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Überwiegend aus Grundschulen

Muttertag: Ein großer Herzenswunsch auf 150 Postkarten

Bei der Übergabe der Postkarten im Landratsamt: (von links) Martina Maier-Krapf, Landrat Max Heimerl und Manuela Hansmeier.
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Bei der Übergabe der Postkarten im Landratsamt: (von links) Martina Maier-Krapf, Landrat Max Heimerl und Manuela Hansmeier.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Mühldorf. – Am Muttertags-Wochenende wurde vor den Landratsämtern und Rathäusern oder auf den Marktplätzen in 24 Städten, darunter die Kreisstadt Mühldorf, ein besonderer Herzenswunsch der Mütter formuliert.

Die Mütter überreichten Landrat Max Heimerl und Bürgermeister Michael Hetzl Briefe und Wünsche zur Öffnung der Schulen und Kindergärten.

Insgesamt wurden rund 150 Postkarten übergeben. Sie stammen überwiegend aus den Grundschulen in Ampfing und Mühldorf und zu einem kleineren Teil vom Stand vor dem Vermessungsamt in Mühldorf. Auf der Rückseite der Postkarten konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre persönliche Wünsche an die örtlichen Politiker formulieren.

„Keine Perspektive für unsere Kinder“

„Nach gut einem Jahr Pandemie sind wir bezüglich einer Perspektive für unsere Kinder nicht weiter. Schulen und Kindergärten sind weiterhin inzidenzabhängig geschlossen, obwohl es Hygiene-Konzepte gibt und alle kinderärztlichen Fachgesellschaften in Deutschland eine Öffnung dieser Einrichtungen unterstützen“, erklärte Organisatorin Martina Maier-Krapf.

Bayernweit agieren die Eltern seit Monaten und auch weiterhin als Lehrer/innen und Erzieher/innen und Freizeit-Aktivisten, um einen möglichen physischen oder psychischen Schaden der Kinder abzuwenden. „Wir haben unsere Arbeitszeiten reduziert oder verlagert, können unseren Berufen nicht mehr adäquat nachgehen und leben einen täglichen Konflikt mit den Kindern, in der Familie und unserer Arbeit. Dieser dauernde Konflikt der letzten Monate und keine stabile Öffnungsperspektive für die Zukunft: das macht uns Eltern und unsere Kinder krank“, sagte Maier-Krapf.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier.

Die Mütter fordern nach über einem Jahr der Pandemie, dass das Recht ihrer Kinder auf Kontakt mit anderen Kindern, Bildung und Schule nicht länger mit den Füßen getreten wird. Kinder brauchen Kinder. Kindergärten und Schulen sind nicht nur Orte, an denen Bildung vermittelt wird, sondern vor allem Orte der Begegnung und der sozialen Interaktion, heißt in der Resolution der Mütter.

Martina Maier-Krapf: „Die Last der Pandemie-Bekämpfung darf nicht mehr auf dem Rücken der Kinder und der Familien ausgetragen werden! Wir fordern daher alle Politiker auf, zum Wohle der Kinder und Familien zu handeln.“

Bürgermeister: Habe mir Sorgen angehört

Bürgermeister Michael Hetzl, der die Postkarten und die Resolution vor dem Vermessungsamt am Mühldorfer Stadtplatz entgegengenommen hat: „Ich habe mir die Wünsche und Sorgen der anwesenden Eltern angehört und wir werden diese so gut es geht berücksichtigen.“

Landrat Max Heimerl: „Auch für mich ist es ein Herzenswunsch, dass unsere Kinder und Jugendlichen bald wieder dauerhaft die Schulen besuchen können. Schule ist nicht nur Vermittlung von Lernstoff. Das Lernen voneinander und das soziale Miteinander sind unverzichtbar. Erfreulicherweise waren die Schulen bislang keine Pandemietreiber im Landkreis. Die Hygiene- und Testkonzepte stimmen. Mit dem deutlich abflauenden Infektionsgeschehen sind wir auf einem guten Weg, dass weitere Klassen wieder vor Ort unterrichtet werden können.“Josef Bauer

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