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Situation angespannt

Düstere Prognose: Preise für Immobilien werden im Landkreis Mühldorf weiter steigen

Die Immobilienpreise im Landkreis Mühldorf werden weiter steigen prognostiziert Fachmann Manfred Schwarz.
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Die Immobilienpreise im Landkreis Mühldorf werden weiter steigen prognostiziert Fachmann Manfred Schwarz.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Die Corona-Pandemie hat sich auf den Immobilienmarkt im Landkreis Mühldorf kaum ausgewirkt. „Das niedrige Zinsniveau und die demografischen Entwicklungen mit einer leicht steigenden Bevölkerungszahl sorgten für sehr gute Verkaufserfolge“, sagt Makler Manfred Schwarz. Das heißt: Es bleibt teuer.

Mühldorf – Positiv wirkte sich laut Schwarz im vergangenen Jahr auch die staatliche Förderung im Wohnungsbau aus – dazu gehört das bis März 2021 gewährte Baukindergeld sowie die bis Ende 2020 zusätzlich ausgezahlte Eigenheimzulage in Bayern.

Angebot an Wohnraum noch immer sehr knapp

Die Nachfrage wurde in einigen Regionen durch die geringere Anzahl an Zuzügen im Vergleich zu den Vorjahren etwas gedämpft. In weiten Teilen Bayerns, vor allem im Süden, ist aber das Angebot an Wohnimmobilien immer noch sehr knapp. Rosenheim ist beispielsweise die teuerste Mittelstadt in ganz Bayern.Wurden im Jahr 2020 im Freistaat rund 78 .000 Wohnungen genehmigt, liegt die Anzahl der tatsächlich errichteten Wohnungen deutlich darunter, stellt Schwarz fest.

Manfred Schwarz

Neue Rekordmarke bei der Berechnungsgrundlage für die Grunderwerbssteuer

Mit einer Berechnungsgrundlage für die Grunderwerbssteuer in Höhe von 64,3 Milliarden Euro wurde in Bayern eine neue Rekordmarke erreicht. Gegenüber 2019 entspricht dies einer Steigerung von sieben Prozent. In Oberbayern stieg das Volumen um 6,6 Prozent auf rund 36 Milliarden Euro, während es im Landkreis Mühldorf um 0,4 Prozent auf 422 Millionen Euro zurückgegangen ist. Weil weniger Objekte verkauft worden seien, wäre laut Schwarz ein stärkerer Rückgang im Landkreis zu erwarten gewesen. Dass es letztlich nur 0,4 Prozent waren, erkläre sich durch die höheren Preise.

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Allgemein sei festzustellen, dass potenzielle Verkäufer seit Beginn der Corona-Pandemie eher zurückhaltend sind. Es werde nach wie vor eine hohe Nachfrage bei geringem Angebot geben, was laut Schwarz zu einem erneuten Anstieg der Kaufpreise führt. Voraussetzung dafür sei, dass es zu keinen unerwarteten, noch weitreichenderen Einschränkungen durch die Pandemie kommt und sich die Konjunktur ausreichend erholt.

Der Preisdruck könnte sich verringern - vielleicht

Früher oder später könnte sich der Preisdruck jedoch verringern, wenn sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage aufgrund von neu gebautem Wohnraum langsam schließen sollte. Doch Schwarz schränkt ein: „Keiner kann es abschließend vorhersagen, sondern nur vermuten.

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Es gibt aktuell noch keinerlei Anzeichen dafür, dass sich an Angebot und Nachfrage mittelfristig etwas ändern wird.“Die Pandemie verringere die Zuwanderung, die Bevölkerungszahlen wüchsen weniger stark und dadurch auch die Nachfrage nach Immobilien. Schwarz vermutet, dass sich die Nachfrage von den Ballungszentren weiter auf den ländlichen Raum verlagern wird. Als Gründe dafür sieht er den demografischen Wandel, den generellen Fachkräftemangel und den Trend zum Homeoffice.

Situation bleibt vorerst unverändert

Auch Günther Ohneis, Immobilienmakler bei der Sparkasse, glaubt nicht, dass sich an der angespannten Situation bald etwas ändern wird: „Die Nachfrage noch Doppel- und Reihenhäusern und nach freistehenden Häusern sowie nach Eigentumswohnungen in der Stadt Mühldorf ist nach wie vor sehr groß“, sagt er. Das Angebot an Wohnimmobilien im Landkreis und in der Stadt Mühldorf sei jedoch weiterhin gering. Deshalb sollten Immobiliensuchende in Mühldorf davon ausgehen, dass die Immobilienpreise weiter auf einem hohen Niveau bleiben werden.

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