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Verhandlungen um Grundstücke verlaufen zäh

Radweg von Buchbach nach Schwindegg ist noch immer in der Schwebe

Mit über 100 Metern Länge zog sich der Korso von Buchbach nach Schwindegg, hier die Nachhut mit Gemeinderätin Ramona Enders und Mitorganisator Christian Kopp.
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Mit über 100 Metern Länge zog sich der Korso von Buchbach nach Schwindegg, hier die Nachhut mit Gemeinderätin Ramona Enders und Mitorganisator Christian Kopp.
  • VonFranz Rampl
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Mit dem inzwischen vierten Fahrradkorso der Interessengemeinschaft „Lebenswertes Buchbach“ für den Radweg nach Schwindegg sollte erneut auf die Dringlichkeit aufmerksam gemacht werden. Über 100 Interessenten machten sich vom Buchbacher Marktplatz auf den Weg in Richtung Schwindegger Bahnhof.

Buchbach – Mit dem inzwischen vierten Fahrradkorso der Interessengemeinschaft „Lebenswertes Buchbach“ für den Radweg nach Schwindegg sollte erneut ein Zeichen gesetzt und auf die Dringlichkeit mit Nachdruck aufmerksam gemacht werden. Glaubte man nach dem ersten Korso vor vier Jahren noch, man hätte etwas bewegt, so sind die folgenden Korsos augenscheinlich in den Mühlen der Kommunalpolitik, Verwaltung und Behörden verpufft.

Die Kerze, die eine Anwohnerin am Marktplatz beim ersten Korso vor vier Jahren in der Kirche für den Radweg angezündet hatte, weil sie nicht teilnehmen konnte, ist schon lange abgebrannt. Bewirkt hat sie bisher nur, dass auf der Strecke nach Schwindegg kein Radfahrer zu Schaden gekommen ist.

100 Radler jeden Alters wollten erneut ein Zeichen setzen

Begleitet von einer Polizeistreife zur Verkehrssicherung, machten sich unter Aufsicht von Mitorganisator Christian Kopp dieses Mal über 100 Interessenten, vom Buchbacher Marktplatz aus, auf den Weg in Richtung Schwindegger Bahnhof. Mit dabei waren Schwindeggs Altbürgermeister Dr. Karl Dürner sowie die Buchbacher Gemeinderätinnen Sonja Thalmeier und Ramona Enders (beide Grüne/Unabhängige). Weitere Kommunalpolitiker wurden nicht gesichtet. „Die stehen wohl nicht mehr hinter dem Radweg“ so ein Teilnehmer, der ergänzte: „Wir werden solange fahren, bis es den Radweg nachSchwindegg gibt“.

Über 100 Radler trafen sich auf dem Marktplatz.

FFH-Gebiet und Grunderwerb bremsen die Umsetzung des Radweges

Am Rande des Korsos berichtete Dürner, auf Schwindegger Seite sei man eigentlich so weit gewesen, dass die Vorbereitungen in die letzte Phase hätten gehen können, dann aber sei eine Teilstrecke von etwa 80 Metern in das FFH-Gebiet, ein europäisches Schutzgebiet im Natur- und Landschaftsschutz, aufgenommen worden, so dass nun eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen muss.

Auf Buchbacher Seite hapert es nach wie vor an der Bereitschaft von einigen Grundstücksbesitzern, ihren Grund herzugeben, so dass man nicht in die letzte Planungsphase gehen kann, so Bürgermeister Thomas Einwang auf Rückfrage. Die Teilnehmer des Korsos vermissen, wie unterwegs zu hören war, zumindest öffentlich sichtbar, den uneingeschränkten Einsatz und auch das Verhandlungsgeschick der Verantwortlichen für den Radweg, um nach 25 Jahren Diskussion, die Fahrt nach Schwindegg endlich sicher zu machen.

Radweg ist mittlerweile eine unendliche Geschichte

Es ist eine „ Unendliche Geschichte “, oder wie ein Teilnehmer feststellte, es sind Verhältnisse wie beim „Flughafen Berlin“, in Buchbach sei aber noch gar nicht begonnen worden.

Es zieht sich inzwischen mehr als 25 Jahre. Schon Bürgermeister Kopplinger hatte ein Rohkonzept und unter Bürgermeister Hans Rambold gab es ein fertiges Konzept entlang des Baches, das über ein Förderprogramm zur Bewirtschaftung Gewässer dritter Ordnung hätte mitfinanziert werden sollen. Schon damals gab es Probleme mit dem Grundstückserwerb, so dass der Bau des Radweges nach Schwindegg immer wieder scheiterte, und sich inzwischen fünf Gemeinderatsperioden hinzieht.

Unverständnis für neue Trassenführung

Die neue Trassenführung orientiert sich zwischen Einstetting und Loinbruck weitgehend am Verlauf der Staatsstraße 2087 und folgt dann bis zum Kreisverkehr in Fischmühle der Kreisstraße. Die Bürger verstehen diese Trassierung und ein Abgehen von dem „Rambold-Konzept“ nicht, wenn schon eine Planung entlang des Baches – wie beispielsweise in Stefanskirchen – vorlag und diese abseits der verkehrsreichen Hauptstraße mehr Freizeitmöglichkeiten, vor allem für Familien, böte. Von dieser Lösung sollte man unter Einbeziehung aller politischen Möglichkeiten– ähnlich wie beim Bahnübergang in Weidenbach – die übergeordneten Behörden überzeugen können, meinten die Radler.

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