Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Anmeldung für Kindergärten möglich

Mühldorf unterstützt ukrainische Flüchtlinge – Helfer tauschen sich über Hilfsangebote aus

Die Runde der Hilfswilligen im Pfarrsaal Altmühldorf.
+
Die Runde der Hilfswilligen im Pfarrsaal Altmühldorf.
  • Christa Latta
    VonChrista Latta
    schließen
  • Hans Rath
    Hans Rath
    schließen

Auf Initiative der Mühldorfer Bezirksrätin und Sozialreferentin Claudia Hausberger trafen sich Hilfswillige von Mühldorfer Institutionen sowie Privatpersonen im Pfarrsaal von St. Laurentius in Altmühldorf, den Pastoralreferentin Claudia Stadler zur Verfügung gestellt hatte.

Mühldorf – Die Anwesenden setzen sich für ukrainische Flüchtlinge ein. Nach Angaben von Hausberger sind derzeit 168 Personen in Mühldorf, die aus der Ukraine, aber auch Aserbaidschan geflohen sind.

Zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag bat Bürger, die ukrainische Kriegsflüchtlinge aufnehmen, um die Registrierung der Flüchtlinge bei der Stadt.

Martina Wastlhuber vom BRK, Ehrenamtskoordinatorin im Landkreis, ist Teil der Integrationsberatung, und kümmert sich um die ersten Schritte der Flüchtlinge. Sie betont, dass jeder, der Flüchtlinge aufnimmt, seine Haftpflichtversicherung daraufhin überprüfen soll, ob sie das Engagement für das Ehrenamt beinhaltet. Bei Registrierung bietet die Integrationsberatung eine kostenlose Ehrenamtsversicherung.

Matthias Wagner und Stefan Wolf vom Ruperti-Gymnasium berichteten von einer Willkommensgruppe, die 20 Schüler betreut. Zwei Damen mit Ukrainisch-Kenntnissen wurden gefunden. Die Kinder besuchen den Regelunterricht, werden aber auch gemeinsam unterrichtet.

Vorsorgeimpfung für Kinder

Martin Wiedemannott, Rektor der Grundschulen Mühldorf und Altmühldorf, verzeichnet nur einen ukrainischen Schüler. Eine Anmeldung für städtische Kindergärten oder Kitas ist laut Fabian Zierhofer ab sofort möglich.

Fritz Waldinger, Leiter des Ordnungsamtes Mühldorf, bat um die Registrierung aller Flüchtlinge im Einwohnermeldeamt und im Mettenheimer Drehkreuz. Nur dann erhalten sie Grund- oder Krankenversicherung.

Hausberger teilte mit, dass ein Impftermin für ukrainische Kinder für die in Deutschland übliche Vorsorge gegen Mumps, Masern, Röteln und Kinderlähmung am Dienstag, 12. April, von 9 bis 12 Uhr, im Haberkasten stattfindet.

Franziska Münch von der Caritas stellte den Jugend-Migrationsdienst für Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren und die Integrationsberatung für Erwachsene vor. Zudem bietet die Caritas eine Rückkehrberatung.

Im Berufsbildungswerk Don Bosco in Waldwinkel wurde ein Deutschkurs für ukrainische Jugendliche eingerichtet. Ein Vertreter der Fachakademie für Sozialpädagogik in Starkheim lobte die Spendenbereitschaft der Studierenden. Die Fachakademie stellt auch Räume zur Verfügung.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Mühldorf finden Sie hier +++

Paul Obermayer vom Jugendparlament Mühldorf stellte eine Website und einen Flyer für Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche vor, den Waldinger versenden wird. Das Jugendzentrum lädt ukrainische Jugendliche zu einem Besuch im Zentrum ein, und will sie auch im Ferienprogramm ansprechen.

+++ Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf +++

Stadträtin Claudia Hungerhuber regte wöchentliche Treffen für Ukrainer an, die Alexandra Nettelnstroth vom Haus der Begegnung nach den Osterferien veranstaltet.

Zum Abschluss wurde besprochen, dass arbeitswillige Ukrainer arbeiten dürfen. Bald werden Deutschkurse für Erwachsene angeboten. Wer Flüchtlinge aufnehmen will, wendet sich an Hausberger unter Telefon 0176/50035650.

Infobox: 88 Kinder aus der Ukraine gehen schon im Landkreis zur Schule

Bis Donnerstag, 7. April, waren im Landkreis 1046 Flüchtende aus der Ukraine registriert, meldete das Landratsamt. 709 Personen aus dem Kriegsgebiet sind in privaten Wohnungen untergebracht, 308 Personen leben in dezentral angemieteten Unterkünften des Landkreises. Als Drehkreuz für die geordnete Unterbringung und Versorgung der Flüchtenden fungiert der Kulturhof Mettenheim. Dort hielten sich am Donnerstag insgesamt 29 Personen auf. Die Neuankömmlinge werden registriert, corona-getestet und erstversorgt. Innerhalb von maximal 48 Stunden erfolgt dann der Umzug in eine private oder dezentral angemietete Unterkunft im Landkreis. Von den 1046 registrierten Geflüchteten aus der Ukraine sind 129 zwischen 0 und 5 Jahren und 141 zwischen 6 und 10 Jahren alt, 160 gehören der Altersgruppe von 11 bis 17 an. 544 sind zwischen 18 und 65 Jahre alt. Über 65 Jahre sind 72 Personen.

Derzeit besuchen zwei Kinder aus der Ukraine eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten im Landkreis Mühldorf. 41 Jungen und Mädchen nehmen am Unterricht in einer Grundschule teil. 47 Kinder und Jugendliche besuchen eine weiterführende Schule im Landkreis.

Wer bei Unterkunft und Betreuung der Flüchtlinge helfen will, kann sich per E-Mail unter ukrainehilfe@lra-mue.de an das Landratsamt wenden oder unter www.lramue.de/ukrainehilfe sein Hilfsangebot mitteilen.

Kommentare