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Mühldorfer Kirchen im Fokus

Mühldorfs St. Katharinenkirche im Film - Filmemacher Adolf Kunzmann setzt ihr ein Denkmal

Die St. Katharinenkirche spielt die Hauptrolle in Adolf Kunzmanns Film.
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Die St. Katharinenkirche spielt die Hauptrolle in Adolf Kunzmanns Film.

Jahrelang war die Kirche wegen Einsturzgefahr verschlossen. Erst am 9. Oktober 2021 wurde sie nach einer aufwendigen Sanierung wieder eröffnet.

Mühldorf – Die Entstehung der St. Katharinenkirche ist unbekannt, doch man geht davon aus, dass sie bis ins 13. Jahrhundert zurückzuführen ist.

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Ihr Baustil: romanisch. Damit gehört die Kirche zu den bedeutenden historischen Denkmälern der Stadtgeschichte. Jahrelang waren ihre Türen wegen Einsturzgefahr verschlossen. Erst am 9. Oktober 2021 wurde sie nach einer aufwendigen Sanierung wieder eröffnet.

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Den Menschen die Heimat nahe bringen

Um der St. Katharinenkirche ein ganz besonderes Denkmal zu setzen, produzierte Adolf Kunzmann (80) aus Mühldorf einen Film über das historische Gebäude. Mit seiner Frau Herta hat er schon unzählige eindrucksvolle Dokumentarfilme in- und außerhalb Bayerns gedreht. Mit ihren Werken bringt das Mühldorfer Ehepaar den Menschen die Schätze ihrer Heimat wieder ins Bewusstsein. So auch in ihrem neusten Film über die St. Katharinenkirche.

Ein 40-minütiger Dokumentarfilm, der mit Impressionen aus Mühldorf beginnt, tolle Interviews mit Fachleuten zeigt und die Sanierung des Gebäudes eindrucksvoll begleitet. Dabei bleibt kein Detail aus. Selbst die aufwendigen, zeitintensiven und akribischen Arbeiten der Handwerker und Restauratoren sind zu sehen. Schon sein ganzes Leben lang fasziniert Kunzmann die Medienwelt. Seine Ehefrau Herta (79) steht ihm dabei stets zur Seite und unterstützt ihn auch bei seinen Produktionen. Sie ist sein stärkster und ehrlichster Kritiker.

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„Meine erste Kamera, eine Kodak Retina Ia, habe ich mir bereits 1951 gekauft“, erinnert sich der sympathische Mühldorfer. „Mein Vater hat früher auch gerne fotografiert. Zu der damaligen Zeit war das etwas ganz Besonderes und natürlich auch sehr teuer. Optische Geräte, egal ob Ferngläser, Fotoapparate, Kameras oder sonstiges, haben mich schon immer fasziniert“, setzt er fort.

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Anfangs 1960 machte er seinen ersten Film. Bis heute folgten etwa 60 Weitere, die inzwischen richtig professionell sind. Dabei hat er sich von der Pieke auf alles selbst beigebracht. Beruflich hatte er einen komplett anderen Weg eingeschlagen. Er wurde Beamter, auch wenn sein Herz schon immer für die Medienwelt brannte. Neben seiner dienstlichen Arbeit unterrichtete er knapp zehn Jahre lang als Dozent an der Bayerischen Beamtenfachhochschule. Dann wurde er Abteilungsleiter in einer Behörde.

Seit er in seinem wohlverdienten Ruhestand ist, kann er sich komplett seiner großen Leidenschaft, dem Filmen und Fotografieren, widmen. Bei seinem aktuellen Film über die St. Katharinenkirche dokumentierte er unter anderem auch einige Geheimnisse, die bei Grabungen zutage kamen. Auf dem Areal hatte man einige Gräber entdeckt. Dazu fand man Portale und einen zugemauerten Torbogen. Untersuchungen ergaben, dass sich hier offensichtlich ein Friedhof aus der Erbauungszeit der romanischen Kirche befand.

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Die Katharinenkirche hat sich im Laufe der Jahre stetig verändert. Seit ihrer Sanierung noch viel mehr. Immer mit dabei – Adolf Kunzmann mit seiner Kamera. Er hielt die Außen- und Innenarbeiten bis hin zur Fertigstellung in beeindruckenden Bildern fest. „Ich habe noch nie so lange an einem Film gearbeitet wie an diesem. 2019 fing ich damit an. Pünktlich zur Wiedereröffnung war ich fertig“, erzählt der Filmemacher. „Etwa 69 Mal war ich an der Baustelle um Aufnahmen zu machen. Kamera, Regie, Text, Bearbeitung des Films, Sprecherrolle und Schnitt machte ich alles selbst. Ich kann nicht genau sagen, wie lange ich an dem Film saß bis er fertig war, aber 200 Stunden waren es locker“, setzt er fort.

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Ein richtig guter Film wird auch mit toller Musik untermalt. Für Kunzmann eine weitere große Herausforderung, denn er komponierte sogar ein Lied dafür. Sein Titel: St. Veiter Rauhnächte. Mit tatkräftiger Unterstützung von Roman Messerer, erster Vorstand des Bairisch Alpenländischen Volksmusikvereins und der Bairer Saitenmusi bekam der St. Katharinen-Film einen heimatlichen Charme. Dazu zeigt der Film Ausschnitte von einem Benefizkonzert in der Kirche von Altmühldorf, sowie musikalische Einlagen von dem Organisten Michael Bachmann.

Filmisches Erlebnis

Das Ergebnis ist definitiv ein filmisches Erlebnis für Jedermann, egal ob Jung oder Alt, Mühldorfer oder Nicht-Mühldorfer. Ein Teilerlös des Films kommt dem Förderverein Katharinenkirche e.V. zugute.

Für Kunzmann und seine Frau steht nun erst einmal Familienzeit an. Welche neue Herausforderung für die Beiden in Zukunft ansteht, wird man dann sehen. Sicher ist, dass sie die Kamera noch lange nicht zur Seite legen, denn dazu bietet die Heimat zu viele Schätze die es verdient haben, mit bewegten Bildern festgehalten zu werden.

Adolfs Kunzmanns Film erhält man im Heimatmuseum, im Kultur- und Verkehrsbüro der Stadt Mühldorf und bei Bücher-Herzog. Die Filme kann man auch über ihn persönlich beziehen. Filmanfragen können per E-Mail auch an ihn persönlich gerichtet werden – akmkunz@t-online.de.

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