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Neumarkt-Veit vor dem Generationswechsel?

Das knappe Wahlergebnis von Neumarkt-St. Veit ist auch ein Symbol für den Generationswechsel in der Kommunalpolitik.

Es war zu erwarten, dass Michael Kulhanek nach sechsjähriger Stadtratserfahrung Stimmen drauf packen würde, nachdem er bereits 2014 als selbstbewusster und junger Politiker damit beeindruckt hatte, dass er ad hoc ein Drittel aller Wählerstimmen gewann. Dass er gestern aber mit Baumgartner gleichziehen würde – das überraschte in der Tat.

Worüber sich der amtierende Bürgermeister Baumgartner nun den Kopf zermartern muss, ist der Verlust von 20 Prozent im Vergleich zu 2014. Das kommt einer Abwahl gleich. So etwas geht an die Substanz, so etwas nimmt man persönlich. Es wird schwer für ihn, in den nächsten beiden Wochen die Motivation aufzubringen, um für eine vierte Amtszeit zu kämpfen.

Denn wo können die nötigen Stimmen herkommen, die ihm den Vorzug gegenüber Kulhanek bringen sollen? Zumal die sechs Prozent der SPD-Kandidatin wohl all jene vereinen dürfte, die gegen die Stadtplatzsanierung sind. Es handelt sich um Protestwähler, die am 29. März eher Kulhanek ihre Stimme geben werden als Baumgartner, den sie als Vertreter der viel kritisierten Verwaltung sehen.

Zwei Wochen haben Baumgartner und Kulhanek Zeit, das Wahlergebnis zu analysieren. Baumgartner als amtierender Bürgermeister sei vielleicht damit getröstet, dass das Ergebnis des 15. März nicht grundsätzlich Unzufriedenheit über seine bisherige Arbeit bedeuten muss. Man kann es auch als Signal dafür sehen, dass erfolgreiches Wirken kein Freifahrtschein für weitere sechs Jahre sind. Noch dazu, wenn man sich als Politiker tatsächlich dem Rentenalter nähert.

Denn auf der anderen Seite steht die Jugendlichkeit. Ein Jungspund, der noch nicht den Zenit seiner politischen Karriere erreicht hat und selbst bei einem Scheitern in zwei Wochen bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2026 einen dritten Anlauf versuchen wird. Mit dann erst 36 Jahren wäre er schließlich immer noch jung genug, seine Visionen zu leben. Kann aber gut sein, dass sich die Neumarkter schon jetzt diese neuen Impulse wünschen.

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