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Musiker widmen sich „Käfer, Schmetterling und Co“

Mühldorfer Sängerbund bietet tierisch fröhliches Konzert

Das Gesangsquartett hatte viele Einsätze mit dem Kleingetier: (von links) Dietmar Lindner (Bass) Franz Putz (Tenor) Petra Putz (Sopran) und Olga Seifinger (Alt).
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Das Gesangsquartett hatte viele Einsätze mit dem Kleingetier: (von links) Dietmar Lindner (Bass) Franz Putz (Tenor) Petra Putz (Sopran) und Olga Seifinger (Alt).

Im Pfarrheim von Sankt Nikolaus fand ein Konzert des Mühldorfer Sängerbundes statt. Das Thema war „Käfer, Schmetterling und Co“. Gekonnt brachten die Musiker die Eigenheiten der Kleintiere vokal oder instrumental zu Gehör.

Mühldorf – Die Zeiten, in denen die Konzerte des Mühldorfer Sängerbundes die Eberweinhalle füllten, liegen viele Jahrzehnte zurück. Aber so, wie sich Mühldorfs ältester Gesangsverein immer wieder in seinen Auftritten darstellt, erfreut er die Besucher, nur eben in kleineren Sälen.

Komponist Dietmar Lindner vertont die Werke

Gut gefüllt war der Saal im Pfarrheim von Sankt Nikolaus, als der traditionelle gemischte Chor nach coronabedingter Pause die Kleintiere in besinnlichen und heiteren Liedern besang. Die Texte lieferten Deutschlands unvergessene Dichter wie Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz, Josef Guggemos, Heinrich von Fallersleben und andere. Vertont hatte sie alle Dietmar Lindner. Der Komponist bewies in seinen Werken gewissenhaftes Studium der Natur und Literatur.

Lebendige Darstellung der Tierchen

Was abwechselnd der gemischte Chor, das Gesangsquartett, das Instrumentalduo aus Fagott und Cello oder diese Klangkörper im Zusammenspiel darboten, war faszinierend. Man meinte, den Schmetterling tanzen, den Floh hüpfen, die Mücken stechen oder den Maikäfer davon fliegen zu sehen. Die Melodienführung in Intervallen und rhythmischen Ausdrücken, der Einsatz der Stimmen vokal oder instrumental schaffte bei jedem kurzen Beitrag das Gefühl: Das Tierchen ist im Saal. Genauso stellte sich der Dichter die Darstellung seiner Zeilen vor.

492 Regina Fischberger (Fagott) und Jakob Höll (Cello und Klavier) waren diesmal das „Orchester“, was schon immer Teil von Sängerbundkonzerten war.

Disziplinierte Sänger und Solisten

Diese erfolgreiche Vortragsweise gelang dem Komponisten und Dirigenten, weil seine 25 Sänger und Solisten diszipliniert auf sein Dirigat eingestimmt waren. Da kamen jedes piano oder forte, jedes legato oder staccato exakt und mit einer Begeisterung, die sich auf die Stimmung im Saal mitreißend auswirkte. Selbst die meist schwierigsten Harmonien bewältigte nicht nur das Quartett in lockerer Weise, alle Stimmlagen im Chor beherrschten diese Aufgaben mit offenbarer Leichtigkeit.

Ausdrucksvolle Vorträge von Gedichten

Ob Fliege, Schmetterling und Motte, ob Libelle, Biene oder Wespe, auch Ameisen, Käfer und sogar Holzwurm waren die Themen der Lieder und Gedichte. Denn ebenfalls traditionell sind die passenden Wortbeiträge von Hildegard Greipel, die sie zwischen den gesungenen Gedichten ausdrucksvoll vorträgt.

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Für die bekannten Melodien „Summ, summ summ, Bienchen summ herum“ und Paul Linkes Glühwürmchen-Idyll erhielt das Publikum Texte und sang begeistert mit. Insgesamt wieder eine äußerst fröhliche und wohlklingende Serenade an einem heißen Sommerspätnachmittag, die eigentlich Wiederholungen verdient hätte. MG

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