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„Die Ertragssituation ist sehr unterschiedlich“

Nur mancherorts große Hagelschäden: Obsternte im Landkreis Mühldorf durchschnittlich

Buchbacher Obst- und Erlebnishof in Ella bei Buchbach bietet Obst und Gemüse aus der Regin an. . Rampl
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Buchbacher Obst- und Erlebnishof in Ella bei Buchbach bietet Obst und Gemüse aus der Regin an. . Rampl
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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  • Franz Rampl
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Leichte Einbußen prägen die Obst- und Gemüseernte im Landkreis Mühldorf. Die Hagelschläge haben sich im Landkreis unterschiedlich ausgewirkt. Fröste und Starkregenereignisse führten ebenfalls zu Einbußen, die aber von den Verantwortlichen als zu verschmerzen bezeichnet wurden.

Berlin/Mühldorf/Buchbach – Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten, in diesem Herbst eine deutlich geringere Kirschenernte als im Jahr 2020. Wie das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung mitteilt, gehen die Betriebe von einer Gesamterntemenge für Süß- und Sauerkirschen von rund 45.800 Tonnen aus. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr oder 4,4 Prozent zum Zehnjahresdurchschnitt der Jahre 2011 bis 2020. Spätfröste sowie Hagel- und Starkregenereignisse im Frühjahr 2021 führten vielerorts zu Einbußen.

Baumobsterzeuger mit niedriger Apfelernte

Äpfel bleiben das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Die Baumobsterzeuger erwarten im Jahr 2021 eine Apfelernte von rund 937.000 Tonnen und eine Pflaumen-/Zwetschenernte von 34.000 Tonnen. Wie das Statistische Bundesamt nach einer Schätzung mitteilt, fällt die Apfelernte gegenüber dem Vorjahr um knapp 87.000 Tonnen und damit 8,5 Prozent niedriger aus.

Die Familie Kroha betreibt seit 1955 in dritter Generation ihre Landwirtschaft in Ella bei Buchbach, seit 2018/19 wurde diese auf Obst- und Gemüseanbau im Familienbetrieb mit drei Aushilfen, in Direktvermarktung, spezialisiert. Die Brüder Josef und Manfred Kroha sind von der Idee lokale Lebensmittel zu erzeugen begeistert und auch für die Zukunft überzeugt.

Angebaut werden neben den Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Heidelbeeren, Erdbeeren, vor allem auch zahlreiche Gemüsesorten von Salaten, Kohlsorten, Knollengemüse, aber auch Sommergemüse von Gurken, Zucchini, Wassermelonen und Rhabarber. Also von Frühjahr bis in den späten Herbst, kann weitgehend auch selbst geerntet werden; ganz frisch vom Acker!

Zufrieden mit der Ernte

Heuer wurde zudem auch der Versuchsanbau mit Physalis und Artischocken gestartet, der gut angelaufen ist. Auch wurde mit dem Spargelanbau gestartet, der noch im Anwachsen ist.

Josef Kroha in der Apfelplantage bei der Prüfung, wie weit die Äpfel bereits geerntet werden können.

„Die Ertragssituation ist sehr unterschiedlich, während die Mini-Wassermelonen durch den nasskalten Boden in Verbindung mit dem Spätforstereignis fast voll ausgefallen sind und der Frost auch den Heidelbeeren sehr zugesetzt hat, wurden die Erdbeeren durch den Starkregen in Mitleidenschaft gezogen, haben aber doch noch zu einem guten Ergebnis geführt“, bilanziert Josef Kroha

Die Ertragsaussichten bei den Äpfeln sind im Großen und Ganzen sehr gut, es ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch schwierig zu sagen, wie lagerfähig die Äpfel durch den vielen Regen in Verbindung mit der langsamen Abreife sein werden. Gleiches gilt für das Weißkraut.

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Wie Josef Kroha mitteilte, sind sie, da noch vieles am Anfang steht, schon zufrieden mit der bisherigen Ernte. „Man muss aber berücksichtigen, dass sie, da alles im Freiland wächst, absolut abhängig sind von der Natur und den damit zusammenhängenden Wetterereignissen.

Ziemlich vom Hagel in Mitleidenschaft wurde die BIo-Gärtnerei in Ecksberg. Einbußen gab es bei den Kartoffeln, ,beim Salat und die Kürbisernte wurde total vernichtet. Auch das Streuobst der Stiftung hat der Hagel vernichtet. „Die Schäden der beiden Hagerunterwetter haben uns schon getroffen. Die Gewächshäuser waren schon strak betroffen. Der Teilverlust der Ernte in Teilbereichen schmerzt schon, ist aber auch zu verkraften. Leider fällt der Saft aus den Streuobstbeständen in diesem Jahr aus. Das ist wirklich zu bedauern“, sagt Maximilien Weindl, Leiter der Ecksberger Gärtnerei aus Anfrage der OVB-Heimtzeitungen.

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