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Nachruf

Salut für den letzten Veteranen Anton Linner aus Oberneukirchen

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  • Robert Wagner
    VonRobert Wagner
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Mit 97 Jahren verstarb Anton Linner aus Oberneukirchen. Das engagierte Mitglied der Gemeinde war der letzte Kriegsteilnehmer im Veteranenverein.

Oberneukirchen – Im hohen Alter von 97 Jahren verstarb am Samstag, 28. Mai, Anton Linner. Er wurde am 10. September 1924 als ältester Sohn der Eheleute Anton und Katharina Linner auf dem Garrerhof geboren. Hier wuchs er mit sechs Geschwistern auf, absolvierte die Volksschule in Oberneukirchen und arbeitete im Anschluss auf dem elterlichen Hof.

Vier Kinder bereichern Eheglück

Im Alter von 18 Jahren musste er in den Krieg ziehen. Eine Gefangenschaft blieb ihm erspart, sodass er 1945 nach Hause zurückkehren konnte. Nachdem sein Vater 1952 verstarb, trat er die Hofnachfolge an und machte die Landwirtschaft zu seiner Lebensaufgabe, die ihn auch nach der Übergabe an seinen ältesten Sohn Anton erfüllte. 1960 heiratete er Anna Hölzl aus Mauerberg und führte den Hof von da an mit ihr gemeinsam. Mit der Geburt der vier Kinder Anton, Hans, Konrad und Elisabeth war das Glück der jungen Familie perfekt.

Engagiert in der Gemeinde

Mit viel Fleiß und Geschick ging er seiner Arbeit in der Landwirtschaft nach, hatte aber auch das Gesellschaftliche immer im Blick. So war er zwölf Jahre als Gemeinderat aktiv, 25 Jahre Vorstandsmitglied der örtlichen Raiffeisenbank, Gründungsmitglied des Trachtenvereins Almröserl Oberneukirchen sowie Mitglied bei der Feuerwehr und der Männerkongregation. Anton Linner war der letzte Kriegsteilnehmer im Veteranenverein. Dieser erwies ihm am Grab mit Musik und einem Ehrensalut auf seinem letzten Weg die Ehre.

Nach der Hofübergabe genoss er seinen Austrag mit seiner Anna, mit der er im Jahr 2020 die diamantene Hochzeit feierte. Er widmete sich dem Radfahren, Lesen und dem Seniorenclub. Seine große Zuneigung galt den acht Enkelkindern und zwei Urenkeln. Als gläubiger Christ waren ihm seine sonntäglichen Kirchgänge besonders wichtig. Dieser Glaube war es, der ihm in seiner schweren Leidenszeit die notwendige Kraft gab. Zwei Jahre ertrug er seine Krankheit, die ihn ans Bett fesselte, wohl umsorgt von seiner Familie. Als die Kraft zu Ende ging, wurde er von seinem Leiden erlöst und beschritt seinen letzten Erdenweg. MG

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