten

Wichtiger Punkt ist die weiterhin hohe Bautätigkeit. „Einerseits ist klar, dass die Autobahn mehr Menschen in die beiden Landkreise bringt“, erklärte Putz die Bautätigkeit und die gestiegenen geschäftlichen Investitionen. Allerdings räumte er auch ein, dass die oftmals in Form zinsloser Darlehen gewährten Staatshilfen irgendwann auch zurückgezahlt werden müssten.

Fusion oder Zusammenschluss kein Thema

So verzeichnete die Sparkasse einen Anstieg im Bereich der Vermittlung von Immobilien. Hier konnte der Wert aller im vergangenen Jahr vermittelten Objekte im Vergleich zu 2019 um 23-Prozent gesteigert werden und beläuft sich nun auf 32,7 Millionen Euro. Diese guten Zahlen resultieren in einem um 21,5 Millionen Euro gestiegenen Betriebsergebnis vor Bewertung. „Das lässt unsere Eigenkapitalbasis auf rund 15 Prozent ansteigen und stärkt damit unsere Eigenständigkeit“.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Putz erklärte allen etwaigen Überlegungen zu Fusionen oder Zusammenschlüssen mit anderen regionalen Bankhäusern eine klare Absage: „Angesichts der guten Zahlen wird es so etwas mit mir nicht geben.“ Die abgeführten Steuern liegen mit 5,5 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Elf neue Auszubildende im September

Besonders wichtig ist dem Bankhaus der Nachwuchs. Im September werden ieder elf Auszubildende in ihre Banklehre starten, auch wenn es im vergangenen Jahr gar nicht so einfach gewesen sei, Schüler überhaupt zu erreichen. „Die haben keine Praktika gemacht und auf den digitalen Bildungsmessen waren sie auch schlecht zu erreichen.“

Unternehmen soll 2035 klimaneutral sein

Mit diesen jungen Mitarbeitern will das Unternehmen auch in der Zukunft an nachhaltigen Strategien arbeiten. So hat sich das Bankhaus selbst verpflichtet, 2035 CO2-neutral zu wirtschaften; die Bundesregierung hat dies erst für das 2050 gefordert.

So senkte die Sparkasse in den vergangenen Jahren den Stromverbrauch um 42 Prozent und den Papierverbrauch um 28 Prozent. Post werde klimaneutral durch die Deutsche Post versandt und die Flotte der Firmenfahrzeuge solle schnell auf Elektro- und Hybridantriebe umgestellt werden.

Mehr Geld für die Kultur

Beim Sponsoring will sich die Sparkasse Altötting-Mühldorf in nächster Zeit auf die Branche der Kunst und Kultur fokussieren. In den letzten Jahren flossen mit 70 Prozent die meisten Fördermittel in Bildung und Soziales sowie den Sport. Nur 20 Prozent kamen bei Kulturschaffenden an. „Die Branche ist von der Krise wirklich am härtesten getroffen, daher wollen wir uns hier jetzt vermehrt engagieren“, erklärte Vorstandsvorsitzender Markus Putz bei der Vorstellung der Bilanz. Im vergangenen Jahr spendete das Bankhaus mehr als 400 000 Euro an die verschiedene Projekte.

Kommentare