Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


GEMEINDE MACHT SICH GROßE SORGEN

Obertaufkirchen kämpft um Bahnübergang in Allersheim: Schließung hätte fatale Folgen

Die Gemeinde Obertaufkirchen kämpft um den Erhalt des Bahnübergangs bei Allersheim.
+
Die Gemeinde Obertaufkirchen kämpft um den Erhalt des Bahnübergangs bei Allersheim.
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
    schließen

Die Gemeinde Obertaufkirchen kämpft um den Erhalt des Bahnübergangs Allersheim. Nicht nur Bürgermeister Franz Ehgartner macht sich Sorgen, dass die geplante Schließung im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Strecke nach München hätte fatale Folgen für den Ort hätte.

Obertaufkirchen – Wie die Nachbargemeinde Schwindegg so wehrt sich auch die Gemeinde Obertaufkirchen gegen die geplante Schließung des Bahnübergangs bei Allersheim. Das bekräftigte Bürgermeister Franz Ehgartner

(Heimattreue) gegenüber Vertretern der DB Netz AG, die im Gemeinderat die Pläne für den zweigleisigen Bahnausbau vorstellten.

Projektleitung der DB Netz AG informierte über Bahnausbau

Um den aktuellen Stand des Projekts im Bereich Obertaufkirchen vorzustellen, waren Projektleiter Wolfgang Kriechbaum und Alexandra Kratsch in die jüngsten Sitzung gekommen. Die vorgestellte Präsentation ist auf der Projekthomepage ABS 38 einzusehen. Demnach war als Schallschutzmaßnahme im Bereich der Ortsteile Wies/Rampoldsheim/Thalham das „besonders überwachte Gleis“ von einem Schallschutzgutachter vorgeschlagen worden.

Bürgermeister fordert besseren Lärmschutz

Bürgermeister Franz Ehgartner (Heimattreue) wiederholte die Forderung der Gemeinde, zusätzlich zu der empfohlenen Maßnahme, weitere aktive Schallschutzmaßnahmen vorzusehen. Dies beinhalte die Errichtung von, dem Stand der Technik entsprechenden, Lärmschutzwänden für die Ortsteile Wies, Rampoldsheim, Hohenthann und Thalham sowie der durch Wohnbebauung geprägten Bereiche von Obertaufkirchen.

Gemeinde befürchtet zusätzlichen Schwerverkehr im Ort

Die Gemeinde lehnt laut Ehgartner auch die geplante Schließung des Bahnübergangs Allersheim ab. Dadurch würde der Durchfahrtsverkehr in Obertaufkirchen zunehmen und die Umweltbelastung steigen. Mit der Schließung des Bahnübergangs hätte der Schwerlastverkehr aus den Gewerbegebieten südlich des Bahnübergangs in Schwindegg keine Möglichkeit mehr, auch nach der geplanten Eröffnung der Umgehungsstraße, darüber auf die A 94 zu gelangen. Der Verkehr müsse dann zwangsläufig durch Obertaufkirchen und Straß geleitet werden.

Eingriffe in Landschaftsbild sollen so gering wie möglich bleiben

Wegen der auf den Oberleitungsmasten mitgeführten Bahnstromleitung bitte die Gemeinde, die Eingriffe in das Landschaftsbild so gering wie möglich zu halten, so der Bürgermeister. Vorsorglich wies er darauf hin, dass eine Bahnstromleitung entlang der bestehenden 110 kV-Leitung Neufinsing – Mettenheim ausdrücklich abgelehnt werde.

Auch habe die Gemeinde negative Erfahrungen mit der A 94 bei der Bauabwicklung gemacht. Daher bestehe sie im Vorfeld darauf, durch unabhängige Gutachter eine Beweissicherung an den gemeindlichen Straßen und Wegen durchzuführen, so Ehgartner. Diese solle zwischen DB Netz AG und Gemeinde abgestimmt werden.

DB Netz: Erdstromleitung aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich

Christof Marketsmüller (CSU) wollte wissen, ob auf eine Bahnstromleitung verzichtet werden könne und stattdessen eine Erdstromleitung verlegt werden könne. Kriechbaum erklärte, dass dies aufgrund des bestehenden Bahnstromleitungssystems aus elektro- und sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich sei.

Außerdem erkundigte sich Marketsmüller, mit welchen Einschränkungen im Zugverkehr während der Bauzeit zu rechnen sei. Dazu der Projektleiter: Der Zugverkehr solle weitgehend aufrechterhalten werden. Zeitweise, vorzugsweise in den Ferien, müsse voraussichtlich mit Schienenersatzverkehr gerechnet werden.

Eine Lösung wie in Weidenbach gefordert

Johann Stettner (Heimattreue) sieht die Niederschlagswasserableitung über das bestehende Grabensystem als problematisch an. Dort würden Regenrückhaltebecken neu errichtet werden. Bereits jetzt komme es wegen der Biberpopulation zu einem dauerhaften Rückstau in den Entwässerungsgräben. Das bestehende Entwässerungssystem sei nicht mehr aufnahmefähig.

Johann Kirschner (Freie Bürger) hielt zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen zum Schutz der Bürger für notwendig. Zweiter Bürgermeister Georg Thalmeier (CSU) machte deutlich, das letzte Wort wegen des Bahnübergangs Allersheim sei noch nicht gesprochen. Eine Lösung auf politischer Ebene müsse gefunden werden. Er verwies auf die Lösung für Weidenbach.

Zum Zeitplan sagte Kriechbaum, die Einreichung der Entwurfsplanung sei für Herbst 2021 vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen 2025 beginnen. Die Fertigstellung sei für 2030 geplant.

Mehr zum Thema

Kommentare