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Nach aufwendiger Sanierung

Preisverdächtig: Katharinenkirche Mühldorf ist im Rennen um den Denkmalpflegepreis 2022

Stadtpfarrer Roland Haimerl bei der ersten Andacht in der frisch sanierten Kirche.
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Stadtpfarrer Roland Haimerl bei der ersten Andacht in der frisch sanierten Kirche.

An kaum einer anderen Kirche lässt sich die bauhistorische Entwicklung des Sakralbaus so gut ablesen. Insgesamt hat das Bauwerk acht wesentliche Umbau- und Erweiterungsphasen erlebt

Mühldorf – „Wegen Einsturzgefahr geschlossen“ – Mehr als ein Jahrzehnt lang konnte die Katharinenkirche in Mühldorf nicht betreten werden.

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Nach aufwendiger Sanierung konnte die Kirche im Oktober 2021 wieder für Besucher geöffnet und die erste Andacht gefeiert werden.

Ein Musterobjekt der Baugeschichte

„Weil die Sanierung dieser besonderen Kirche so gut geglückt ist, bewirbt sich das Staatliche Bauamt Rosenheim jetzt damit um den Bayerischen Denkmalpflegepreis 2022“, so Bauamt-Pressesprecherin Ursula Lampe. Diese Bewerbung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den ausführenden Architekten Dipl.-Ing. Mark Böttges und Dipl. Ing. Architektin Susanne Habenicht. Lampe: „Beide haben einen wesentlichen Beitrag bei der Sanierung der Katharinenkirche geleistet.“

Mit der Sanierung der Kirche wurde am 19. Dezember 2017 begonnen. „Im Zentrum stand dabei die umfassende statisch-konstruktive Instandsetzung des Mauerwerks und des Gewölbes sowie der hölzernen Dachwerke und Emporenkonstruktion“, erläutert Pressesprecherin Ursula Lampe. Zudem wurden die Gebäudehülle sowie der Innenraum einschließlich der ortsfesten Ausstattung saniert. Anschließend wurde die liturgische und technische Einrichtung komplett überarbeitet.

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Bei sämtlichen Arbeiten musste mit Vorsicht vorgegangen werden, um die Vielschichtigkeit des historischen Bestandes zu bewahren. „Die größte Herausforderung bei der Sanierung waren die massiven Risse im Mauerwerk. Das konnte mit eingebohrten Zugankern soweit stabilisiert werden, dass die Last gleichmäßig in die Fundamentsohle abgetragen wird“, so Bert Windhör, zuständiger Projektleiter des Staatlichen Bauamtes Rosenheim. „An kaum einer anderen Kirche lässt sich die bauhistorische Entwicklung des Sakralbaus, im Kulturraum des südostbayerischen Voralpenlandes, so gut ablesen. Insgesamt hat das Bauwerk etwa acht wesentliche Umbau- und Erweiterungsphasen erlebt.“ Damit sei die Katharinenkirche geradezu ein Musterobjekt der Baugeschichte.

Die Katharinenkirche erstrahlt in neuem Glanz.

Die Kirche gehört dem Freistaat Bayern

Der Ursprung von St. Katharina ist ein romanischer Kernbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der heutige Baukörper als gotische Wandpfeilerkirche entspricht im Wesentlichen der Bauphase fünf aus den Jahren 1482/83. Die Kirche St. Katharina ist seit 1803 im Eigentum des Freistaats Bayern, der damit auch den Großteil der Sanierungskosten trägt. Insgesamt investierte der Freistaat rund 2,9 Millionen Euro in den Erhalt des Bauwerks. Der „Förderverein Katharinenkirche“ beteiligte sich mit Spenden und Zuschüssen und finanzierte auch die Restaurierung der Mauracher Orgel mit.

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Am 9. Oktober 2021 fand im kleinen Kreis die feierliche Wiedereröffnung der Kirche statt. Mit dabei waren Landrat Max Heimerl, Mühldorfs Erster Bürgermeister Michael Hetzl, Projektbeteiligte, Vertreter der Pfarrei sowie Dr. Ludwig Waldmann, Vorstandsmitglied des Fördervereins Katharinenkirche.

Denkmalpreis würdigt Bauherren

Der Bayerische Denkmalpflegepreis wird von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege seit 2008 im Zwei-Jahres-Turnus ausgelobt. Mit diesem Preis werden Bauherren gewürdigt, die sich in vorbildlicher Weise für den Erhalt von denkmalgeschützten Bauwerken eingesetzt haben. Der mit insgesamt 10000 Euro dotierte Denkmalpflegepreis wird in den Kategorien „Private Bauwerke“ und „Öffentliche Bauwerke“ in Gold, Silber und Bronze vergeben. Bewertet werden die eingereichten Bauwerke dabei von einer Jury unter anderem nach der Ingenieurleistung, der Kreativität, der Denkmalverträglichkeit, der Dauerhaftigkeit, der Funktionalität und Praxistauglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit. Die Gewinner werden in einem Festakt, voraussichtlich im September 2022, auf Schloss Schleißheim geehrt.

Christa Latta

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