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STROMPREIS

Nächste Runde beim Strompreis - Erhöhung für Kunden der Stadtwerke Mühldorf wahrscheinlich

Nur den grünen Bereich können die Stadtwerke beeinflussen: Strom möglichst billig einkaufen und zu einem gewinnbringenden Preis wieder verkaufen.
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Nur den grünen Bereich können die Stadtwerke beeinflussen: Strom möglichst billig einkaufen und zu einem gewinnbringenden Preis wieder verkaufen.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die Strompreise in Deutschland steigen, das geht auch an der Region nicht vorbei. Deshalb müssen auch Kunden der Mühldorfer Stadtwerke mit höheren Kosten rechnen.

Mühldorf – Die Strompreise steigen, auch auf Kunden der Stadtwerke könnte eine Erhöhung zu kommen. Das bestätigt der Chef der Stadtwerke Alfred Lehmann auf Anfrage. Lehmann will sich aber noch nicht endgütlig festlegen, ob die Erhöhung tatsächlich kommt und wie hoch sie ausfallen wird.

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„Es schaut aber danach aus“, sagt er, endgültig würden die Stadtwerke einen neuen Preis im Oktober erarbeiten. Denn erst zu diesem Zeitpunkt stehe fest, wie sich Gebühren und Umlagen entwickeln werden. In diesem Jahr haben die Stadtwerke den Strompreis nach Angaben Lehmanns unverändert gelassen, weil Kosten gesunken seien. So sei unter anderem die die Erneuerbare Energienumlage gesenkt worden.

Die höchsten Kosten für Kunden in Europa

Nach Angaben von Vergleichsportalen zahlen Stromkunden in Deutschland mit die höchsten Strompreise in Europa, Tendenz steigend. Als Grund nennen diese Portale Umlagen, Steuern und die Netzentgelte. Laut Bundesnetzagentur, die alle Strompreise genehmigen muss, machen die staatlichen Lasten mehr als die Hälfte des Preises aus. „2020 hatten sie einen Anteil von rund 52 Prozent“, schreibt die Behörde in einem Sachstandsbericht. „Der Wettbewerbsanteil lag bei 25 Prozent und rund 23 Prozent des Strompreises entfielen auf Netzentgelte einschließlich Mess- und Abrechnungskosten. Nach Schätzung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft steigt der Strompreis in den nächsten zehn Jahren um weitere 50 Prozent.

Ein Grund für den derzeit hohen Preis ist laut Stadtwerkechef Lehmann die Entwicklung an der Leipziger Strombörse. „Dort laufen die Preise davon“, sagt er. Hintergrund seien die Spekulationen auf die CO2-Zertifikate für Strom, deren Kosten sich binnen eines Jahres verdreifacht hätten. Dazu kommen weitere Preistreiber: der Ausstieg aus der Atomenergie 2022, die neuen europäischen Klimaziele, die Bundestagswahl. Auch der Gaspreis sei gestiegen, was die Stromproduktion in diesen Kraftwerken verteuere.

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Derzeit bestimmen die Stadtwerke nur knapp ein Viertel des Strompreises, nämlich 24 Prozent. Allein auf diesen Bereich haben die Stromverkäufer Einfluss. 25 Prozent fließen in das Netzentgelt, der größte Teil – 51 Prozent – besteht aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Diese Aufteilung nennt auch der Energieriese Eon auf seiner Internetseite.

Das der letzte Bereich derzeit stetig steigt, schätzt Lehmann: „Wir werden tendenziell eine Preissteigerung bekommen. Der Umfang bleibt abzuwarten.“

Familie zahlt über 1000 Euro

Eine vierköpfige Familie bezieht nach Angaben der Stadtwerke etwa 3500 Kilowattstunden Strom jährlich. Damit würde sich laut Geschäftsführer Lehmann im deutschen Durchschnitt 1117,90 Euro zahlen; Lehman beruft sich dabei auf den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Für den heimischen Tarif Isenkraft wären nur 1037,4 Euro fällig. Derzeit kostet dieser Stadtwerketarif 28,79 Cent brutto, dazu koimmen 88,06 Euro Grundpreis jährlich, was in der Summe einen Kilowattstundenpreis von 29,64 ausmacht. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis in Deutschland liegt laut BDEW bei 31,94 Cent.

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