Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


HISTORISCHER SPAZIERGANG

Neue Infotafeln: Jetzt kann jeder den Mühlenweg in Jettenbach erkunden

Anton Schatzeder hat wie einige andere Bürger mitgeholfen und die Infotafeln kostenlos aufgestellt. Meier
+
Anton Schatzeder hat wie einige andere Bürger mitgeholfen und die Infotafeln kostenlos aufgestellt. Meier
  • Kirsten Meier
    VonKirsten Meier
    schließen

Trotz Corona lässt sich eine Menge bewegen. Die Jettenbacher haben es an ihrem Mühlenweg vorgemacht. Jetzt kann sich jeder auch auf eigene Faust auf den Spaziergang machen und Vieles über die Geschichte der Heimat erfahren.

Jettenbach – Seit 2012 gibt es den Mühlenwanderweg in Jettenbach. Wer Natur und Heimat erleben, Geschichte kennenlernen und in längst vergessene Zeiten eintauchen will, konnte das bei geführten Wanderungen, die der Heimat- und Kulturkreis organisiert. Doch die sind in Corona-Zeiten verboten. Jetzt können sich Spaziergänger auch auf eigene Faust auf den Weg machen und was dabei mitnehmen.

Elvira Schreiner (78), die Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises, hatte schon seit 2018 daran gearbeitet, den Mühlenweg mit Infotafeln zu versehen. „Unser Gedanke war, dass jeder den Weg auch ganz alleine gehen kann. Für Schulklassen ist so etwas auch sehr interessant und informativ.“

Lesen Sie auch: Mit der Bahn wieder in die Wasserburger Altstadt? Ministerium will sich im 1. Halbjahr 2021 dazu äußern

Vorbildliches Engagement

Dass dieses Projekt mit viel Arbeit und Kosten verbunden war, machte es dem Verein nicht einfach. Auch Christian Gerstner war eine große Hilfe. Der Friseur tauschte Schere und Fön gegen Stift und Papier aus und half bei der Gestaltung der Flyer – kostenlos. Andreas Eicher (50) und Anton Schatzeder (62) übernahmen die Aufstellung der Schilder. Das Gute daran: Sie taten das ehrenamtlich. Die Gesamtkosten waren damit schon auf 2700 Euro geschmolzen. Tolle Unterstützung kam zum Glück von der LAG Mühldorfer Netz, die 2000 Euro zur Verfügung stellte und damit den Löwenanteil abdeckte.

Großes Lob von der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Maria Maier weiß das ehrenamtliche Engagement der Bürger sehr zu schätzen. „Ich finde es toll, wenn sich Vereine so vorbildlich in der Gemeinde engagieren, wie es der Heimat- und Kulturkreis tut. Jeder, der mit anpackt, ist ein echter Segen.“ Trotz Corona könnten schöne Dinge bewegt werden, lobt die Bürgermeisterin. „Wir freuen uns über jeden Besucher, der diese wunderschönen Wanderwege nutzt.“ Beschilderung und Flyer seien die perfekten Wegweiser.

Auch Grundstückseigentümer zogen mit

Natürlich musste auch die Erlaubnis der Grundstückseigentümer eingeholt werden. Das war zum Glück kein Problem. Jeder fand die Idee klasse.

Lesen Sie auch:

Megatrend Spazieren: Waldkraiburger pflegen in Corona-Zeiten die neue Lust auf Langsamkeit

Seit einigen Monaten stehen an jedem Standort, wo früher mal Mühlen ratterten, nun die Infotafeln und warten auf die Wanderer. Auf ihnen kann man die Veränderungen der letzten 650 Jahre nachlesen.

Der Mühlenweg startet im Ortsteil Grafengars beim Schmid am „Pockenschützgütl“. Von 1370 bis 1815 gab es dort eine Schneid- und Schleifmühle. Gleich bei der ersten Infotafel findet man auch einen Kasten mit Flyern, die zur Orientierung helfen. Die Tour endet am Bahnhof Jettenbach.

Einweihungsfeier am Pfingstmontag?

Nicht die gesamte Strecke ist behindertengerecht. Ein großer Teil davon ist jedoch gut mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen begehbar.

Elvira Schreiner, die die Organisation in die Hand genommen hatte, bedauert, dass Corona den Menschen so viele Steine in den Weg legt. „Wir wollten eigentlich letztes Jahr nach Fertigstellung unseres neuen Projekts eine Einweihungsfeier dazu machen. Coronabedingt war dies leider nicht möglich.“

Sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Feier an Pfingstmontag nachgeholt werden kann.

Elvira Schreiner, Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises Jettenbach, freut sich darüber, dass sich nun auch Spaziergänger auf eigene Faaust auf den Weg machen können.
-

Mehr zum Thema

Kommentare