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Nach Pflingsten rücken die Handwerker an

Hier bekam ein Papst seine Erstkommunion: Nach zehn Jahren grünes Licht für Kirchenrenovierung in Aschau am Inn

Auswärtige Besucher und Pfarreiangehörige hätten in den letzten Jahren schon oft den Zustand der Kirche beklagt, sagt Peter Bernhard Stiegler. Zur aufwendigen Innensanierung gehört die Beseitigung der Wandverschmutzungen, die durch die Heizung entstanden sind.
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Auswärtige Besucher und Pfarreiangehörige hätten in den letzten Jahren schon oft den Zustand der Kirche beklagt, sagt Peter Bernhard Stiegler. Zur aufwendigen Innensanierung gehört die Beseitigung der Wandverschmutzungen, die durch die Heizung entstanden sind.
  • vonUrsula Huckemeyer
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Seit zehn Jahren bewirbt sich die Pfarrei Aschau um Mittel für die Renovierung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Jetzt gibt das Ordinariat grünes Licht. Die Tatsache, dass ein späterer Papst hier Erstkommunion gefeiert hat, mag bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben.

Aschau am InnKaum sind zehn Jahre ins Land gezogen (Plus-Artikel OVB-Online), schon klappt es mit der Kirchenrenovierung. So würden es sarkastische Zeitgenossen formulieren. Pater Bernhard Stiegler ist jedenfalls ein großer Stein vom Herzen gefallen, als er Post von der Erzbischöflichen Finanzkammer erhielt. Die notwendigen Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt dürfen endlich ausgeführt werden.

Papst Benedikt feierte hier Erstkommunion

Bereits unter seinem Vorgänger, Pfarrer Hans Altmann, wurden Anträge auf Sanierung der Kirche gestellt. Auch der ehemalige Kirchenpfleger Matthias Salzeder ließ nicht locker und absolvierte viele Termine im Ordinariat, um eine Zusage für die Arbeiten voran zutreiben.

Kirche mit „überregionaler Bedeutung“

Aber jetzt erst gab die Erzdiözese grünes Licht. „Unsere Kirche hat überregionale Bedeutung. Schließlich empfing Papst emeritus Benedikt XVI. hier seine Erstkommunion“, so Pater Stiegler, der annimmt, dass diese Tatsache letztendlich durchaus eine Rolle für die Bewilligung der Maßnahmen spielte.

Warum Aschau so lange warten musste

Warum die Pfarrei ein ganzes Jahrzehnt auf die Genehmigung warten musste, erklärt die Erzdiözese München und Freising auf Anfrage wie folgt: „Wir stehen vor der grundsätzlichen Herausforderung, dass wir mehr Zuschussanträge von den Pfarreien für Bau- und Sanierungsmaßnahmen (Plus-Artikel OVB-Online) bekommen, als wir finanzieren können. Wir sind daher gezwungen, Projekte zu priorisieren“, heißt es in einer Stellungnahme.

Mit der Einführung der neuen Bauregeln 2016 seien alle Objekte neu bewertet worden. „Mariä Himmelfahrt hatte auch nach diesem System zunächst nicht die nötige Punktzahl. Nach einer neuerlichen Schadenskartierung, bei der insbesondere der Dachstuhl untersucht worden war, erreichte dann das Projekt die nötige Punktzahl, um Planungen vorzunehmen.“

Welche Kriterien im Ordinariat eine Rolle spielen

Bauprojekte aus dem Bereich Seelsorge bewertet die Diözese nämlich nach drei Kriterien und zwar aus baufachlicher, kunstfachlicher und seelsorglicher Sicht. Jedem Bewertungskriterium wird ein Punktwert zugeordnet. Daraus erfolgt ein gewichteter Mittelwert, der dann die Rangfolge der Priorisierungsliste bestimmt.

Pilger, aber auch Einheimische, hätten oftmals den Zustand der Kirche beklagt, berichtet Pater Stiegler. Und in der Tat lässt das Gotteshaus, dessen Ursprung auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, gerade im Innenbereich seinen Glanz vermissen. An den grauen Wänden beispielsweise soll die alte Heizung schuld sein, die Staubpartikel aufwirbelt und dadurch die Wände in ein unansehnliches Grau verwandelt. Mit einer neuen Heizung, beruhend auf einem Zweikammersystem, soll diese Art der Verunreinigung an den Wänden künftig vermieden werden.

Im Herbst 2022 soll alles fertig sein

Laut Stiegler dürfen sich die Gläubigen neben der Heizung noch auf weitere Veränderungen an ihrer Pfarrkirche freuen: Der Dachstuhlbereich über der Apsis wird repariert. Die ältesten Balken stammen aus dem 15. Jahrhundert und sind zum Teil morsch geworden.

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Zur Innensanierung gehören ferner die Beseitigung der Wandverschmutzungen, die Ausbesserung schadhafter Fenster sowie die Reinigung der Altäre. Die Heiligenfiguren auf den Altären sind noch in gutem Zustand. Sie werden aber von Ruß und Staub befreit.

Was die Kirchenbänke anbelangt, so sollen schadhafte Podeste ausgebessert und die verblichenen Profile aufgefrischt werden. Außerdem ist es nötig, die alten elektrischen Zuleitungen sowie die alten Heizröhren unter den Sitzbänken zu erneuern. Die Arbeiten beginnen laut Pater Stiegler voraussichtlich nach Pfingsten. Im Herbst 2022 soll die Sanierung abgeschlossen sein.

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