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Nachruf

Der „Progoder“ lädt nicht mehr zur Hochzeit - Kraiburger Karl Lehmann starb im Alter von 76 Jahren

So kannten ihn viele: Karl Lehmann als Unterhalter. Ob im Fasching oder auf Hochzeiten, der Kraiburger war stets Garant für gesellige und fröhliche Stunden.
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So kannten ihn viele: Karl Lehmann als Unterhalter. Ob im Fasching oder auf Hochzeiten, der Kraiburger war stets Garant für gesellige und fröhliche Stunden.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Der weit über die Marktgemeindegrenzen hinaus bekannte Karl Lehmann ist im Alter von 76 Jahren überraschend verstorben. Hatte er auch einige Jahre immer wieder gesundheitliche Probleme zu bewältigen, so kam sein Ableben doch sehr plötzlich.

Kraiburg – Das Leben von Karl Lehmann begann am 4. Juli 1945 in Erding, wo er mit einer Schwester und einem Bruder aufwuchs.

Nach der Schulzeit stieg er in den Vermessungsberuf ein, bis er später zum technischen Amtsrat aufstieg. Als Vermessungs-Ingenieur war er zuerst im Vermessungsamt Erding tätig, später in den Ämtern Mühldorf, Rosenheim und Wasserburg, bis zu seinem Vorruhestand.

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In Erding lernte er seine Frau Roserl kennen, mit der er 1968 vor den Traualtar trat. Die Geburt der Tochter Antonia vervollständigte das Eheglück. Die Familie Lehmann hatte in Kraiburg am Bleicher ein Heim gebaut. Für seine Familie gab der Verstorbene alles, besonders die Enkel Paul und Max bereiteten ihm große Freude. Einen schweren Schicksalsschlag hatte Karl Lehmann zu verkraften, als 1998 seine Frau verstarb.

Lehmann erfuhr neue Lebensfreude durch Partnerin Rosemarie Dorner

Neue Lebensfreude gewann er aber, als er seine Lebensgefährtin Rosemarie Dorner kennenlernte, mit der er über 20 Jahre eine harmonische Lebensgemeinschaft führte. Zusammen genossen sie das Skifahren und das Wandern in den Bergen.

Ein Blick in die Sterne

Auch als „Sterngucker“ betätigte er sich und er schrieb Märchenbücher für Erwachsene. Außerdem brachte er sich in der Kommunalpolitik ein und war Mitglied des Marktgemeinderates.

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Karl Lehmann liebte die Geselligkeit und begleitete mehrere Jahrzehnte als „Progoder“ unzählige Hochzeiten. „Mit solchen ‚Hochzeitspartys‘, wie sie jetzt oftmals stattfinden, konnte sich Karl jedoch nicht anfreunden. Er mochte die traditionelle Chiemgauer Bauernhochzeit“, erzählt seine Lebensgefährtin. Zudem bereicherte er viele Feiern mit seinen Anekdoten.

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„Kraiburger Leit, Gaudi und Freid!“ – Dieser Schlachtruf der Narrengilde (NG) ist unwiderruflich mit deren Gründervater Karl Lehmann verbunden, er entwarf den Namen und das Logo. 1971 war er mit seiner Frau das erste Prinzenpaar der NG und er war 25 Jahre lang als Funktionär in dieser tätig.

Krapfen für die Kinder

„Ohne den Karl gäbe es die Narrengilde nicht“, sagt der heutige Vorsitzende Michael Achatz, „was er alles für uns getan hat.“ Achatz erzählt eine Anekdote: Im Frühjahr habe die Narrengilde eine Malaktion für Kinder veranstaltet. Als Karl, der nicht mehr aktiv war, davon hörte, habe er sich gemeldet und alle Kinder zu Faschingskrapfen eingeladen. „Das charakterisiert ganz gut, wie er war.“

Unvergessen sind auch die Kappenabende, die er bis 1985 auf die Bühne gebracht hatte. Als jahrzehntelanger Sänger der Liedertafel und mit den Fischer-Buam bei den Bergmessen erfreute der Volksmusikbegeisterte mit seiner Stimme.

Auch mit den Perchten unterwegs

Einige Jahre begleitete er die „Rauhnachtfürsten Waldkraiburg“ bei Perchten-Auftritten als Sprecher und war Mitglied bei verschiedenen Vereinen. Jahrzehntelang kam er als Nikolaus in unzählige Stuben. Karl Lehmanns freundliches Wesen und seine Hilfsbereitschaft wird von vielen vermisst werden.

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