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Oberneukirchen schafft Lebensräume

Unken besiedeln Tümpel auf Büffelweide

Dass die Ausgleichsfläche nicht nur Bürgern und Büffeln, sondern auch Unken gefällt, freut Bürgermeisterin Anna Meier.
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Dass die Ausgleichsfläche nicht nur Bürgern und Büffeln, sondern auch Unken gefällt, freut Bürgermeisterin Anna Meier.

Die ersten Unken tummeln sich in einem Tümpel auf der Büffelweide bei Oberneukirchen, die im vergangenen September eingerichtet wurde. Dieser Erfolg belegt die Bedeutung des Projekts „Allen Unkenrufen zum Trotz“, das die Finanzierung des Weidezaunes ermöglichte.

Oberneukirchen – „Die Pupille ist wirklich herzförmig“, stellt Bürgermeisterin Anna Meier fest bei einem Blick auf die Unke auf ihrer Hand. Sie betont: „Wir freuen uns sehr, dass die Oberneukirchner Ausgleichsfläche nicht nur Bürgern und Büffeln, sondern auch Unken gefällt“.

Unken lieben matschige Tümpel, wie sie Wasserbüffel beim Suhlen anlegen, sodass alle am Projekt Beteiligten auf eine Ansiedlung dieser Lurche gehofft hatten. Doch dass der neue Lebensraum auf der Weide sofort von ihnen gefunden und als Laichplatz genutzt wird, überrascht selbst erfahrene Unkenschützer.

Kleine Sensation

Entdeckt wurde die kleine Sensation von Josefine und Matthias Reissaus vom örtlichen Reiserer-Hof, als sie ihre Büffel auf die Weidefläche brachten. Bei einem Ortstermin mit der Rathauschefin und Andreas Zahn, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz (BN), zählten sie sechs erwachsene Unken und mehrere Laichballen. „Die Oberneukirchner Unken sind einfach sehr kooperativ, das ist nicht überall so“, erklärt Zahn.

Schon jetzt haben sich außerdem Federlibellen und Schmetterlinge wie das Wiesenvögelchen auf der Weide eingestellt. Diese Lebensräume konnten durch die Büffelweide ansiedeln, diese ist nie völlig abgefressen. Insektenjäger wie Unken und Vögel profitieren zudem von den Dungkäfern, die sich in Büffelfladen entwickeln.

Da ein Großteil der Weltpopulation der Gelbbauchunke in Deutschland vorkommt, hat auch Bayern für dieses Tier eine ganz besondere Verantwortung. „Es ist schön, dass Oberneukirchen so zum Artenschutz beitragen kann“, freut sich Bürgermeisterin Meier. „Unsere Weide zeigt, das gemeindliche Ausgleichsflächen bei richtiger Pflege von großem Wert für die heimische Natur sein können.“ re

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