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Oberhalb des Ensdorfer Berges

Planungen für Solarparks in Kraiburg kommen voran: Strom für fast 3500 Haushalte

Auf insgesamt fast 15 Hektar landwirtschaftliche Flächen oberhalb des Ensdorfer Berges sollen Solarparks zur Stromgewinnung errichtet werden. Dazu muss die Gemeinde den Flächennutzungsplan ändern und drei Sondergebiete Fotovoltaik (gelbe Flächen) ausweisen. Klinger/Grünfabrik
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Auf insgesamt fast 15 Hektar landwirtschaftliche Flächen oberhalb des Ensdorfer Berges sollen Solarparks zur Stromgewinnung errichtet werden. Dazu muss die Gemeinde den Flächennutzungsplan ändern und drei Sondergebiete Fotovoltaik (gelbe Flächen) ausweisen. Klinger/Grünfabrik
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Die Gemeinde Kraiburg setzt auf die Energiewende. Zwei Solarparks sollen südlich von Ensdorf entstehen. Auf fast 15 Hektar Fläche sollen Photovoltaikfreiflächenanlagen einmal Strom für fast 3500 Haushalte produzieren.

Kraiburg – In seiner jüngsten Sitzung hat der Marktgemeinderat den nächsten Schritt gesetzt. Ehe die Anlagen gebaut und von der Energiegenossenschaft Inn-Salzach betrieben werden können, müssen die Projekte ein Bauleitplanverfahren durchlaufen und die Marktgemeinde als Basis für rechtskräftige Bebauungspläne gleichzeitig den Flächennutzungsplan ändern.

Landwirtschaftliche Flächen werden zu Sondergebieten

Landwirtschaftliche Bereiche oberhalb des Ensdorfer Berges werden in „Sondergebiete Fotovoltaik“ umgewidmet: das Sondergebiet 1 und 2, zwei Flächen an der Staatsstraße bei Straß (5,2 Hektar) und südlich von Wegen (2,5 Hektar), und das Sondergebiet 3, eine 7,1 Hektar große Fläche zwischen Gasteig, Gangall und Wimpasing.

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Den Vorentwurf für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes, den Landschaftsarchitektin Daniela Reingruber jetzt im Gemeinderat vorstellte, hat das Gremium einstimmig gebilligt.

Warum Ausgleichsflächen?

Auch gegen die Vorentwürfe für die Bebauungspläne gab es keine Einwände. Wie die Planerin ausführte, werden die Flächen eingezäunt. Die Erschließung erfolgt beim Sondergebiet 1 von der Staatsstraße 2092 aus, dort muss eine 15 Meter breite anbaufreie Zone eingehalten werden. Das Sondergebiet 2 wird über einen Zuweg an die Gemeindeverbindungsstraße erreicht. Die Gemeindeverbindungsstraße von Malseneck schließt die dritte und größte Fläche an.

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Biotope werden von den künftigen Fotovoltaikflächen nicht berührt. Die notwendigen Ausgleichsflächen entstehen durch die Eingrünung mit Hecken, die gegenüber den benachbarten Höfen für Sichtschutz sorgen, und Flächen zwischen den Anlagen und vorhandenem Wald. Unterhalb der 3,50 Meter hohen Solarmodule werden laut Reingruber mit heimischer Aussaat extensive Wiesen angelegt.

Fast 14 Millionen Kilowattstunden

Dass überhaupt Ausgleichsflächen notwendig sind, wollte Gemeinderat Franz Kifinger (UWG) nicht einleuchten. Schließlich nehme man diese Flächen aus der intensiven Landwirtschaft heraus und werte sie damit ökologisch auf.

Die Photovoltaikanlagen bei Straß und Wegen produzieren laut Daniela Reingruber rund 6,6 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Das reicht für mehr als 1600 Haushalte. 1760 Haushalte könne der Solarpark Gasteig versorgen, bei einem jährlichen Gesamtertrag von gut sieben Millionen Kilowattstunden.

Genossenschaft betreibt Solarparks

Die Solarparks werden genossenschaftlich betrieben. Das war eine Bedingung der Marktgemeinde für die Zustimmung zu dem Energieprojekt gewesen. Kraiburger Bürger können sich also an den Fotovoltaikanlagen beteiligen.

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