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AUS DER BÜRGERVERSAMMLUNG

Pläne für gemeinsamen Bauhof

Die Marktgemeinde wächst und steht finanziell auf soliden Beinen. Das berichtete Bürgermeister Thomas Einwang bei den Bürgerversammlungen, die für Buchbach im Gasthaus „Zum Falken“ und für Ranoldberg im Gasthaus „Willis-Sengmüller“ stattfanden. Dabei stellte Einwang die wichtigsten Kennzahlen des aktuellen Gemeindehaushaltes vor, berichtete über aktuelle und geplante Projekte und hatte einige statistische Zahlen rund um die Marktgemeinde parat.

Buchbach/Ranoldsberg – Ein wichtiges Thema, das die Marktgemeinde noch weiter begleiten wird, ist der Breitbandausbau. Der Ausbau von Ranoldsberg (2012), Buchbach, Steeg-Felizenzell, Oberbonbruck-Ranetsham (2016) und Buchbach-Zentrum ist bereits abgeschlossen, die restlichen Gebiete sollen bis spätestens 2021 folgen. Hierfür bekommt die Marktgemeinde auch weiter Fördermittel und baut bereits, wo sie kann, Leerrohre an den entsprechenden Stellen ein.

Neuen Wohnraum schaffen

Rund 1,7 Millionen Euro muss der Marktgemeinderat auftreiben, um die Sanierung der Grundschule voranzutreiben. Dabei muss die Gemeinde rund 420 000 Euro zusteuern, bei 470 000 Euro ist noch nicht klar, wo sie herkommen sollen.

Ein wichtiger Punkt für die kommenden Jahre ist die Schaffung von neuen Wohn- und Gewerbeflächen, um die entsprechende Nachfrage decken zu können. Dabei wird die sogenannte Nachverdichtung einen höheren Stellenwert bekommen. Der Marktgemeinderat hat die Weichen bereits durch Änderungen im Flächennutzungsplan gestellt. Dabei werde auch ein Augenmerk auf den sozialen Wohnungsbau gelegt und der Bürgermeister sprach den Ersatzbau für das Haus „Marktplatz 7“ an, für den eine entsprechende Bauvoranfrage gerade laufe.

Ebenfalls auf der Agenda ist ein Radweg von Buchbach nach Schwindegg, der entlang der Staatsstraße 2087 vom staatlichen Bauamt gebaut werden soll. Allerdings nur, wenn vorher die Marktgemeinde den notwendigen Grund beschafft und die entsprechende Baugenehmigung vorliegt. Vorgespräche mit den Grundstücksbesitzern seien geführt worden. Auch die Trasse liege bereits fest und die Abstimmung mit den Fachbehörden sei ebenfalls schon erfolgt, so Einwang.

Als er die Neuanschaffungen für den Bauhof beschrieb, ging er auch auf die Idee ein, mit Schwindegg einen gemeinsamen Bauhof zu schaffen. Hier verspreche man sich eine bessere Wirtschaftlichkeit für beide Gemeinden.

Bürgermeister Einwang erinnerte bei seinem Rückblick aber auch an das Baumkataster oder die Sturzflutsimulation, die dem Marktgemeinderat und der Verwaltung wertvolle Erkenntnisse geben. Zudem ging er Möglichkeiten der Mobilität abseits des eigenen Autos ein. Hier musste er aber einräumen, dass das ÖPNV-Gesamtkonzept, das der Landkreis gerne gehabt hätte, genauso gescheitert sei, wie das Car-Sharing-Projekt, das mit der österreichischen Gemeinde Wörgl angestoßen werden sollte.

Er ermunterte die Jugendinitiative, weiter am Ball zu bleiben und im Einsatz für ein Jugendzentrum nicht nachzulassen.

Zu Beginn seines Rechenschaftsberichts stellte der Bürgermeister die wichtigsten Zahlen des aktuellen Gemeindehaushalts vor. Dabei zeigte sich, dass die dicksten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt die Kreisumlage mit 1,7 Millionen Euro und die Personalkosten mit beinahe 1,2 Millionen Euro sind. Die Gewerbesteuerumlage verschlingt rund 600 000 Euro und die Betriebskostenförderung für den Kindergarten rund 540 000 Euro. 78 890 Euro muss die Marktgemeinde für Zinsen aufbringen.

Haupteinnahmequelle der Marktgemeinde sind die Gewerbetreibenden. Sie spülten im Jahr 2017 über die Gewerbesteuer fast 2,7 Millionen Euro in den Verwaltungshaushalt. Rund eine Million Euro weniger ist der Einkommensteueranteil. Die 58 652 Euro an Schlüsselzuweisungen zeigen, dass die Gemeinde finanziell gut aufgestellt ist. Sie konnte zudem rund 1,3 Millionen Euro vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt zuführen.

Die Gemeinde wächst

Im Vermögenshaushalt mussten unter anderem für Grunderwerb und ein Feuerwehrfahrzeug beinahe 740 000 Euro, für Tiefbaumaßnahmen etwas mehr als 476 000 Euro und zur Tilgung der Schulden 445 673 Euro ausgegeben werden. Über Zuweisungen und Zuschüsse kamen rund 343 000 Euro und den Verkauf von Grundstücken etwas mehr als 233 000 Euro wieder in die Gemeindekasse. Insgesamt hat die Gemeinde rund drei Millionen Euro Schulden, aber auch Rücklagen von beinahe 1,8 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung bezifferte Einwang mit 983 Euro.

Insgesamt wächst die Marktgemeinde. So waren 2016 3303 Bürger gemeldet, 2017 waren es 3344. Die Altersstatistik zeigt aber auch, dass die Zahl der Senioren (66 Jahre und älter) wächst, während die Zahl der 19 bis 65-Jährigen sinkt.

Landrat Georg Huber bezog Stellung zu der hohen Kreisumlage mit notwendigen Investitionen in den Schul Bereich. Es werden bis zum Jahr 2025 100 Millionen Euro investiert. Die Umsetzung eines Gesamt-ÖPNV-Konzeptes erweise sich als sehr schwierig, da einige Gemeinden nicht über ihre Gemeindegrenze hinaus zu denken bereit seien. Der Markt Buchbach gehe in Sachen Wohnraum-Generierung den richtigen Weg mit dem Thema Innenverdichtung und Geschosswohnungsbau. Der Erwerb von Flächen werde immer schwieriger und teurer; auch die Thematik mit dem Flächenverbrauch sei sehr kritisch zu sehen.

Die interkommunale Zusammenarbeit von Buchbach und Schwindegg stellte er als sehr positiv heraus und als grundsätzliche Notwendigkeit um weiterhin gleichwertige Lebensbedingungen auch auf dem Land zu gewährleisten.

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