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Zwischen Online-Shop und Bauernmarkt

Regional und biologisch - So können Sie bei der Mühldorfer Marktschwärmerei alternativ einkaufen

Schwärmen für die Direktvermarktung regionale Produkte: (von links) die Erzeuger Martin Pötzsch und Erzeugerin Josefine Reißaus mit Gastgeber Josef Stellner.
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Schwärmen für die Direktvermarktung regionale Produkte: (von links) die Erzeuger Martin Pötzsch und Erzeugerin Josefine Reißaus mit Gastgeber Josef Stellner.
  • Christa Latta
    VonChrista Latta
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Es ist eine Kombination aus Online-Shop und Bauernmarkt: Die „Marktschwärmer“ wollen Verbraucher und Erzeuger regionaler Lebensmittel zusammen bringen. So profitieren Verbraucher und Hersteller von der Idee

Mühldorf – Entweder regionale oder biologische Lebensmittel einkaufen. Immer wieder die gleiche Diskussion, der nun eine Initiative aus Mühldorf ein Ende machen will. Sie setzt ein Zeichen für Regionalität und biologische Erzeugung. „Dies hat Vorteile für alle, für die Erzeuger, für die Kunden, für die Region und für den ökologischen Landbau“, sagt Josef Stellner, einer der Gastgeber dieser Regionalinitiative. „Es gibt auf der ganzen Linie nur Gewinner.“

Abholtag für Waren ist einmal pro Woche

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Barbara Stellner und Florian Strober stöbert er regionale Bio-Erzeuger auf, die an dem Marktschwärmereikonzept Interesse haben.

Danach werden Erzeuger und Kunden vernetzt und die Übergabe der Lebensmittel erfolgt einmal die Woche an einem Abholpunkt mit einem direkten Gespräch zwischen den Akteuren.

Das System der „Marktschwärmerei“ ist eine Mischung aus Gemüse-Kiste und Wochenmarkt und einer Internetplattform.

Weg von maximal 20 Kilometern

Dabei legt der Einkauf rund um Mühldorf maximal 20 Kilometer zurück, bis er in der Tasche landet. „Marktschwärmereien sind damit ein Teil der gesellschaftlichen Bewegung für eine zukunftsfähige biologische Landwirtschaft und gerechteres wirtschaftliches Handeln“, betont Stellner.

Schwärmereien gibt es an vielen Orten sowie in mehreren Ländern. Die Bewegung zählt schon über 120 000 Mitglieder, über 1500 regionale Erzeuger und mehr als 150 Schwärmereien in Deutschland. „Auch Erzeuger mit regionalem Gemüse oder Obst, konnten wir von dem genialen Konzept überzeugen, denn sie wissen, was bestellt und so sicher abgenommen wird“, resümiert Florian Strober, einer der Gastgeber und Standortmanager der Mühldorfer Schwärmerei. Denn den Erzeuger persönlich zu kennen erweist sich immer als Vorteil.

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Und so funktioniert‘s: Erzeuger und handwerkliche Lebensmittelbetriebe stellen ihr Sortiment auf die Online-Plattform. Bürger melden sich mit einem kostenlosen Benutzerkonto an und werden damit zum Mitglied ihrer Schwärmerei. Sie bestellen online und zahlen online. Die Marktschwärmerei soll vor allem berufstätigen Verbrauchern dienen, die erst nach der Arbeit Zeit zum Einkaufen finden. Deswegen erfolgt die Übergabe einmal wöchentlich am späten Nachmittag, etwa eine Stunde lang, an einem Abholort.

Übergabe zwischen Mühldorf und Töging

Der seit November 2021 aktive Mühldorfer Übergabeort „Schreinerhof“ an der Töginger Straße 169 liegt genau zwischen Mühldorf und Töging, und als Übergabetag hat sich der Donnerstagvon 17.30 bis 18 Uhr als ideal herausgestellt. Dort treffen sich Erzeuger, Verarbeiter und Verbraucher. Für Mühldorf gibt es auch schon einen Lieferdienst. Abholpunkte für bestellte Ware gibt es auch in Waldkraiburg/Pürten und in Mettenheim.

Kein wöchenlticher Abnahmezwang

Die Anbieter sind nicht verpflichtet, wöchentlich anzubieten. Und die Mitglieder sind nicht verpflichtet, wöchentlich einzukaufen. Viele Mitglieder nutzen ihre Marktschwärmerei aber gerne jede Woche. Egal, ob kleiner Singlehaushalt oder große Familie.

Es gibt nur, was gerade wächst

Anbieter bieten nur das an, was gerade wächst. Echt regional, biologisch und saisonal. „Und da manche Lieferkisten aufgrund der hohen Nachfrage Neukunden-Aufnahmestopp haben, ist das eine gute Ergänzung für die Region“, schwärmt Barbara Stellner.

Beschränkung auf saisonales Angebot

Es sind bereits über 20 regionale Erzeuger und handwerkliche Lebensmittelverarbeiter dabei. Sie bieten ein Bio-Grundsortiment aus Eier, Gemüse, Obst, Bäckereiwaren, Milchprodukten, Käse und Schafskäse, Aronia, Öl, Haferdrinks, Edelbränden, Mehl, Marmeladen, Kaffee, Mircrogreens und Metzgereiwaren mit Fleisch an. Das Sortiment wächst täglich und das Team der Marktschwärmerei ist mit weiteren interessierten Anbietern im Gespräch.

Im Frühjahr sogar Fisch im Angebot

Besonders jetzt im Frühjahr wächst das Sortiment stetig weiter mit Gemüse, sogar Fisch und Biospargel, und vielen weiteren frischen biologischen Lebensmitteln aus der Region mit einer sehr kurzen Lieferkette – und nur Gewinnern auf der ganzen Linie.

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