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Auf Vordermann gebracht

Orgel wird generalüberholt – Konzert zur Einweihung in der Töginger Auferstehungskirche

Sie arbeiten gerade auf Hochtouren an der Orgel der Auferstehungskirche: Orgelbauer Jakob Deutinger (links) und oben im Gehäuse Orgelbaumeister Johannes Führer.
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Sie arbeiten gerade auf Hochtouren an der Orgel der Auferstehungskirche: Orgelbauer Jakob Deutinger (links) und oben im Gehäuse Orgelbaumeister Johannes Führer.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Auch eine Orgel muss regelmäßig gewartet werden, damit sie Kirchenbesucher und Musikliebhaber mit ihren wohlklingenden Tönen erfreuen kann. Da die letzte Generalüberholung etwa 20 Jahre her ist, war es wieder an der Zeit, sagt Pfarrer Johann-Albrecht Klüter von der evangelischen Kirchengemeinde.

Töging – Auch eine Orgel muss regelmäßig gewartet werden, damit sie Kirchenbesucher und Musikliebhaber mit ihren wohlklingenden Tönen erfreuen kann. Da die letzte Generalüberholung etwa 20 Jahre her ist, war es wieder an der Zeit, sagt Pfarrer Johann-Albrecht Klüter von der evangelischen Kirchengemeinde. So mussten beispielsweise Verschleißteile ausgetauscht und die Orgel entstaubt werden. Alles in allem eine aufwendige Herausforderung, sagt Klüter, der die Kosten der Generalüberholung auf rund 20.000 Euro beziffert.

Orgelbaumeister Georg Deutinger am Blasebalg auf dem Dachboden der Kirche.

Orgelbaumeister Johannes Führer aus München und seine Mitarbeiter Orgelbaumeister Georg Deutinger und Orgelbauer Jakob Deutinger haben in dieser Woche angefangen, die evangelische Orgel in der Auferstehungskirche auseinanderzubauen, zu reinigen, zu reparieren und neu zu stimmen.

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Orgelbaumeister Johannes Führer erzählt begeistert, dass es sich dabei um eine pneumatische Orgel handelt: Pneumatisch – das heißt so viel wie „mit Luft bewegt“. Anders als bei heutigen Orgeln wird der gesamte Mechanismus der Registerschaltung durch Luftdruck geregelt: Das Öffnen und Schließen der Ventile im Spieltisch, in den Relais, vielen Zwischenstationen und Windladen. Die benötigte Luft wird dabei durch eine Unmenge dünner Bleirohre geführt.

Die pneumatische Orgel ist nicht bei allen Kirchenmusikern beliebt, denn sie erfordert ein gewisses Einfühlungsvermögen. Mit ihrem unverwechselbar lebendigen Klang, meint der Orgelbaumeister, würden pneumatische Orgeln „atmen“ (bedingt durch ihre Technik) und seien so zu romantischen Klangentwicklungen fähig.

Auch der Blasebalg muss gewartet werden

Die Instrumente würden sehr authentisch die Klangvorstellungen etwa eines Max Reger, Felix Mendelssohn-Bartholdy oder französischen Meister romantischer Tonkunst widerspiegeln.

Neben den Pfeifen und der Mechanik bedarf auch der Blasebalg auf dem Dachboden einer Wartung. Die Lederriemen waren porös und zerschlissen. Sie mussten ausgetauscht werden. Nur noch wenige Gerbereien gäbe es in Deutschland, die sich auf diese besondere Technik des Gerbens spezialisiert haben, die für den Orgelbau geeignet ist, wie Georg Deutinger erzählt.

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Der junge Orgelbaumeister bezieht sein Leder von einer alten Gerberei in Blaubeuren auf der Schwäbischen Alp. Wie lange es diese Werkstatt noch gäbe und wo er dann Leder mit guter Qualität beziehen kann, weiß er nicht.

Einweihung mit einem großen Konzert

Am Sonntag, 26. September, um 19 Uhr soll dann die Orgeleinweihung in der Auferstehungskirche mit großer Musik gefeiert werden. Dabei treten der Organist Stefan Landes aus Bogenberg, der auch die Orgel und ihr Spiel erklären wird, sowie die Kapellsolisten Altötting auf.

Die Orgelbauer haben versprochen, so Pfarrer Johann-Albrecht Klüter, dass sie bis dahin mit der Renovierung fertig sind. Derweil sammelt die Kirchengemeinde fleißig bei Veranstaltungen und in Gottesdiensten für die Renovierungskosten.

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