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Aufwendige Polizeieinsätze am Montag

Festnahme! Tatverdächtigen nach mysteriösen Postsendungen in Mühldorf verhaftet

Besucher der Außenstelle Asyl des Landratsamtes standen wegen des Polizeieinsatzes vor verschlossener Tür.
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Besucher der Außenstelle Asyl des Landratsamtes standen wegen des Polizeieinsatzes vor verschlossener Tür.
  • Christa Latta
    VonChrista Latta
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Aufregung in Mühldorf: Die Außenstelle Asyl des Landratsamtes und weitere Empfänger erhielten am Montag anonyme Pakete. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Mittlerweile gab es sogar eine Festnahme. Was bekannt ist.

Update, 17.16 Uhr - Mehrere verdächtige Postsendungen in Mühldorf: Festnahme

Am Montagmorgen (30. Mai) gegen 7.10 Uhr, wurde die Polizeiinspektion Mühldorf über eine verdächtige Postsendung in der Außenstelle Asyl des Landratsamtes Mühldorf am Inn informiert. Die Postsendung wurde umgehend durch eine Streife in Augenschein genommen. Da mehrere Unstimmigkeiten an der Postsendung vorlagen bzw. verdächtig waren, wurde das Gebäude geräumt. Auch wurde die nähere Umgebung abgesperrt. Zur weiteren Überprüfung der Postsendung wurden Spezialisten der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts angefordert. Die Überprüfung zeigte, dass von der Postsendung keine Gefahrenmomente ausgingen. Gegen 11.30 Uhr konnten die Absperrungen dann aufgehoben werden.

Parallel zu diesem Vorfall wurde gegen 8.15 Uhr in den Büroräumen am Katharinenplatz eine zweite verdächtige Postsendung mitgeteilt. Ergänzend wurden im Zuge der polizeilichen Ermittlungen am Amtsgericht Mühldorf weitere verdächtige Postsendungen festgestellt. Auch diese Postsendungen wurden von der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts an den jeweiligen Objekten überprüft. Gefahrenmomente konnten jedoch wieder ausgeschlossen werden. Ebenfalls verdächtige Postsendungen am Finanzamt Mühldorf a.mInn konnten ohne weitere technische Überprüfung als ungefährlich überprüft werden. 

Nach Auswertung der festgestellten Beweismittel zeichnete sich ab, dass die beschriebenen Postsendung von einem Absender stammen. Dieser konnte identifiziert werden. Bei der Person handelt es sich um einen 39-jährigen, rumänischen Staatsangehörigen, wohnhaft im Landkreis Mühldorf am Inn.

In Abstimmung mit dem Amtsgericht Mühldorf wurde die Person an der Wohnanschrift in Gewahrsam genommen und einer ärztlichen Begutachtung zugeführt. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich der 39-Jährige in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Der 39-Jährige wurde zur weiteren Behandlung an eine Fachklinik überstellt.

Die weiteren Ermittlungen liegen bei der Polizei Mühldorf a. Inn. Der Sachverhalt wird auch der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt.

Die Polizeiinspektion Mühldorf a. Inn wurde bei der Einsatzabwicklung von Einsatzkräften des Bayer. Landeskriminalamtes, der KPS Mühldorf a. Inn, der Zentralen Ergänzungsdienste Traunstein, der Polizei Altötting sowie des Bundespolizeireviers Mühldorf am Inn unterstützt. Ebenfalls vor Ort waren Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Mühldorf, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie Einsatzkräfte des Rettungsdienstes.

Vorbericht:

Große Aufregung herrschte am Montag, 30. Mai, nicht nur in der Außenstelle Asyl des Landratsamtes am Bahnhoffußweg. Ein Mitarbeiter hatte ein verdächtiges Paket ohne Absender in der täglichen Post entdeckt. Die alarmierte Polizei räumte das Gebäude und sperrte es ab 8.30 Uhr gut zwei Stunden lang weiträumig für Fußgänger und Anlieger ab. Vor Ort und im Gebäude waren die Polizei aus Mühldorf, Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA), die Feuerwehr Mühldorf sowie das BRK Mühldorf und der Einsatzleiter Rettungsdienst im Einsatz.

Pakete an Asylamt, Gericht und Anwalt

Auch an zwei weiteren Stellen in Mühldorf waren am Montag verdächtige Postsendungen entdeckt worden. Das Amtsgericht Mühldorf und eine Rechtsanwaltskanzlei bekamen ebenfalls Pakete ohne Absender.

„Zum Inhalt dieser anonymen Postsendungen sowie zu deren Aufmachung und weiteren Beschriftung machen wir keine Angaben“, teilte Polizeisprecher Alexander Huber vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen mit. „Das ist Sache der laufenden polizeilichen Ermittlungen.“

„Die Spezialisten des LKA haben überprüft, ob von den verdächtigen Paketsendungen eine Gefahr ausging“, so Huber. „Das LKA hat nichts in der Postsendung gefunden, was gefährlich war. Es bestand keine Gefahr für die Mitarbeiter des Landratsamtes oder die Bevölkerung.“

Im schweren Schutzanzug wurde das Paket von LKA-Spezialisten überprüft.

Inhalt ungefährlich, Ermittlungen laufen

Die polizeilichen Ermittlungen laufen trotz dieser ersten Entwarnung weiter, erklärte der Polizeisprecher weiter: „Mit Hochdruck wird jetzt nach dem Absender gesucht. Sollte dieser tatsächlich gefunden werden können, kann er nach seinem Motiv befragt werden.“

+++ Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf +++

Die Außenstelle Asylangelegenheiten und Ausländeramt des Landratsamtes Mühldorf blieb wegen des Polizeieinsatzes den ganzen Montag geschlossen. Mehrere Besucher verschiedener Nationalitäten standen ratlos vor verschlossener Tür. Nur ein kleines „Sorry, we‘re closed“-Schild im Fenster machte auf die ungeplante Schließung aufmerksam.

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