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Mück distanziert sich von Identitärer Bewegung

Mühldorf. – Der wegen eines Facebookposts als Nikolaus entlassene Peter Mück hat sich gestern in einer schriftlichen Stellungnahme von der „Identitären Bewegung“ und der AfD distanziert.

Zugleich hält er an der Richtigkeit des Protests gegen die Kinderehe fest. „Die Kernaussage ,Kinderehe ist gleich Kindesmissbrauch‘ ist für mich dennoch richtig und vertretbar“, schreibt Mück. Aktivisten der „Identitären Bewegung“ hatten diese Aussage auf Spruchbändern vor Kindergärten in Mühldorf entrollt, Mück hatte Fotos dieser Aktion auf seinem Facebook auftritt geteilt und mit den Worten „Gut gemacht Jungs“ kommentiert.

Gestern rückte er von der „Identitären Bewegung“ ab, der der Verfassungsschutz Nähe zum Rechtsextremismuss bescheinigt. „Ich hätte mich vielleicht besser über die Identitäre Bewegung informieren müssen, das muss ich einräumen, aber ich bin weder Mitglied der Identitären Bewegung noch, wie mir ebenfalls unterstellt wurde, Mitglied der AfD, noch unterstütze ich Ihre Aktionen. Auch distanziere ich mich ausdrücklich von diesen Gruppierungen.“

Bürgermeisterin Marianne Zollner hatte Mück als Konsequenz aus diesem Post das Amt des Nikolauses auf dem Christkindlmarkt entzogen. Über das Gespräch, in dem sie Mück das Ende der Zusammenarbeit mitteilte, gibt es unterschiedliche Aussagen. So bestreitet Mück, dass es um die „Identitäre Bewegung“ gegangen sei. Thema sei vielmehr die Kinderehe gewesen. Zollner habe ihn aufgefordert, sich von der Aussage: „Kinderehe ist gleich Kindesmissbrauch“ zu distanzieren. Dazu sei er nicht bereit gewesen.

Zollner bezichtigt Mück der Verdrehung und Lüge. Auf Anfrage sagte sie, sie habe Mück Zitate aus Flugblättern der „Identitären Bewegung“ vorgelesen und gefragt, ob er damit einverstanden sei. „Er hat die Arme verschränkt und nichts gesagt.“ Sie habe ihn aufgefordert, sich von der Bewegung zu distanzieren, was er nicht getan habe.

Eine Rückkehr als Nikolaus schließt Mück aus. „Ich will es den Engerl und den vielen anderen Kindern ersparen, dass mir jemand beim Gaben verteilen am Christkindlmarkt zum Beispiel hinterher ruft: „Da ist er ja, der Nazi-Nikolaus“.

Bereits am Montag und damit vor Veröffentlichung des ersten Berichts hatte die Heimatzeitung Mück um eine Stellungnahme gebeten; sie ging gestern nachmittag ein. hon

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