Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Corona und die Folgen

Mühldorfer Aktivsenioren unfreiwillig in Kurzarbeit – Zahl der Beratungen drastisch gesunken

Das Aktiveseniorenteam des Landkreises gehört zum Verbund in Südostoberbayern mit den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgaden: Klaus Buschhausen, Josef Grandl, Michael Mauer und Josef Fromberger (von links).
+
Das Aktiveseniorenteam des Landkreises gehört zum Verbund in Südostoberbayern mit den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgaden: Klaus Buschhausen, Josef Grandl, Michael Mauer und Josef Fromberger (von links).
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
    schließen

Die Corona-Pandemie hat auch die Aktivsenioren in Mühldorf stark eingeschränkt. Die Zahl der Beratungen ist deutlich zurückgegangen. Dabei hätten viele Firmen gerade jetzt Unterstützung nötig.

Mühldorf – Eine etwas andere Form der Kurzarbeit hat Corona den Aktivsenioren in Süd-Ost-Bayern beschert. Die Zahl der Beratungen ist in den vergangenen Monaten drastisch gesunken. Jetzt wollen die Berater mit neuen Ideen wieder Kontakt zu Existenzgründern aufnehmen und sich auch stärker um Jugendliche kümmern.

Lesen Sie auch: Bund verlängert Corona-Hilfen: Milliarden Euro für mehrere Branchen

Michael Mauer, Mitglied des vierköpfigen Teams im Landkreis Mühldorf sagt: „Mit Corona ging die Beratungstendenz nach unten.“ Dabei gebe es genügend Beratungsbedarf am Ende der dritten Welle. „Gastros und Kinos sind besonders betroffen, aber auch viele, die sich jetzt aus der Kurzarbeit heraus selbstständig machen wollen.“

Reicht die Geschäftsidee?

Besonders sie könnten die Aktivsenioren hilfreich sein: „Wir können überprüfen, ob ihre Geschäftsidee reicht.“

Auch interessant: Betriebsimpfungen starten – bayerische Wirtschaft klagt über zu wenig Impfstoff

Mauer, 62, erzählt von einer Köchin, die aus Kurzarbeit heraus Kochangebote für zu Hause machen will. In solchen Fällen schauen die Aktivsenioren auf den Business-Plan, beurteilen die Erfolgsaussichten, überprüfen, ob die Voraussetzungen beim Unternehmer gegeben sind, ob persönliche und fachliche Qualität ausreichen.

Beratung in vielen Bereichen

Darüber hinaus gibt es auch Beratungen zu den Themen Insolvenz, Digitalisierung, Corona-Folgen. Für die „Agentur für Arbeit“ und „Jobcenter“ erstellen die Aktivsenioren als fachkundige Stelle auch Tragfähigkeitsbescheinigungen für Existenzgründer.

Hier kommen Sie zu den Sprechtagen der Aktivsenioren

Grundsätzlich suchen nach Mauers Angaben auf dem Land eher Einzelne die Beratung durch die Aktivsenioren, oft vermittelt durch das Arbeitsamt. Mittelständische Firmen seien seltener unter den Mandanten. Mauer betont, dass die vier Berater aber kleine Unternehmen begleiten. Das regionale Einzugsgebiet reicht dabei von Neumarkt-St. Veit bis Traunstein, von Burghausen bis Rosenheim.

Die heimischen Aktivsenioren wollen künftig stärker in die Bildung einsteigen. Mauer spricht von Besuchen an Mittel-, Real- und Berufsschule, wo die Aktivsenioren unter anderem Beratungsgespräche trainieren.

Die Arbeit in Zahlen

Die Aktiv-Senioren Südostoberbayern haben 15 Berater: Berchtesgaden zwei, Traunstein drei, Rosenheim vier, Altötting zwei, Mühldorf vier. Die Anzahl der Beratungen ging seit Oktober um 33 Prozent auf 24 zurück.

50.000 Arbeitsplätze geschaffen

Die Aktivsenioren wurden nach Angaben der bayerischen Dachorganisation 1984 als gemeinnütziger Verein gegründet. Seitdem unterstützen nach Angaben des Dachverbands Bayern über 400 ehemalige Unternehmer, Selbstständige und Führungskräfte im Ruhestand aus den verschiedenen Branchen der Wirtschaft und Verwaltung, ehrenamtlich mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung Existenzgründer, Freiberufler und Schulabgänger. Beratungsgebiet ist Bayern mit den regionalen Beratern in München mit Umland, Mittel/Ober/Unterfranken, Niederbayern, Oberbayern-Nord/Südost/Südwest, Oberpfalz und Schwaben

Auch Südtirol dabei

Seit 2010 ist auch Südtirol, auf Wunsch der Handelskammer Bozen dabei. Bislang wurden 30.000 Existenzgründungen angeschoben und etwa 50.000 Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen. Zur Region Oberbayern-Südost gehören die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Rosenheim, Traunstein. Dort sind derzeit insgesamt 14 Berater tätig.

Mehr zum Thema

Kommentare