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Appell vor einer vierten Coronavirus-Welle

Mühldorfer Arzt: Junge und Erwachsene sollen durch Impfung Verantwortung übernehmen

Coronavirus: Lage im Landkreis Mühldorf am 6. August 2021
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14 Menschen sind akut mit Corona infiziert. Am stärksten ist derzeit die Gemeinde Erharting betroffen. Insgesamt bewegen sich die Zahlen seit Wochen leicht schwankend auf sehr niedrigem Niveau.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Um einer weiteren Coronawelle vorzubeugen, ist nach Ansicht von Dr. Jonas Hähne die Impfung von Jugendlichen notwendig. Er appelliert an die Verantwortung für Eltern und Kinder und sagt ihnen, was sie tun können.

Mühldorf – Nach wie vor beherrscht die Delta-Variante des Coronavirus die Infektionen im Landkreis. Das bestätigte jetzt der Leiter des Mühldorfer Gesundheitsamts Dr. Benedikt Steingruber. Das gilt auch für infizierte Menschen, die aus dem Urlaub zurückkehren. Sie waren laut Steingruber alle mit der Delta-Variante infiziert.

Wie die Infektion mit dem Virus verläuft, leitet das Gesundheitsamt aus diesen Werten nicht ab: „Aufgrund der geringen Fallzahlen können wir keine Aussagen zum Krankheitsverlauf machen“, erklärt Steingruber. „Jedoch können wir die hohe Ansteckungsfähigkeit der Variante bestätigen“, betont er.

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Um die in den Griff zu bekommen, setzt der Landkreis weiter auf die Impfung von Menschen, auch von Jugendlichen.

Orientierungshilfe für die Diskussion

So setzt er nicht nur das mobile Impfmobil ein, das am Sonntag von 10 bis 17 Uhr am Wildpark in Oberreith steht. Er bietet auch am heutigen Samstag einen Impftag speziell für Jugendliche ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff von Biontech an.

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Es gibt laut Landratsamt spezielle dabei Beratungsmöglichkeiten durch Kinder- und Jugendärzte aus dem Landkreis, um die Fragen der Eltern zu beantworten. Die Zweitimpfung erfolgt nach drei Wochen.

„Das könnte in der anhaltenden Diskussion um die Ratsamkeit von Corona-Impfungen für die Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen eine Orientierungshilfe sein“, sagt Dr. Jonas Hähnel, Ärztlicher Leiter des Impfzentrums Mühldorf. Er appelliert an die Verantwortung der Erwachsenen: „Dass Corona kein täglicher Bestandteil der Nachrichten bleibt, wünschen wir uns alle. Dann muss aber auch jeder seinen Teil der Verantwortung dafür übernehmen. Bisher gibt es sicher weit mehr Ungeimpfte als triftige Gründe, die gegen eine Impfung sprechen würden.“

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Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren müssen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten ins Impfzentrum kommen. Für eine Impfung von Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren ist das Beisein eines Erziehungsberechtigten nicht notwendig, heißt es aus dem Landratsamt. Sie können selbst einwilligen. Der beratende Arzt entscheide im konkreten Einzelfall, ob der Jugendliche die für die Impfung erforderliche Einsichts- und Entscheidungsfähigkeit besitzt.

Lambda-Variante kaum gefährlicher

Noch keine Rolle spielt nach Angaben des Gesundheitsamts im Landkreis die neue Lambda-Variante, die vor allem aus Südamerika gemeldet wird. „Die Experten halten diese Variante für nicht besonders besorgniserregend“, sagt Steingruber. „Sie sei wohl etwas ansteckender als das ursprüngliche Virus, aber man vermute, dass diese Variante bald wieder von anderen verdrängt werde.“

Der Landkreis hat seinen Impfvorsprungaufgebraucht. Das ist gut an den Zahlen der Erstimpfungen zu erkennen, die inzwischen unter deutschem und bayerischem Durchschnitt liegen. Klinger

Es entstehen ständig neue Varianten

Denn auch das gehört zur Corona-Pandemie: „Es entstehen ständig neue Varianten. Die meisten sind nicht als besorgniserregend eingestuft“, sagt Steingruber.

Ob und wie die Impfstoffe wirken, sei allerdings noch offen. „Hier besteht wohl noch Forschungsbedarf. Wie eine neue Studie aus Japan zeigt, könnten Impfstoffe möglicherweise schlechter vor dieser Infektionsvariante schützen.“

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