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GLEICHMÄßIGE FUGEN, KEINE SCHMIEREREIEN

Mühldorf: Bei 14 Maurergesellen alles im Lot - Bauboom beschert beste Berufsaussichten

Wie Simon Bauer aus Kirchdorf-Moosham mit seinem Bruder Hannes und seinen Eltern Alfred und Monika (von links) zeigten die Gesellen stolz ihre Prüfungs-Arbeit.
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Wie Simon Bauer aus Kirchdorf-Moosham mit seinem Bruder Hannes und seinen Eltern Alfred und Monika (von links) zeigten die Gesellen stolz ihre Prüfungs-Arbeit.

14 junge Leute aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting mussten mauern und schalen, um ihren Gesellenbrief zu erhalten. Jetzt stellten sie ihre Gesellenstücke aus.

Mühldorf/Altötting – Ihre praktische Übung zum Erhalt des Gesellenbriefs haben 14 Maurergesellen aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf abgelegt. Die Gesellenstücke waren jetzt in einer Ausstellung zu sehen.

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Zwei Aufgaben mussten die angehenden Gesellen erledigen: Ein Stück Außenmauer samt Ecke, Fenster und Fenstersturz aufrichten und eine Schalung für das Ausbetonieren einer Trittstufe zimmern. Plan- und Zeitvorgaben bekamen sie für beides. Für das Mauern mit Kelle, Wasserwaage und Senklot hatte der Jahrgang 2021 viereinhalb Stunden Zeit und für das Zimmern mit Handsäge, Nägeln und Hammer zwei.

100 Prozent haben bestanden

Nachdem alle 14 die Prüfung bestanden hatten, lud Peter Heiß, Obermeister der Bauinnung Mühldorf-Altötting zum Tag ins Berufsbildungszentrum ein. „Wir wollen die Gesellenstücke den Familien, Lehrherren und auch den Freundinnen zeigen, bevor sie wieder abgerissen werden“, erklärte Heiß. „Mit ihnen wollen wir demonstrieren, dass es auch bei unserem Handwerk um Genauigkeit geht. Den Lehrherren wollen wir Gelegenheit geben, ihre Lehrlinge zu würdigen.“

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Am Vortag hatte der Prüfungsausschuss unter dem Vorsitz von Angela Kneissl, Lehrlingswart der Bauinnung aus Garching, die Gesellenstücke begutachtet. Je drei Vertreter der Lehrer, der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber zusammen mit je einem Stellvertreter teilten sich diese Aufgabe. Die Arbeitnehmerseite vertrat Manfred Winkler, Zweiter Bürgermeister Pleiskirchens, der dem Prüfungsausschuss seit 35 Jahren angehört.

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„Wir achten zuerst auf den ersten Gesamteindruck, weil auch ein Bauherr als Laie die Maurerarbeiten so beurteilt“, erklärte Winkler. „Wir schauen, ob die Maurer nicht so schmieren, ob ihre Fugenbreiten gleichmäßig sind und ob alle Lotpunkte trotz vieler Schichten, Ecken und Kanten stimmen.“ Zwar spiele auch die Zeitvorgabe eine Rolle, aber in diesem Jahr hätten auch zwei zu langsame Bewerber die Prüfung bestanden, weil sie sehr genau gearbeitet hätten.

Handwerker sind sehr gefragt

Die Ergebnisse der praktischen Prüfungen fließen mit denen der theoretischen Prüfungen in die Gesamtnote ein, die bei der Freisprechfeier verkündet wird. Erst dort werden besondere Leistungen hervorgehoben, weshalb die insgesamt 28 in Altötting gezeigten Gesellenstücke ohne Wertung nebeneinander ausgestellt wurden. Das berichtete Armin Riedel, stellvertretender Leiter des Bildungszentrums Mühldorf-Altötting, am Rande der Veranstaltung.

Laut Winkler sind die Azubis aus dem Maurerhandwerk wegen dessen guter Auftragslage derzeit sehr gefragt. Es werde um jeden gekämpft. Anders als im laufenden Jahr seien in den beiden Vorjahren sogar einzelne junge Damen ausgebildet worden.

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