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Verkauf zum Jubiläum 2021

So riecht die Schule - Schüler des Ruperti-Gymnasiums kreieren Parfum zum 100. Geburtstag

Abfüllen: Laura Sacaciu, 17, füllt das Parfum aus den Kanistern in die Hilfsflaschen. Fotos Hoffmann
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Abfüllen: Laura Sacaciu, 17, füllt das Parfum aus den Kanistern in die Hilfsflaschen. Fotos Hoffmann

Das P-Seminar Französisch hat sich zum Jubiläum des Mühldorfer Gymnasiums etwas ganz Besonderes überlegt: Die Schülerinnen und Schüler haben ein eigenes Parfum kreiert und werden es im nächsten Jahr zum Jubiläum verkaufen. Jetzt wurde es abgefüllt. Der Name: 100.

Mühldorf – Bevor das P-Seminar Französisch sein Jubiläums-Parfüm zum 100. Geburtstag des Rupertigymnasiums in Mühldorf Parfum auf den Markt bringen können, müssen sie noch einmal Hand anlege. So warten die 15 Schüler gespannt, sie haben lange auf diesen Tag hingearbeitet: Ihr Parfum wartet in Kanistern darauf, in 550 Flakons abgefüllt, verschlossen und etikettiert zu werden. Von den ersten Duftexperimenten bis zum Marketingkonzept und dem Vertrieb haben sie in jedem Schritt selbst Hand angelegt.

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Französischlehrerin Carola Wiesmeier ist stolz auf das Errreichte. Sie hatte das Seminar angeboten und musste erst einmal Sponsoren auftun.

Spender und Schüler finanzierten 5000 Euro

Ganze 5000 Euro hat das Seminar bisher investiert. „Ohne Sponsoren hätten wir das nicht geschafft. Globus zum Beispiel hat uns 2000 Euro gespendet, die Sparkasse 550 Euro und noch viele weitere Spenden haben wir erhalten. Da bin ich sehr dankbar dafür.“ Zusätzlich haben die Schüler Masken und Taschen selbst genäht und verkauft, um die Kosten reinzuholen.

Abschneiden: Simone Limmer, 17, bringt die Steigröhrchen auf die richtige Länge.

Zusammenarbeit mit einem Parfumeur

Geholfen hat dem Kurs ein Profi. Uwe Manasse hat in Köln sein eigenes Duftwerk. Er fand die Arbeit mit den Schülern gut. „Das hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn man die Schüler erst mal rauslocken musste. Viel angenehmer zumindest als für so einen B- oder Z-Promi was zu machen, da hat man weniger mit Allüren zu kämpfen“, lacht der Parfumeur, der per Videotelefonat dem Seminar die Abfüllung erklärt.

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Alles liegt schon bereit, die Kanister stehen auf den Tischen. Handschuhe sind Pflicht, damit alles hygienisch abläuft, Masken derzeit sowieso. Es werden Teams gebildet. Jedes führt einen bestimmten Arbeitsschritt aus. Ein Team schüttelt regelmäßig die Kanister auf, bevor es das Parfum in Laborfläschchen umfüllt. Eines schneidet die Steigröhrchen auf die richtige Länge zu. Eines füllt die Flakons und drückt mit einer Plastikhilfe den Zerstäuber drauf. Eines etikettiert die fertigen Flakons.

Die Mischung macht’s

Richard Schwamberger, einer der Schüler, zeichnet für die Duftmischung verantwortlich und hat auch das Etikett gestaltet. „Alle haben einen Duftentwurf gemacht. Ich habe einfach die Sachen, die am besten gerochen haben, zusammengeschüttet. Wir mussten die jeweiligen Mengen notieren. Am Ende haben wir gemeinsam entschieden, was am besten gerochen hat. Uwe hat den Entwurf dann noch etwas ausgewogener gestaltet.“

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Das fertige Parfum ist ordentlich zertifiziert wie jedes Parfum auf dem Markt, sodass es keine dermatologischen Bedenken gibt. Uwe Manasse gibt den Schülern mit auf den Weg: „Am Ende steht die Frage: Sieht so ein Luxusprodukt aus? Deshalb macht ihr das alles in Ruhe.“

Flakons: Richard Schwamberger, 17, befüllt die Flakons vorsichtig mit 50 ml Parfum.

Verkauf zum Jubiläum 2021

Konzentriert arbeiten die Schülerinnen des P-Seminars am ersten Flakon gearbeitet, den Carola Wiesmeier schließlich stolz präsentieren darf: 100. Ruperti Gymnasium Mühldorf.Wenn möglich, soll es am 21. Januar 2021 es eine große Vorstellungs-Party geben, wenn auch die anderen W- und P-Seminare der Schule ihre Projekte präsentieren.

Erstausgabe: Lehrerin Carola Wiesmeier hält das erste fertige Jubiläumsparfum in den Händen

Verkauf in der Pause und im Globus

Darüber hinaus wird das Parfum durch Pausenverkäufe und Aktionen bei Globus vermarktet werden. Wann und in welcher Form genau, steht noch nicht fest. Ebenso, wie die Verwendung eines eventuellen Gewinns - „wohl auch, weil ein Überschuss noch nicht in der Vorstellungskraft liegt“, vermutet Carola Wiesmeier.

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