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Debatte um Sportgelände im Altmühldorfer Tal

„TSV nimmt dem FC nichts weg“ – So reagieren Stadt und Vereine auf Vorwürfe der Mühldorfer SPD

Die TSVler wollten die Felder für die Anlieferung des Beachvolleyballsands vom Münchner Königsplatz vorbereiten – dafür lag noch keine Baugenehmigung vor und der Bau wurde vom Landratsamt gestoppt.
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Die TSVler wollten die Felder für die Anlieferung des Beachvolleyballsands vom Münchner Königsplatz vorbereiten – dafür lag noch keine Baugenehmigung vor und der Bau wurde vom Landratsamt gestoppt.
  • Christa Latta
    VonChrista Latta
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In Altmühldorf sollen Plätze fürs Beachvolleyball entstehen. Der SPD-Ortsverein Mühldorf hat am Vorgehen des TSV Mühldorf und der Stadt heftige Kritik geübt. Es wurde der Vorwurf geäußert, dass der FC Mühldorf in der Sache benachteiligt wurde. Die Reaktion folgt auf den Fuß.

Mühldorf – „Misst die Stadt mit zweierlei Maß?“, mutmaßt der SPD-Ortsverein in einer Pressemitteilung zu den in Alt-Mühldorf entstehenden Beachvolleyballplätzen des TSV Mühldorf.

Laut SPD-Ortsverein hätte der FC Mühldorf das Gelände weiterhin gern weiter genutzt, für eine zentralisierte Ein-Standort-Lösung für alle FC-Fußballplätze. Das sei dem FC aber mit Hinweis auf die Hochwassergefahr von der Stadt verweigert worden. Die Volleyballer vom TSV dürften aber an dieser Stelle sechs neue Beachplätze errichten.

Hetzl: „Ich stehe zu beiden Vereinen“

„Die Stadt oder der TSV machen dem FC keine Anrechte streitig, vielmehr besteht zwischen den beiden Vereinen Einigkeit über die künftige Platzverteilung“, stellt Bürgermeister Michael Hetzl zum Vorwurf „zweierlei Maß“ fest. „Ich stehe zu beiden Vereinen. Schon länger steht der Beschluss des FC zu einer Zwei-Standort-Lösung am ESV-Gelände und in Mößling.“ Die Ein-Standort-Lösung sei veraltet, stamme noch aus dem Mühldorfer Bürgermeister-Wahlkampf im Jahr 2014.

In 1988 sei das Gelände im Altmühldorfer Tal zudem als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen worden. Dort eine Fußballstätte mit Kunstrasen und Tribüne für rund fünf Millionen Euro zu erreichten, sei deshalb wasserrechtlich gar nicht möglich und wäre außerdem ein zu großes Risiko bei Überschwemmungen. Dagegen seien die Sandplätze der Volleyballer kein Hochwasserhindernis und das Risiko mit der geplanten Investition von 175.000 Euro bei Weitem niedriger.

„Zwischen TSV und FC besteht ein gutes Verhältnis“, unterstreicht auch TSV-Vorsitzender Stefan Schörghuber. „Unsere sechs neuen Plätze ersetzen nur die früheren Tennisplätze, die Fußballplätze des FC im Tal bleiben wie sie sind.“

Für die Beachplätze ist dem TSV sogar ein besonderer Coup gelungen. „Die mit 60 Lastern angelieferten 1700 Tonnen Sand stammen von den European Championships vom Münchner Königsplatz“, erklärt Schörghuber. „Damit haben wir für den Sand rund 40.000 Euro eingespart und nutzen den gebrauchten weiter.“

Die Beachplätze werden nur die alten Tennisplätze ersetzen, der Fußballplatz des FC bleibt unberührt.

Um diesen Sand gleich in eingefasste Felder schütten lassen zu können, haben die Ehrenamtlichen des TSV hingelangt und Einfassungen betoniert. „Da waren sie zu engagiert und haben mit den Fundamenten zu viel gemacht“, so Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. Es folgte der Baustopp durch das Landratsamt. Jetzt müssen die 1700 Tonnen Sand zweimal bewegt werden. Aktuell klärt der TSV die noch ausstehenden Genehmigungen mit dem Landratsamt ab.

„Um die Anwohner im Altmühldorfer Tal umfassend zu informieren, wollen wir zu einem Vor-Ort-Termin mit Stadt, Landratsamt und beiden Vereinen im Vereinsheim einladen“, stellt Hetzl in Aussicht.

Robert Salzberger, Vorsitzender des FC Mühldorf, wollte gestern keine Stellungnahme zum Thema Altmühldorf abgeben. Er wolle sich in der Vorstandschaft darüber abstimmen, was aber wegen Urlaub noch etwas dauern werde.

+++ Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf +++

Der SPD-Fraktion im Stadtrat Mühldorf war im Vorfeld der Inhalt der Pressemitteilung des SPD-Ortsverbands nicht bekannt. „Es steht den Mitgliedern natürlich frei, ihre Meinung zu äußern“, so Stadträtin und Co-Vorsitzende der SPD Angelika Kölbl. Sie möchte aber lieber im Stadtrat auf Information drängen.

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