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Mehr Blumenwiesen in der Region

Eh-da-Flächen nehmen im Landkreis Mühldorf zu

Auch in diesem Jahr soll die Zahl der Blumenwiesen an den Kreisstraßen im Landkreis Mühldorf mehr werden.
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Auch in diesem Jahr soll die Zahl der Blumenwiesen an den Kreisstraßen im Landkreis Mühldorf mehr werden.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Eh-da-Flächen im Landkreis Mühldorf sind meist kleinere straßenbegleitende oder nur schwierig zu pflegende Flächen, die aufgrund ihrer Größe, ihrer Lage oder ihrer sonstigen Beschaffenheit in der Regel keiner landwirtschaftlichen Nutzung unterliegen.

Mühldorf - Die Flächen werden regelmäßig von der Straßenmeisterei des Landkreises gemäht, sodass sie nicht mit Büschen zuwachsen und verwildern.

12.000 Euro für mehr Blumenwiesen

Einstimmig hat der Ausschuss für Umwelt, Nahverkehr, Natur und Tourismus jetzt beschlossen, diese Flächen im Landkreis Mühldorf aufzuwerten. Die Kosten dafür betragen rund 12.000 Euro. Die kommunale Hoch- und Tiefbauverwaltung des Landkreises Mühldorf a. Inn hat gemäß Kreistagsbeschluss vom 24. Juli 2020 mit der Anlage von Blühwiesen auf seinen vorhandenen Eh-da-Flächen begonnen und trägt somit einen wichtigen Teil dazu bei, um zukünftige Maßnahmen zum Insektenschutz umzusetzen. Bei den Eh-da-Flächen des Landkreises handelt es sich überwiegend um kleinere Flächen, die Kreisstraßen begleiten.

Die Pflege der Flächen soll künftig durch extensive Mahd mit verzögertem Abtransport das Mähguts durchgeführt werden. Optimal sei es, die Umsetzung mit tierschonenden Werkzeugen und Maschinen durchzuführen.

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Insgesamt besitzt der Landkreis Mühldorf 53 Kreisstraßen mit einer Gesamtlänge von rund 300 Kilometern. Zum gesamten Kreisstraßennetz gehören rund 320.000 Quadratmeter „Begleitgrün“ in Form von Böschungen.

Doch nicht alle dieser Flächen können umgewandelt werden: „Langfristig gesehen könnte man rund 50.000 bis 60.000 Quadratmeter entlang des Kreisstraßennetzes zu Blühflächen machen.

In den vergangenen Wochen wurden weitere 2.000 Quadratmeter Blühwiesen auf den vorhandenen Eh-da- Flächen durch den Saatguthersteller Georg Hans aus Obertaufkirchen vorbereitet und mit dem Saatgut aus der heimischen Region angesät. Die Saatgutmischung mit dem Namen „Blühendes Inntal“ ist auf die Region abgestimmt und besitzt mit ihren rund 40 verschiedenen Kräutern einen entsprechend hohen Kräuteranteil von rund 86 Prozent. 14 Prozent der Mischung sind heimische Gräser.

2021 werden im Landkreis Mühldorf insgesamt 9.000 Quadratmeter Eh-da-Flächen in Blühwiesen umgewandelt.

„Die Blühflächen sind ein wichtiger Beitrag für die Insektenvielfalt und insbesondere für die Bienen“, stellt Landrat Max Heimerl fest. „Dabei sind die Blühflächen sowohl für das menschliche Auge eine Bereicherung als auch für die heimischen Insekten, denen sie Schutz und Nahrung bieten.“

Auf Initiative des ehemaligen Mühldorfer Bürgermeistersprechers Dr. Karl Dürner wurde das Projekt der Eh-da-Flächen im Landkreis Mühldorf vorgestellt. Eh-da-Flächen sind Flächen, die in der Agrarlandschaft und in Siedlungsbereichen vorhanden sind, aber keiner wirtschaftlichen Nutzung oder naturschutzfachlicher Pflege unterliegen. Sie bieten Potenzial zur ökologischen Aufwertung. Dürner hat sich mit dem Konzept an Umweltminister Glauber gewendet und um Unterstützung bei der Umsetzung in den Städten und Gemeinden gebeten.

Dürner beantragte, derartige Maßnahmen etwa im Sinn einer Aufnahme in die Ökokonten der Kommunen zu prüfen. Dieser Ansatz soll landkreisweit mit der Einbeziehung der Landschaftspflegeverbände umgesetzt werden“, regte Dürner an. Der Umweltminister schlug vor, dass der Landschaftspflegeverband Mühldorf einen entsprechenden Förderantrag zur Erfassung der ökologischen Optimierung von Eh-da-Flächen im Landkreis bei der Naturschutzverwaltung einreichen solle. Im Projekt „natürlich Bayern“ und im Rahmen des „Blühpaktes Bayern“ stellt das Bayerische Umweltministerium eine Infokampagne für mehr Insektenvielfalt in den Gemeinden vor.

126 Paten für mehr Pflanzenvielfalt

„Unser Ziel ist die Saatgutgewinnung vor Ort, die Aufwertung von Flächen durch gezielte Pflege oder Nachsaat, die Beratung von Kommunen, Kirchen, Betrieben, Vereinen, Landwirten und Privatpersonen. Dazu kommt die Schulung von kommunalen Bediensteten zur insektenfreundlichen Bewirtschaftung von Flächen“, erklärte Dr. Karl Dürner.

126 Bürgerinnen und Bürger haben im letzten Jahr eine fünfjährige Patenschaft für Blühflächen übernommen. Im Landkreis Mühldorf sind 20.000 Quadratmeter dieser Flächen entstanden. Bauernverband und Maschinenring, die beide diese Aktion initiiert hatten, zogen im letzten Jahr eine positive Bilanz der Aktion.

Im Landkreis Mühldorf haben sich viele Organisationen und Verbände sowie die Städte und Gemeinden und der Landkreis Mühldorf im Bereiche der Blühstreifen und Blühwiesen engagiert.

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