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Nicht alle Menschen können Masken tragen

Mühldorf. – „Immer wieder stoßen Menschen auf Ablehnung, wenn sie behinderungsbedingt von der Maskenpflicht befreit sind und deshalb keine Maske tragen können“, sagt die Behindertenbeauftragte des Landkreises, Claudia Hausberger.

„Es gibt Menschen, die keine Masken tragen können und es deshalb auch nicht müssen. Menschen mit Behinderungen müssen weiterhin am öffentlichen Leben teilhaben können und dürfen nicht ausgeschlossen werden.“ Hier gehe es nicht um eine Aushebelung der Maskenpflicht, sondern um gesundheitlich notwendige Ausnahmen, betont Hausberger.

Bei den Regelungen zur Maskenpflicht habe die bayerische Staatsregierung solche Ausnahmen formuliert, für die als Nachweis eine ärztliche Bestätigung vorgesehen ist. Das Problem sei, dass viele diese Regelung nicht kennen. Daher haben Menschen mit Behinderungen laut Hausberger immer wieder unangenehme Situationen – wie zum Beispiel beim Friseur, im Bus, beim Arzt oder in Geschäften.

Zudem seien die Regeln den Ärzten oft nicht bekannt. Menschen mit Behinderungen haben deshalb häufig Schwierigkeiten, ein Attest zu erhalten.

Auch Holger Kiesel, Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderung der Bayerischen Staatsregierung, kennt das Problem. Er holte sich hierzu eine Einschätzung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ein. In dieser heißt es: „In der Tendenz spreche eine ausnahmslose Durchsetzung der Maskenpflicht gegen die Angemessenheit. Das Interesse der Kunden mit Behinderungen sei gegenüber dem Infektionsschutz als grundsätzlich überwiegend zu bewerten.“

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