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Wechsel an der Spitze

Obertaufkirchener Verein „Regenbogen Ecuador“ hat neue Vorstandschaft

Die neue Vorstandschaft des Vereins Regenbogen Ecuador: Bettina Leppert, Andrea Schmied und Nicole Riedl (von links). Sutherland
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Die neue Vorstandschaft des Vereins Regenbogen Ecuador: Bettina Leppert, Andrea Schmied und Nicole Riedl (von links). Sutherland
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
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Der Verein „Regenbogen Ecuador“ ist allseits bekannt. In diesem Jahr haben sich in der Vorstandschaft Veränderungen ergeben: Nach 30 Jahren ist Gründungsmitglied Josef Wagner nicht mehr im Führungsgremium. Er möchte kürzertreten und hat seinen Sitz abgegeben an Andrea Schmied (36).

Obertaufkirchen – Sie ist nun Vorsitzende. Ihre erste Amtshandlung war, Josef Wagner mit allen Ehren zu verabschieden. Er bleibt jedoch weiter im Verein.

Ebenfalls ausgeschieden und weiterhin im Verein ist Alexandra Hofer. Für sie tritt Nicole Riedl als Stellvertretenden Vorsitzende ein. Geblieben ist Bettina Leppert als dritte Vorsitzende, sie bleibt auch Kassenwartin.

Verein hilft kleinem Andendorf Jima

Der Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem kleinen Andendorf Jima in Ecuador zu helfen, steht ihm auch während der Corona-Pandemie zur Seite.

Jima, mit 2700 Metern über dem Meeresspiegel hoch oben in den Anden, hat etwa 3000 Einwohner, ist also ein Dorf vergleichbar mit Obertaufkirchen. Es hat einen Ortskern und eine größere Fläche, die spärlicher besiedelt ist als Obertaufkirchen.

Die Situation durch Corona ist kritisch. In Ecuador wurde der Notstand ausgerufen. Dort, wo es in Deutschland Kurzarbeit gibt, werden in Ecuador Betriebe geschlossen. Die Arbeitslosigkeit steigt extrem an. Deswegen und wegen der Angst vor Covid 19 verlassen die Menschen die Städte und kehren zurück in die Dörfer.

Versorgung auf dem Land wird schwierig

Durch die Stadtflucht wird die Versorgung der Menschen schwierig. Der Landwirtschaft gehen die Ressourcen aus. Es muss mehr angesät werden. Mit den Geldern, die vom Verein „Regenbogen Ecuador“ kamen, wurden Gewächshäuser gebaut. Aktuell dienen die Gelder dazu, Essenspakete mit Obst, Gemüse und Milch an die Schulen und die Älteren zu verteilen.

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Katastrophal ist die medizinische Situation. In Jima gibt es kein Krankenhaus und keinen Arzt. Für medizinische Versorgung müssten die Menschen in die nächste Großstadt fahren. Rund 90 Prozent der Leute haben keine Krankenversicherung. Masken und Hygienemaßnahmen sind von staatlicher Seite verbreitet worden. Was aber fehlt, ist der Zugang zu Tests.

Pfarrer Marin ist ein zuverlässiger Partner

Pfarrer Victor Marin, der zuverlässige Ansprechpartner des Vereins „Regenbogen Ecuador“ in Jima, tut sein Möglichstes, um zu helfen. In regelmäßigen Mails berichtet er über seine Arbeit und legt Rechenschaft ab über die Verwendung des Geldes aus Deutschland. Mit seiner Unterstützung wurde unter anderem in den letzten drei Jahren das Seniorenheim aufgebaut. Aktuell wird sich darum gekümmert, dass die älteren Leute nicht vereinsamen. Dazu werden ihnen kognitive und feinmotorische Übungen gegeben. Sie ziehen beispielsweise einen Faden durch ein Loch in einer Nudel und basteln damit. So bleiben Kopf und Gelenke fit.

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Über die Kinder und Jugendlichen berichtet Pfarrer Victor Marin, dass die Schulen geschlossen sind. Trotzdem wird mit dem Unterricht fortgefahren. In den meisten Fällen gibt es weder Internet noch Geräte um den Unterricht zu bekommen. Die Lehrer machen Hausbesuche. Die Schulspeisung wurde eingestellt.

In früheren Jahren gab es Besuche des Vereins in Ecuador und Gegenbesuche von Pfarrer Victor Marin in Deutschland, bei dem die gegenseitige Arbeit an den Projekten vorgestellt wurde. Auch dies war in diesem Jahr nicht möglich.

Erstmals ist der Verein auf Spenden angewiesen

Der Verein „Regenbogen Ecuador“ war immer in Obertaufkirchen und Schwindegg mit Aktionen präsent: Ob Spielenachmittag am Pfarrfest oder Verkaufsstände auf den Weihnachtsmärkten, es konnte gutes Geld eingenommen und nach Ecuador weitergeleitet werden.

In diesem Jahr konnte wegen der Pandemie keine der Aktionen durchgeführt werden. Die Vorsitzende Andrea Schmied bedauert das sehr: „Wir haben immer Geld eingenommen, waren nie auf Spenden angewiesen,“ sagt sie. Und bittet nun um Spenden für den Verein. „Wenn Sie dieses Jahr, statt Glühwein und Burger zu kaufen, uns eine Spende geben könnten, würden wir uns freuen und könnten die Situation in Jima verbessern“, so ihr Appell.

Weitere Infos unter www.regenbogen-ecuador.de

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