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UNTERKUNFT GESUCHT

Neues Domizil: Haigerloher Schützen bauen Vereinsheim für 400.000 Euro

Die Haigerloher Mannschaft, die in die Bezirksliga aufgestiegen ist, trainiert ab dem nächsten Frühjahr vielleicht schon im neuen eigenen Schützenheim; von links Lukas Ansorge, Florian Mayer-Kusterer, Christian Bichler, Regina Müller, Sebastian Mayer-Kusterer und Hans Anzenberger.
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Die Haigerloher Mannschaft, die in die Bezirksliga aufgestiegen ist, trainiert ab dem nächsten Frühjahr vielleicht schon im neuen eigenen Schützenheim; von links Lukas Ansorge, Florian Mayer-Kusterer, Christian Bichler, Regina Müller, Sebastian Mayer-Kusterer und Hans Anzenberger.
  • vonUrsula Huckemeyer
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Die Haigerloher Schützen brauchen eine neue Unterkunft. Nachdem der Wirt vergangenes Jahr Eigenbedarf angemeldet hat, musste der Verein eine neue Bleibe suchen. Jetzt gibt es eine Lösung: Die Schützen bauen ihr eigenes Vereinsheim.

Heldenstein – Ihren Schießstand im Gasthaus in Haigerloh können sie nicht mehr nutzen. Jetzt baut die Schützengesellschaft „1900“ deshalb ein eigenes Schützenheim.

Wirt meldete Eigenbedarf an

Ihrer altbewährten Vereinsstätte mussten die Haugerloher Schützen den Rücken kehren. Jahrzehntelang hatten sie in der Gastwirtschaft Aigner ihre Heimat. Auch beim späteren Pächter, der das Lokal in Va Bene umbenannte, fand sich die Gesellschaft gut aufgehoben. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Durch Corona musste die Schießsaison im Februar 2020 unverzüglich abgebrochen werden. Wenig später meldete der Wirt Eigenbedarf an.

So kam es, dass sich die Schützengesellschaft auf die Suche nach einem anderen Domizil machte. Doch weil das Ergebnis nicht befriegend war, reifte bei den Männern und Frauen der Gedanke heran, eventuell selber ein Vereinsheim zu bauen. „Haigerloh ist eine eigene Ortschaft. Wir wollen mit unserem Verein natürlich auch hier bleiben“, verkündet Schützenmeister Georg Müller.

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Weil ein Schützenhaus aber ordentlich ins Geld geht, erkundigten sich die Haigerloher erst mal beim Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) über Zuschussmöglichkeiten. Von dieser Seite gab es grünes Licht. Georg Müller: „Der Neubau wird uns wohl rund 400.000 Euro kosten. Ein Viertel des Betrages fließt glücklicherweise vom BSSB auf unser Konto.“

Wie der Schützenmeister weiter erläutert, haben die Mitglieder vor, mehr als ein Viertel der Kosten durch Eigenleistung abzudecken. Mit einer so genannten „Baustein-Aktion“ von je 100 Euro will Georg Müller außerdem zahlungskräftige Sponsoren gewinnen, die die restliche Summe ausgleichen sollen. Es ist angedacht, eine Bautafel zu errichten, auf der die Geldgeber namentlich verewigt werden.

Separater Raum für Kinder

Das Schützenhaus für die 210 Mitglieder der Gesellschaft wird an der Holzfeldstraße errichtet. Auf dem 600 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein 210 Quadratmeter großes Gebäude, das eine Firsthöhe von 4,70 Meter aufweist. Es sind 20 Parkplätze geplant. Die Schießanlage umfasst zehn elektronische Schießbahnen für Druckluftwaffen.

Die Jugend kommt bei den Haigerloher Schützen selbstverständlich auch nicht zu kurz. In einem separaten Raum dürfen sich Kinder unter zehn Jahren in der Disziplin Blasrohr versuchen und ihren Spaß dabei haben. Der erste Schützenmeister hofft, den Rohbau des Gebäudes heuer noch fertigstellen zu können.

Im Frühjahr 2022 soll das Projekt stehen

Die Gemeinde hat ihr Einverständnis zu dem Vorhaben längst erteilt. Bürgermeisterin Antonia Hansmeier (CSU) sprach von einer „erfreulichen Nachricht“. Mit einer Ergänzungssatzung schafft die Kommune die baurechtlichen Voraussetzungen.

Momentan liegen die Pläne im Landratsamt. Wenn alles günstig läuft, könnte das Vereinsheim im Frühjahr 2022 eingeweiht werden.

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Die herbergslosen Schützen aus Haigerloh kommen quasi als Überbrückung bei ihren Schützenpaten in Küham unter. „Die Gesellschaften halten einfach zusammen“, lobt Georg Müller an die Adlerschützen aus Küham.

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