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„Nehmt uns nicht unsere Zukunft“ – Klimademo jetzt auch in Mühldorf

Vom Bahnhof zum Stadtplatz: Geschätzt 300 Jugendliche demonstrierten gestern in Mühldorf für besseren Klimaschutz. Unter den Zuhörern am Stadtplatz waren dann auch mehrere Dutzend Erwachsene, darunter einige Schulleiter. Mit denen gab es keinen Ärger, denn die Jugendlichen demonstrierten am Nachmittag außerhalb der Schulzeit. nic

Sie haben nicht während der Schulzeit gestreikt und den Stadtplatz für zwei Stunden zum Klimaort gemacht - was 300 Jugendliche von der Politik zum Umwelt- und Klimaschutz fordern

Mühldorf – Knapp 300 Jugendliche trafen sich gestern trotz Freibad Wetters und Ferienbeginn am Bahnhofsplatz in Mühldorf. Der Grund: Die Ortsgruppe Mühldorf der Aktion „Fridays for Future“, ein Zusammenschluss der Grünen Jugend, der Linken Jugend und den Jusos, hat für diesen Freitag einen Demonstrationsmarsch angekündigt.

„Wir lieben die Erde, sie ist unser Planet“

Um 14 Uhr setzte sich der Zug der Jugendlichen in Bewegung. Ihr Ziel: Der Stadtplatz. Ausgestattet mit selbst gebastelten Schildern und Schlachtrufen ging es los. So waren Schriftzüge wie etwa „March for the climate or swim later“, zu deutsch so viel wie „Marschiert für das Klima oder ihr müsst später schwimmen“. Eine Anspielung auf die im Zuge der Klimaerwärmung stetig steigenden Meeresspiegel.

Auch Schriftzüge wie „Es gibt keinen Plan B“ oder „We love the earth, it is our planet“ („Wir lieben die Erde, sie ist unser Planet“) waren zu lesen.

„Weil Ihr uns die Zukunft klaut“

Mit dem Ausruf „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ zogen die Jugendlichen auf den Stadtplatz. Sieben feste Redner hatten sich für die Kundgebung angemeldet.

Für die Grüne Jugend ergriff Zacharias Spörl das Wort und wandte sich in seiner Rede an Ministerpräsident Markus Söder. Er meinte, dass in Mühldorf keiner die Klimapolitik der CSU wolle. Außerdem kritisierte er die CDU für deren Politik im Umgang mit dem Kohleausstieg Deutschlands.

Die Rede für die Grünen lieferte Judith Bogner. Sie machte die Jugendliche auf die Ölbohrung in Ampfing aufmerksam und meinte, dass fossile Brennstoffe lieber im Boden bleiben sollten. Weiterhin rief siedie Anwesenden auf, nicht nur demonstrieren zu gehen, sondern sich auch politisch zu engagieren. Vor allem im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2020.

Sprecherin der Jusos, die die Demo gemeinsam mit der Grünen Jugend und der Linken organsiert haben, war Verena Wiltschka. Der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) war ihr ein besonderes Anliegen. Kritik übte sie an der schlechten bis gar nicht vorhandenen Angebot auf dem Land. Oftmals habe man gar keine andere Möglichkeit, als auf das Auto zurückzugreifen. Der Ausbau ist für sie also ein wichtiger Teil des Klimaschutzes.

Ihr schloss sich Sebastian Altmann von der SPD an. Er dankte den Jugendlichen für ihr Engagement und die Demonstrationen und rief dazu auf, weiterhin für die Forderungen an die Politik einzustehen.

Die Linke Jugend war durch Hauptorganisator Dennis Uzon vertreten. Er berichtete von der Protestaktion einiger Jugendlicher im Bundestag, vor einigen Tagen (wir berichteten). Er war an der Aktion beteiligt. Er rief dazu auf, mutig zu sein und den Willen zu haben, etwas zu verändern.

„Dank für Euren Einsatz“

Rückenwind bekam er durch Claus Debnar. Ihm ging es nicht so sehr Zahlen und Fakten zum Klimawandel, viel mehr war es ihm wichtig, das Potenzial der Jugendlichen in den Vordergrund zu rücken. „Ich will euch danken, für euren Einsatz zum Klimaschutz. Macht auf jeden Fall weiter Druck auf die Politik und stellt eure Forderungen“, so Debnar.

Auch Reinhard Retzer von der ÖDP trat an Mikrofon. „Selbst ein kleiner Reißnagel kann mächtig was bewirken“, begann er seine Rede. Auch er lobte die Schüler. Nur durch sie sei der Klimaschutz in den Fokus der Politik gerückt. Durch ihr Engagement könnten sie in Zukunft noch mehr bewirken. Eine Zukunft, die den Jugendlichen gehöre und die sie selbst gestalten könnten.

Mehr zu dem Thema siehe auch die Umfrage auf der nächsten Seite.

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