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Neue Möglichkeiten gesucht

Rattenkirchen will schnelles Internet für alle

Es gibt noch diverse Gebiete im Gemeindegebiet von Rattenkirchen, die nicht mit dem schnellen Internet versorgt sind. Deshalb möchte der Gemeinderat hier auch Nägel mit Köpfen machen.
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Es gibt noch diverse Gebiete im Gemeindegebiet von Rattenkirchen, die nicht mit dem schnellen Internet versorgt sind. Deshalb möchte der Gemeinderat hier auch Nägel mit Köpfen machen.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Bürgermeister Rainer Greilmeier sucht Möglichkeiten, die noch nicht mit schnellem Internet versorgten Adressen im Gemeindegebiet Rattenkirchens mit Glasfaser zu versorgen. Aus diesem Grund stellte Klaus Eckel von der Firma IK-T dem Gemeinderat die Möglichkeiten und staatlichen Förderungen vor.

Rattenkirchen – Bürgermeister Rainer Greilmeier verfolgt seit längerer Zeit die Möglichkeiten, die noch nicht mit schnellem Internet versorgten Adressen im Gemeindegebiet Rattenkirchens in ein geeignetes Glasfaser-Breitbandnetz einzubeziehen. Aus diesem Grund lud er zur Gemeinderatssitzung Klaus Eckel von der Firma IK-T ein, der in einem ausführlichen Vortrag die verschiedenen Möglichkeiten und staatlichen Förderungen erörterte und den Gemeinderäten und Besuchern vorstellte.

Für die Gemeinde Rattenkirchen kommen zwei unterschiedliche Modelle in Frage: zum einen das Wirtschaftlichkeitslückenmodell, zum anderen das Betreibermodell. In einer kompakten Präsentation erläuterte Eckel die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Modelle für die Gemeinde.

So gibt es eklatante Unterschiede bei der Bezuschussung der Erschließung der insgesamt 232 Adressen im Gebiet Rattenkirchen. Ebenso kann die Gemeinde – je nach Entscheidung für eines der beiden Modelle – mehr oder weniger Einfluss auf die Bauart, Betriebsweise und Baudauer des Breitbandnetzes nehmen.

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Bürgermeister Greilmeier stellte klar, dass nach reiflicher Überlegung seiner Ansicht nach das Betreibermodell die bessere Wahl für Rattenkirchen sei, da so ein durchgehendes und gut funktionierendes Netz am einfachsten geschaffen werden könnte. Die aktive Technik und Verteilung würde in dem Gebiet angesiedelt werden, in welchem die meisten zu versorgenden Adressen liegen. Von dort aus (Bau in der Größe einer Garage) würde das restliche Gebiet versorgt werden.

Das aktive Netz würde von einem Netzbetreiber gestellt, das passive Netz von der Kommune.

Kommune bleibt Netzeigentümer

Das Eigentum am ausgebauten Netz bleibt bei der Kommune. Die Kommune hat dabei Einfluss auf Bauzeit, Kosten und Bauweise, erhält Pachteinnahmen und kann das Netz nach sieben Jahren verkaufen. Der dauerhafte Mehraufwand durch den Netzbetrieb kann größtenteils an Netzbetreiber und Dienstleister übertragen werden.

Die genauen Preise können – je nach Aufwand – nicht genau berechnet werden, liegen aber etwa in einem Rahmen zwischen 18 000 und 22 000 Euro pro Adresse. Durch die Förderungen des Bundes und der Kofinanzierung Bayern würde sich für die Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 200 000 Euro ergeben.

Bedenkzeit für die Gemeinderäte

Klaus Eckel pflichtete bei, dass das Betreibermodell von den meisten Gemeinden gewählt würde und erläuterte, dass hierbei schnell eine Breitbanderschließung realisiert werden kann. Greilmeier stellte am Ende des Vortrags nochmals klar, dass ein gut ausgebautes und schnelles Glasfasernetz enorm wichtig sei für eine moderne Gemeinde und vor allem auch für ortsansässige Firmen und Unternehmen. Eine schrittweise Erschließung lehnt der Bürgermeister ab, da er alle Adressen gleichzeitig erschließen will, um keine Benachteiligung einzelner zu verursachen.

Gemeinderäte wollen sich mit beiden Modellen erst auseinandersetzen

Eine Entscheidung für eines der beiden Modelle konnte jedoch innerhalb der Gemeinderatsitzung an diesem Tag nicht herbeigeführt werden, da sich die Gemeinderäte eine „Bedenkzeit“ erbaten, um sich intensiv mit den Vor- und Nachteilen der beiden Realisierungsmodelle auseinanderzusetzen. Ein Antrag auf Vertagung eines Beschlusses wurde einstimmig angenommen.

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