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Stiftung Ecksberg

Neue Weltläufigkeit als Ziel: Konzept für mehr inklusive Zusammenarbeit in Heldenstein

Die Stiftung Ecksberg betreibt in Bachham eine Wäscherei. Nach dem Willen der Stiftung Ecksberg soll die Einrichtung künftig für die Heldensteiner offener werden.
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Die Stiftung Ecksberg betreibt in Bachham eine Wäscherei. Nach dem Willen der Stiftung Ecksberg soll die Einrichtung künftig für die Heldensteiner offener werden.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Die Stiftung Ecksberg betreibt seit Jahren in Bachham bei Heldenstein eine Wäscherei. Diese will sich nun nach außen hin mehr öffnen. Wie das gelingen kann, erläuterten Leiter Johann Auer und Claudia Leipold in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Heldenstein – Das Thema Inklusion nimmt die neue Leitung der 1852 gegründeten Stiftung Ecksberg sehr ernst, erklärte eingangs Johann Auer, Leiter der Wäscherei in Bachham, und sprach vom Konzept der Sozialraumorientierung. Hierzu sollen die Einrichtungen nach Möglichkeiten danach streben, künftig „weltläufig“ zu werden. Das Fachkonzept stellte im Anschluss Claudia Leipold vor, die eine von zwei Gruppen in der Heldensteiner Wäschereieinrichtung leitet.

Aus der Wäscherei in die nähere Umgebung

In Bachham sind mehr als 100 inklusionsbereite Menschen beschäftigt, die täglich aus dem Landkreis zur Wäscherei gebracht und dort von insgesamt 21 Mitarbeitern der Stiftung Ecksberg koordiniert werden. Sozialraumorientierung soll den Mitarbeitern am Standort ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Hierfür wird zunächst nach Ressourcen, beispielsweise in Form von Vereinen, gemeindlichen Beauftragten oder Freiwilligen gesucht, die bereit für inklusive Aktivitäten mit den Wäschereibeschäftigten sind. Das könnte sogar in gemeinsamer Arbeit münden. So ist es nicht nur vorstellbar, dass Beschäftigte der Wäscherei künftig in Arbeitspausen den benachbarten Sportplatz oder die öffentlichen Spielplätze nutzen, sondern dass es beispielsweise mit dem Bauhof gemeinsame Arbeitseinsätze gibt: „Die Mitarbeiter könnten vorbeikommen und jemanden zum Rasenmähen mitnehmen“, veranschaulichte Claudia Leipold.

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Alle Heldensteiner seien jederzeit zum Besuch in der Cafeteria der Wäscherei eingeladen, wo sich bei Kaffee und Kuchen womöglich ein gemeinsamer Spaziergang ergibt. Alternativ seien gemeinsame Lesetage denkbar. Auf jeden Fall will die Einrichtung in diesem Jahr im Innenhof der Wäscherei einen Weihnachtsmarkt veranstalten und hofft dabei auf Unterstützung aus der Gemeinde.

Bürgermeisterin Antonia Hansmeier begrüßte diese Offensive und schlug einen Tag der offenen Tür vor: „Ich würde da auch unseren Seniorenbeauftragten Josef Sixt einbinden, der ist ja auch für Kultur und Tourismus zuständig.“

Gemeinderat Bernhard Aigner schlug vor, dass man in einem ersten Schritt ein Schild „Geöffnet“ anbringen soll, um den Heldensteinern zu signalisieren, dass jeder in Bachham willkommen sei. Auf seine Nachfrage, ob es dort noch die Möglichkeit zur Ferienarbeit gebe, erklärte Johann Auer, dass man dieses Projekt inzwischen eingestellt habe: „Da haben sich immer zu wenige gemeldet.“

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Gemeinderat Josef Lurz gestand, dass er „selbst unsicher im Umgang mit Behinderten“ sei, dass er aber auch Versicherungsprobleme sehe, wenn Mitarbeiter der Wäscherei beispielsweise am Bauhof aushelfen. Dem stimmte auch die Bürgermeisterin zu. Gemeinderat Hilmar Holzner bot dafür an, dass er seine Kontakte im Sportverein aktivieren wolle, um gemeinsame Aktivitäten zu ermöglichen: „Der Soccerplatz steht ja übrigens allen und immer zur Verfügung.“

Offene Fragen in Sachen Versicherung

Gemeinderat Andreas Hönig (UWG) gab zu bedenken, dass sich in der Sache wenige Heldensteiner zuständig fühlen werden, schließlich kommen die Beschäftigten der Wäscherei aus 27 Gemeinden des Landkreises: „Ich verstehe es einfach noch nicht ganz, die könnten genauso gut nach Ecksberg gefahren werden“, so Hönig.

Einige Gemeinderäte konnten sich schlicht nach der ersten Präsentation des Konzepts der Sozialraumorientierung noch nicht vorstellen, wie die Zusammenarbeit im Detail funktionieren soll. „Die sind doch dort zum Arbeiten. Wieso geht es dann um Freizeitgestaltung?“, fragte sich Andreas Hönig. Dem entgegnete Wäschereileiter Johann Auer, dass die Beschäftigten in Bachham keineswegs in Vollzeit eingebunden seien und dass sie einige Freiräume genössen.

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