Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Bescheiden und hilfsbereit

Schwindegg: Nachruf auf Josef Huber, den „Mesner in Reibersdorf“

Josef Huber war der „Mesner in Reibersdorf“.
+
Josef Huber war der „Mesner in Reibersdorf“.
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
    schließen

Unter großer Anteilnahme wurde der Mesner von Reibersdorf, Josef Huber, in Schwindegg beerdigt. „Mesner in Reibersdorf“ ist auch gleichzeitig der Hofname des Hofes, auf dem er sein ganzes Leben verbracht hat.

Schwindegg – Die Aufgabe kam mit dem Hof, den seine Eltern 1933 gekauft hatten.

Am 31. Juni 1937 wurde Josef Huber in Reibersdorf geboren. Die Volksschule in Schwindegg besuchte er von 1943 bis 1951. Schon als Schulbub halfen er und sein Bruder dem Vater beim Läuten der Glocken. Nach der Schule arbeitete er drei Jahre in der Landwirtschaft auf dem Hof des Nachbarn.

Dann machte Josef Huber eine Maurerlehre bei der Firma Tremmel in Loinbruck. Als Maurer kam er zur Firma Rott, wo er Maurerpolier wurde. Gleich neben seinem Elternhaus baute er 1961 sein Haus und heiratete 1962 seine Frau Rosa. Vier Kinder gingen aus der Ehe hervor.

Mesnerdienst seit 1984

Als sein Vater 1984 starb, übernahm er den Mesnerdienst. Gewissenhaft kümmerte er sich um alle Belange der Kirche, zunächst in Reibersdorf und später auch im Pfarrgemeinderat in Schwindegg. 20 Jahre lang war er im Pfarrgemeinderat, zwölf Jahre als Vorsitzender. Ab 1988 wurde er in die Kirchenverwaltung gewählt und kümmerte sich um finanzielle und bauliche Aspekte der Kirche.

Nachdem Josef Huber im Jahr 2000 in Rente ging, konnte er in Schwindegg Wortgottesdienste leiten und war Vorbeter für Prozessionen. Er hielt Maiandachten und Kreuzwegandachten. 65 Jahre war er Mitglied der Marianischen Männerkongregation und maßgeblich daran beteiligt, als der alte Pfarrhof zur Bücherei umgebaut wurde. Für sein kirchliches Ehrenamt bekam er das Ehrenabzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. Er war der Erste, der es für kirchliches Engagement bekommen hat.

Seinen Hof führte er im Nebenerwerbsbetrieb und versorgte täglich Kühe, Hühner und Tauben. Morgens um vier begann sein Tag und war bis zum Abend mit Arbeit gefüllt.

+++ Todesanzeigen finden Sie auf unserem Trauerportal. Weitere Nachrufe aus der Region finden Sie hier. +++

Still sitzen sah man ihn selten. Die Glocken wurden jeden Tag pünktlich geläutet und oft waren die Enkelkinder dabei. Im Glauben war Josef Huber fest und ging jeden Sonntag in die Kirche. Ein Kümmerer war er, der viel Sachkenntnis hatte und ein gutes Gedächtnis. Er konnte Streit schlichten, zu Hause als Familienoberhaupt sowie im Pfarrgemeinderat die Wogen glätten. „Es muss gehen“, war seine Devise und es ging.

Er war einer, der immer weiter wusste und helfen konnte. Die letzten viereinhalb Jahre hat er aufopfernd seine Frau gepflegt. Immer erinnern wird man sich an ihn als bescheidenen und hilfsbereiten Menschen, der Dinge tat um der Sache willen, nicht um Anerkennung oder Gegenleistung. Zum Abschied wurde der Rosenkranz von der Dorfgemeinschaft vor „seiner“ Kirche in Reibersdorf organisiert.

Mehr zum Thema

Kommentare