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Mühldorfer Wirtschaftspolitik im Zeichen der Energiekrise

Landrat Max Heimerl warnt: „Gefahr, dass wir Industriestandort nicht aufrechterhalten können“

Die Unternehmen brauchen Hilfen bei den Energiepreisen: Ansonsten sind der Standort und damit Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen in Gefahr.
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Die Unternehmen brauchen Hilfen bei den Energiepreisen: Ansonsten sind der Standort und damit Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen in Gefahr.
  • Jörg Eschenfelder
    VonJörg Eschenfelder
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Energiekrise, gestörte Lieferketten, Inflation. All das belastet die Menschen und die Unternehmen. Warum sich Mühldorfs Landrat Max Heimerl Sorgen um den Standort macht und war er von jedem Einzelnen fordert.

Wie ist die wirtschaftliche Lage im Landkreis?

Mühldorfs Landrat Max Heimerl.

Landrat Max Heimerl: Wir sind relativ breit aufgestellt. Die Lage ist gut. Wir sind ein Landkreis, der sich immer relativ konstant entwickelt. Ich sehe da mehr die Vorteile, weil wir uns so organisch entwickeln können. Wir haben ganz klasse Unternehmen, die zum Teil Weltmarktführer sind. Auch setzt die A 94 positive Impulse. Gleichzeitig sind wir nach wie vor stark landwirtschaftlich geprägt. Es ist wichtig, das aufrecht zu erhalten, denn unser Gesicht ist durch die Landwirtschaft geprägt. Da müssen wir unsere Landwirte noch intensiver unterstützen.

Dennoch warnen Sie ...

Landrat Heimerl: Ich sehe die Gefahr, dass wir unseren Industriestandort nicht aufrechterhalten können. Es geht vor allem um die Energie- und Strompreises. Da unterstützen andere Länder ihre Unternehmen besser. Da müssen wir aufpassen, weil Investitionsentscheidungen in internationalen Unternehmen nicht vor Ort getroffen werden. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, kann das sehr schnell gehen. Dann kommen wir in eine Abwärtsspirale: Weniger Investitionen bedeuten weniger Arbeitsplätze, weniger Steuern und und und. Da müssen wir aufpassen.

Dabei blicken Sie über den Tellerrand hinaus.

Landrat Heimerl: Es geht um das gesamte Chemiedreieck mit seinen hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Das ist eine Hausnummer und auch für uns enorm wichtig. Das kann die Region München nicht ausgleichen. Strompreise, Gasversorgung, die Versorgung mit Wasserstoff – das sind langfristig wirkende strukturpolitische Entscheidungen, die jetzt tatkräftig angegangen werden müssen.

Da stehen sie an der Seite der Wirtschaft?

Landrat Heimerl: Ja, unbedingt. In Krisenzeiten wird schnell nach dem Staat gerufen. Die Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft sind aber Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung.

Erst wenn ich in der Summe wirtschaftlich stark bin, erst dann kann ich soziale Ausgleichsmechanismen in Gang setzen und den Menschen helfen, die sich nicht selber helfen können. Da müssen wir in Zukunft wieder mehr Wert darauf legen und nicht immer sofort nach dem Staat rufen. Wir müssen uns auf Eigenverantwortung und Leistungsbereitsschaft zurückbesinnen, sonst wird das dauerhaft nicht funktionieren.

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