Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Nachruf

Bekannter Bauunternehmer Johann Bachmaier aus Töging im Alter von 75 Jahren verstorben

Johann Bachmaier
+
Johann Bachmaier

Kürzlich ist der Töginger Bauunternehmer Johann Bachmaier verstorben. Der Tod des hauptsächlich in der Region tätigen Bauunternehmers kam viel zu früh, hatte er als Senior-Chef dreier Baufirmen, in denen auch drei seiner vier Kinder mitarbeiten, doch bis zuletzt noch vieles bewegt.

Töging – Beispielsweise in Emmerting werden demnächst 26 Wohnungen entstehen, die zwölf Luxuswohnungen am Mühldorfer Stadtpark sind schon fertig geplant, und in Töging selbst ist der zukunftsweisende Terrassen-Wohnungsbau an der Hauptstraße, mit seinem herrlichen Bergblick, schon weit gediehen.

Er wollte seine Heimat verschönern

Geboren wurde Johann Bachmaier am 12. April 1946 in Töging, wo er mit vier Geschwistern in der Familie seines gleichnamigen Vaters und seiner Mutter Maria aufwuchs. Der spätere Maurergeselle hatte das Ziel, in Abstimmung mit dem städtischen Bauamt und dem Stadtrat das Stadtbild Tögings zu verschönern: der „Huberhof“, das betreute Wohnen in der Erhartinger Straße, das Einkaufszentrum gegenüber der Comeniusschule oder aber das bereits genehmigte Hotel an der Töginger Autobahnausfahrt. Sie werden auch in der Zukunft Zeugnis über das Schaffen des tätigen Kaufmanns geben, einen Titel, den der Unternehmer durch Weiterbildungen erreichte und den er noch vor seiner Maurermeisterprüfung erwarb.

Nicht immer schien die Sonne

Ein geplantes Wohnbauprojekt an der Öderfeld-/Kirschstraße war Ende April 2021 am Widerstand der Anwohner gescheitert, was dem Vollblut-Töginger schwer zu schaffen machte. Mit ihrem schlichten Papiermodell der geplanten Wohnanlage hatten sie den Bauunternehmer, der zwar kein Architekt war, aber schon für so viele Töginger Wohnungen gebaut hatte, tief getroffen. Seither hatte der sportliche Senior, der sogar einen schwarzen Gürtel in Karate besaß und früher für den TuS Töging Fußball spielte, zwei Herzinfarkte erlitten. Aufgrund von jahrzehntelangem Stress war auch die Hauptschlagader so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass er sie operieren lassen musste. Zuletzt wurde bei dem Golfer (ein Hobby, dem er in Pleiskirchen mit Leidenschaft nachging) erst vor vier Wochen Lungenkrebs diagnostiziert.

Von Töging aus in die Welt und zurück

Zwar war Johann Bachmaier ein Töginger Urgestein, doch als jungen Mann hatte es ihn auch einmal in die große Welt gezogen. So half er in den 1960er-Jahren zunächst als Verkäufer in der Lebensmittelhandlung seiner Schwester Erna Ibsch in Düsseldorf aus, bevor er gar den Schritt über den großen Teich nach Kanada wagte, wo er in Toronto als Feinkosthändler bis zum Store Manager aufstieg.

Nach zwei Jahren kehrte er zurück, um im väterlichen Baubetrieb zu unterstützen. Den Handwerksbetrieb entwickelte er zum Planungsbüro weiter, das zunächst viele Wohnungsbauten in der Töginger Siedlung erweiterte. Erst später wagte er sich mit viel Unternehmergeist auch an eigene Zeichnungen, welche mit den passenden Partnern dann präzisiert und nach dem jeweils geltenden Baurecht ausgestaltet wurden.

Ebenso, wie er geschäftlich drei Bauunternehmen gründete, hatte Johann Bachmaier auch im Privatleben drei Familien gegründet. Relativ bald nach seiner Heimkehr aus Übersee heiratete er 1975 in Töging Brigitta Walter, die ihm im gleichen Jahr Sohn Johann III. gebar. Aus der späteren Beziehung mit Irene Bruckmayer stammen wiederum Sohn André Palm (1980) und seine Tochter Dr. Jasmin Palm (1981). Das Paar passte so gut zusammen, dass es 1983 sogar die Töginger Faschingsgesellschaft repräsentieren durfte. Zehn Jahre später heiratete Johann Bachmaier dann ein zweites Mal in Töging. Ludmilla Starostina schenkte ihm dann 1994 den Letztgeborenen Alexander.

Insgesamt sechs Enkel im Alter zwischen zweieinhalb und 18 Jahren konnte Johann Bachmaier schon auf seinem Anwesen in Reischach begrüßen, das er 1980 erwarb und wo er gerne am Bach oder im Holz arbeitete, um Kraft und Inspiration für seine Projekte zu schöpfen. Diese führten Johann Bachmaier unter anderem nach Ebersberg, München, ja sogar bis nach Michendorf bei Potsdam. Denn auch wenn er hauptsächlich in den Landkreisen Altötting und Mühldorf tätig war, war der emsige Bauunternehmer auch überregional tätig. Vor allem in Töging sind Projekte wie der Huberhof oder auch die Mehrzweckhalle, für die er sich stark eingesetzt und Geld gesammelt hatte, dauerhaft mit ihm verbunden. re

Mehr zum Thema

Kommentare