Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Eindeutige Antwort

Mühldorfer Volksfest verbraucht Strom für 28 Familien - Kann man da sparen?

Wenn es überall schön leuchtet und blinkt, ist Volksfestzeit. Dabei fließt nicht nur jede Menge Bier, sondern auch sehr viel Strom. Die Einsparmöglichkeiten, sagen Wirte und Schausteller, sind ausgeschöpft.
+
Wenn es überall schön leuchtet und blinkt, ist Volksfestzeit. Dabei fließt nicht nur jede Menge Bier, sondern auch sehr viel Strom. Gibt es Einsparmöglichkeiten?
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
    schließen
  • Frank Bartschies
    Frank Bartschies
    schließen

Wenn das Mühldorfer Volksfest schön leuchtet, Karussells fahren und Hendl grillen, fließt viel Energie durch die Leitungen. Vom Strom für elf Tage Volksfest können 28 Familien im selben Zeitraum leben. Können Wirte und Schausteller Energie sparen?

Mühldorf – Die Diskussion ums Energiesparen hat auch die Volksfeste erreicht. Zumindest die Verantwortlichen in Mühldorf glauben, dass sie nicht mehr tun können.

Die Stadtwerke liefern während der elf Wiesntage in Mühldorf 100.000 Kilowattstunden Strom auf den Festplatz. Laut Stadtwerkechef Alfred Lehmann ist das der Jahres-Energiebedarf von 28 vierköpfigen Familien. „Der Verbrauch liegt an den Kunden“, sagt Lehmann, „wir können da nichts tun.“ Das, so glaubt der Stadtwerkechef, gelte auch für Schausteller und Wirte. „Seit 2019 haben alle auf LED umgestellt“, die Tausenden Lämpchen brauchen nicht mehr als maximal sechs Watt.

Eine Uralttechnik hilft beim Sparen

„Deshalb können wir nichts mehr einsparen“, sagt Enrico Becker, der das Riesenrad aufs Volksfest bringt. „Alle Lampen sind auf LED umgestellt.“ Und die Antriebsmotoren müssen natürlich mit Strom versorgt sein, sonst laufen sie nicht.

Dass das bei manchem Fahrgeschäft mit nur wenig Strom geht, erzählt Christopher Zettl. „Wir brauchen für alles nur 66 KW, das sind dann sogar die Wohnwagen dabei.“ Mit dieser Strommenge betreibt er das „Rund um den Tegernsee“, ein Fahrgeschäft aus den 1960er-Jahren. Und das ist auch der Grund für den geringen Stromverbrauch. „Damit erzeugen wir über eine Öl-Kupferspule unsere Spannung, damit das Tegernsee läuft.“

Alte Technik spart viel Strom

Deshalb hat Zettl die alte Technik erhalten, als das Fahrgeschäft vor einiger Zeit modernisiert und mit einer elektronischen Sicherheitsüberwachung ausgestattet wurde.

Auf die LED-Lampen weisen auch die Festwirte hin. Im Küchenbereich seien die Möglichkeiten, Energie zu sparen, dagegen begrenzt, sagen sie übereinstimmend.

Was nötig sei, werde gemacht, sagt Markus Leserer vom Erhartinger Festzelt. Es sei ein neues Thema und „man muss sich damit auseinandersetzen“, konstatiert Manuel Scheyerl von SAS, die das Spatenzelt mitbetreuen. Und auch Festwirt Jochen Mörz vom Weißbierzelt erklärt, dass Einsparungen geplant seien. Inwieweit dies aber umgesetzt werden könne, gebe letztendlich der Zeltbesuch vor.

Diese Ansicht teilt auch Stephan Schinko, der Grüne ist Umweltreferent des Stadtrats. „Es ist schwierig, wo will man da groß sparen?“, fragt er. Das große Thema Gas für Zeltheizungen wie beim Oktoberfest gebe es in Mühldorf nicht. Und der übrige Stromverbrauch werde von den Fahrgeschäften vorgegeben. „Die fahren oder sie fahren eben nicht.“

Absage aus Umweltgründen: Nein

Eine Absage des Volksfests aus Umweltgründen hält er für nicht durchsetzbar. Nicht nur, weil Schinko selbst gerne auf die Wiesn geht. „Das ist nach zwei Jahren Corona nicht denkbar“ sagt er.

Energie in derStadt selbst erzeugen

Stattdessen weist er auf einen anderen Punkt hin: „Wir sollten mehr regenerative Energie in der Stadt erzeugen“, nennt er die Aufgabe der nächsten Jahre und nennt vor allem Photovoltaikanlagen und eine Erschließung der Geothermievorkommen.

Mehr zum Thema

Kommentare