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Mühldorfer Kultursommer

Flexibel und locker soll es sein - Stadt stellt Bühnen für Mühldorfer Kultursommer vor

Der Kulturschupp‘n will die Bühnen beim Mühldorfer Kultursommer für kleine Theaterstücke nutzen.
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Der Kulturschupp‘n will die Bühnen beim Mühldorfer Kultursommer für kleine Theaterstücke nutzen.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Das genaue Programm steht noch nicht fest, der Rahmen schon: Im zweiten Corona-Jahr bietet Mühldorf Alternativen zum bisherigen Kulturprogramm.

Mühldorf – Das Kulturprogramm für den zweiten Corona-Sommer in Mühldorf steht. Es bietet eine Mischung aus bekannten Veranstaltungen und neuen Angeboten, wie es sie in der Stadt noch nicht gab. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf heimischen Künstlern, denen die Stadt nach mehr als einem Jahr ohne Auftritte eine Bühne geben will. Und so finden sich die großen Namen neben den kleinen, die überregionalen neben Menschen aus der Region. „Mühldorfer Kultursommer“ soll es heißen.

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So vielfältig die Angebote sein können, so sehr stehen sie im Zeichen von Corona. Manche Künstler hätten durch die langen Auftritts- und Probenpausen kein Programm parat, andere seien in den Sommermonaten nicht verfügbar. Von allen angeschriebenen Künstlern in der Stadt hätten 20 geantwortet, berichtet Bürgermeister Michael Hetzl. „Wir müssen also weiter Gas geben, dass das ins Laufen kommt.“ Wer auftreten will, soll sich bei der Stadt melden

Kulturamt übernimmt die Koordination

Die Organisation und Koordination liegt beim Kulturamt. Das kümmert sich allerdings nur um städtische Bereiche, nicht aber um Kirchen oder die Eberweinhalle. „Gegenüber anderen Partnern können wir nur vermittelnd auftreten“, sagt Hetzl. Jeder entscheide letztlich, wen er in seine Räume lässt.

„Da mischen wir uns nicht ein“, sagt Hetzl. Bei der Einhaltung der Corona-Regeln setzt die Stadt auf die Zusammenarbeit mit denen, die auf der Bühne stehen. „Die Stadt steht hinter dem Kultursommer, wir kümmern uns um die Rahmenbedingungen“, sagt Gruber. Und Hetzl betont: „Die Stadt hat die Verantwortung.“

Ohne Sicherheitsdienste und Polizei

Im Vorfeld soll mit den Künstlern besprochen werden, dass sie auf die Einhaltung der Corona-Regeln achten. Gruber sagt aber auch: „Es ist immer ein Veranstaltungsleiter der Stadt vor Ort.“

Grundsätzliche Kontrollen mit Sicherheitsdiensten oder der Polizei wie beispielsweise beim Altadtfest soll es nicht geben. „Es soll einen eher lockeren Charakter haben“, betont Gruber. Gagen will die Stadt auch den heimischen Künstlern zahlen, verspricht Gruber. Durch gewisse Verschiebungen im Kulturetat stehe Geld zur Verfügung. Die auswärtigen Künstler des Sommerfestivals im Haberkasten-Innenhof bekommen trotz der Reduzierung der Zuschauerzahl ihre vor Corona vereinbarten Gagen.

Gagen für alle Künstler

Neben zwei Bühnen im Inn-Stadtpark und am Stadtwall bleibt auch die Bühne im Haberkasten-Innenhof nach dem Sommerfestival stehen. Sie darf aber nur an 18 Tagen genutzt werden, betont Kulturamtsleiter Gruber. Daran hätten auch Gespräche mit dem Landratsamt nichts geändert. Im Gegenteil. „Es gab die klare Ansage: Rührt die bestehende Genehmigung nicht an, die würdet ihr heute so nicht mehr bekommen.“ Die Stadt fürchtet, dass die Erlaubnis von 1999 heute strenger ausfallen würde.

Verlängerung der Haberkastennutzung nicht möglich

Auch Bürgermeister Hetzl sagt, dass das Landratsamt „sehr negativ“ reagiert habe. Grund seien strengere Lärmschutz-Regeln. Den Zeitraum, in dem der Innenhof genutzt werden darf, hat das Landratsamt aber bis in den September verlängert. Er gilt, bis die 18 Veranstaltungstage ausgeschöpft sind.

Kulturreferentin hat sich für alternative Programm eingesetzt

Kulturreferentin Claudia Hungerhuber (SPD) hat sich seit dem vergangenen Sommer massiv für ein alternatives Kulturprogramm eingesetzt und war in die jetzigen Planungen eingebunden. Sie sagt: „Mit dem Konzept bin ich sehr zufrieden.“ Ihr sei es vor allem darum gegangen, heimischen Künstlern Auftrittsmöglichkeiten zu schaffen. „Die Stadt sollte den Rahmen stellen in Form von Bühnen, Technik und einer adäquaten Gage.“

So berichteten wir über die Diskussion: Weiter Streit über Kultur im Mühldorfer Corona-Sommer – Jetzt soll es ein Arbeitskreis richten

Hungerhuber bedauert, dass das Landratsamt einer Erweiterung der Spieltage für die Bühne im Haberkasten nicht zugestimmt habe, „da gerade Open-Air-Veranstaltungen sehr sicher sind“. Hungerhuber hofft, dass das Programm Angebote für Jüngere enthält und möglichst viele regelmäßige Auftritte. Von dieser Belebung der Altstadt könnten auch Geschäfte und Gasthäuser profitieren.

Auftrittsmöglichkeiten und Programm beim Mühldorfer Kultursommer

Den Auftakt zum Mühldorfer Kultursommer machen am kommenden Samstag, 5. Juni, acht Künstler und Gruppen, die zeitgleich an acht Orten in der Innenstadt auftreten. „Walking Acts“, nennen Bürgermeister Michael Hetzl und Kulturamtsleiter Walter Gruber diese Auftritte, die am Samstag zweimal zu sehen sind. Einmal von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19 Uhr.

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Die Künstler stehen etwa 15 Minuten auf der Bühne, bevor sie zur nächsten weiterziehen. Es gibt Lesungen, Tanzlmusi, Theaterstücke, Zauberei. „Wenn die Walking Acts gut ankommen, kann man das auch häufiger machen“, sagt Gruber.

Bühne im Innstadtpark

Eine Bühne stellt die Stadt auch im Innstadtpark auf, Hetzl spricht vergnügt von den „Mühldorfer See-Festspielen“ am dortigen Brunnen. Sie wird überdacht sein, es gibt Strom, dazu eine Hütte für Material und ein WC. „Dort können zum Beispiel Musikgruppen mit eigener Technik auftreten. Bei der Stadt gibt es einen Ansprechpartner für die Technik.

Die zweite Auftrittsmöglichkeit soll es am Stadtwall geben und für Veranstaltungen zur Verfügung stehen, die ohne große Technik auskommen. Zauberei, Lesungen, Theateraufführungen soll es nach dem Willen der Stadt dort geben. Klappstühle will die Stadt zur Verfügung stellen.

Haberkastenbühne bleibt 18 Tage lang stehen

Auch die Bühne im Haberkasteninnenhof bleibt nach dem samt Sommerfestival samt Technik erhalten, für den Freitag nach den Festivalauftritten haben sich hemische Musiker angesagt, am Samstag gibt es einen Musiknachtshow-Konzert, sonntags einen Frühschoppen mit heimischen Blaskapellen. Danach bleibt die Bühne stehen, die Technik wird aber abgebaut, damit auch der Zugang zu Stadtbücherei wieder möglich sein wird.

Sommerfestival fast wie geplant – aber mit weniger Zuschauern

Im überdachten Haberkasten-Innhof treten bis auf zwei Ausnahmen die Künstler auf, die die Stadt schon für das vergangene Jahr gebucht hat. Ausnahme sind die Auftritte von Sascha und Laith la-Deen, sie werden um ein weiteres Jahr verschoben. Den Auftakt macht am 10. Juli Dreiviertelblut, danach geht es nahezu im Tagesrhythmus weiter mit Sternschnuppe, Willy Astor, Schmidbauer und Kälberer, Felderspiel, Helmut A. Bintzer, Wolfgang Haffner Trio, Federspiel. Einige Künstler spielen zweimal, weil im bestuhlten Innenhof statt 500 Zuschauern maximal 150 Platz finden.

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