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Vernetzt wie ein britischer Geheimagent

Nach 14 Jahren geht die Ära Wolfgang Gaigl an der Mühldorfer Berufsschule I zu Ende

Die Urkunde für seinen Ruhestand erhielt (von links) der scheidende Schulleiter Wolfgang Gaigl von Regierungspräsident Dr. Konrad Schober überreicht.
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Die Urkunde für seinen Ruhestand erhielt (von links) der scheidende Schulleiter Wolfgang Gaigl von Regierungspräsident Dr. Konrad Schober überreicht.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Der Leiter der Mühldorfer Berufsschule I Wolfgang Gaigl hat sich in den Ruhestand verabschiedet. „Ein Mann der Taten, nicht der Worte“, wie es beim Festakt hieß.

Mühldorf – Wolfgang Gaigl ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Er leitete 14 Jahre die Berufsschule I in Mühldorf. Die Laudatio hielt Regierungspräsident Dr. Konrad Schober.

Wie er informierte, studierte Gaigl Lehramt für berufliche Schulen, Fachrichtung Metalltechnik, ergänzt mit Sozialkunde, an der TU-München. „Wolfgang Gaigl hat schon immer gewusst, dass er Lehrer werden wollte – eine gute Voraussetzung“, sagte Schober.

Pionier, Partner und Profi

Als Studienrat begann Gaigl seine Laufbahn an den Berufsschulen in Bogen, Landshut und Dingolfing. An Letztgenannter bekleidete er ab 2004 das Amt des Stellvertreters des Schulleiters. 2008 kam er als Chef an die Berufsschule I in Mühldorf.

Landrat Max Heimerl würdigte den scheidenden Oberstudiendirektor: „Er ist Pionier, Partner und Profi.“ Gaigl sei beispielgebend unterwegs gewesen – in Mühldorf, im Landkreis, in Oberbayern und in Bayern. Wie Gaigl die Flüchtlingskrise 2015 und die Fluchtwelle aus der Ukraine bewältigte, sei beeindruckend und für ganz Bayern vorbildlich.

Immer gerade heraus

Auch in punkto Inklusion habe er, zusammen mit dem Beruflichen Schulzentrum und dem Berufsbildungswerk Waldwinkel, Großes geleistet – ebenso wie in der Zusammenarbeit mit der Mittelschule. Höchst kompetent und menschlich habe Gaigl die Schule geleitet.

Wie der Obermeister der Metallinnung Anton Hudlberger bescheinigte, arbeitete Gaigl immer zielgerichtet. Stets sei er gerade heraus gewesen. Die Innung lädt Gaigl auch künftig zu Versammlungen ein.

„Mühldorfer Modell“ zur Berufsvorbereitung lanciert

Personalratsvorsitzender Thomas Breintner hatte das Kollegium nach Spontan-Eindrücken zum Schulleiter befragt. Es kamen Antworten wie „Geht nicht, gibt’s nicht“, „Ein Mann der Taten, nicht der Worte“ oder „Er war immer menschlich konstruktiv“. Passend zu der Äußerung „Er ist vernetzt wie ein britischer Geheimagent“ intonierte die Lehrerband, die den Festakt musikalisch gestaltete, die Titelmelodie eines James Bond-Films.

Abschließend trat Gaigl ans Mikrofon, „Ich habe an der Berufsschule I eine Abschlussfeier eingeführt. Ein Schuljahresende ohne Feier – das störte mich.“ 2009 habe er mit dem damaligen Schulamtsdirektor Peter Krell das „Mühldorfer Modell“ zur Berufsvorbereitung für Schüler ohne Quali, in Zusammenarbeit mit der Mittelschule, lanciert. Und mit der Einführung der „Berufsschule Plus“ können Jugendliche die Fachhochschulreife erwerben.

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Auch die „JAS“, die Jugendsozialarbeit an Schulen, laufe bestens. 2011 wurde das 30-jährige Bestehen der Schule gefeiert, Pausenhof und Tiefgarage wurden saniert, erklärte Gaigl. Er erwähnte Verkehrssicherheitstage sowie die Drogenprävention und Besuche des „Jungen Landestheaters Bayern“.

Wie Gaigl informierte, wurden in den 14 Jahren 36.630 Euro Spenden für soziale Projekte gesammelt. „Ein harmonisches Zusammenleben mit viel Freiraum für das Kollegium – mit der nötigen Verantwortung – das ist mir gut gelungen“, resümierte Gaigl.

CLH

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