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Aushilfe für den Pfarrer

Physiker darf jetzt predigen: Dr. Florian Garnich ist neuer Lektor in Töging

Bei der Einsegnung zum Lektor: Prädikant Christian Engleder, Pastoralreferentin i.R. Marianna Scholz, der neue Lektor Dr. Florian Garnich, Pfarrer i.R. Christoph Reichenbacher und Pfarrer Johann Albrecht Klüter.
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Bei der Einsegnung zum Lektor: Prädikant Christian Engleder, Pastoralreferentin i.R. Marianna Scholz, der neue Lektor Dr. Florian Garnich, Pfarrer i.R. Christoph Reichenbacher und Pfarrer Johann Albrecht Klüter.

Evangelische Gottesdienste verbindet man in der Regel mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin, doch auch deren Arbeitszeiten sind oft ausgeschöpft. Darum brauchen sie personelle Unterstützung und Vertretungen, wenn ein Gottesdienst regelmäßig angeboten werden soll. Dr. Florian Garnich ist jetzt einer davon.

Töging/Neumarkt-St.Veit – In der evangelischen Kirche springen dafür sogenannte Laienprediger in Form von Lektoren und Prädikanten ein. Die Kirchengemeinde Töging/Neumarkt-St. Veit hat in einem feierlichen Gottesdienst in der Auferstehungskirche in Töging Dr. Florian Garnich in das Amt des Lektors eingeführt. „Das passiert nicht allzu häufig“, betonte Pfarrer Johann-Albrecht Klüter bei der Begrüßung der Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes.

Dabei waren neben seiner Kollegin Pfarrerin Anke Sänger und allen amtierenden Prädikanten noch der Mentor von Garnich, Pfarrer i.R. Christoph Reichenbacher von der Emauskirche aus München, sowie die Pastoralreferentin i.R. Marianne Scholz aus Neumarkt-St. Veit gekommen sind.

Garnich, geboren in Esslingen, studierte Physik in München und engagierte sich dort in der evangelischen Kirche als Chorsänger und Sängervorstand.

Er habe bereits als Student mit der Theologie geliebäugelt, so Pfarrer Reichenbacher von der Emauskirche in München in seinen kurzen Einführungsworten. In seiner Amtszeit hatte Garnich die Ausbildung zum Lektor begonnen. Mit Veränderungen komme er als beruflich weit gereister Mann gut zurecht, so Reichenbacher weiter.

Er darf vorgefertigte Predigen halten, aber keine eigenen

Auch habe er keine Berührungsängste mit der katholischen Kirche, führt er doch selbst eine ökumenische Ehe. Seine neue Heimat hat Garnich nun in Niedertaufkirchen gefunden und hier in der evangelischen Gemeinde die Ausbildung zum Lektor abgeschlossen. Mit diesem Verkündigungsdienst, so erklärte Pfarrer Klüter, dürfe er nun eine vorgefertigte Predigt halten, aber noch keine eigene schreiben und auch kein Abendmahl abhalten.

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Dies dürfe er dann in der nächsten Stufe als Prädikant, mit dessen Ausbildung er bereits begonnen hat.

Die Suche nach Geborgenheit und Heimat

In seinen Einführungsworten spannte Pfarrer Klüter den Bogen vom Hirten im Psalm 23 über die Sehnsucht nach Geborgenheit und Heimat, die Garnich in der christlichen Gemeinde gefunden hat, hin zu dem Auftrag mit Gottes Wort die Menschen im Namen Gottes an der Seele zu rühren.

Erste Predigt über persönliche Krisen

In einem feierlichen Akt wurde schließlich Garnich von Pfarrer Klüter unter Assistenz von Scholz, Reichenbacher und Prädikant Christian Engleder in das neue Amt eingesegnet. Anschließend durfte Garnich von der Kanzel aus eine Predigt halten. Eingeleitet mit einem persönlichen Erlebnis, hielt anschließend Garnich seine Predigt, in der es um persönliche Krisen ging, aus der man mit Gottes Hilfe in ein verändertes und vor allem gestärktes Leben gehen kann.

Nach dem Segensspruch wurde noch zu einem kleinen Stehempfang vor der Auferstehungskirche eingeladen. Hier hatte die Gemeinde die Gelegenheit, Florian Garnich persönlich kennenzulernen.

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