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Unübersichtliche Stelle an Kreisstraße MÜ38

War Alkohol im Spiel? Motorradfahrer kracht zwischen Mettenheim und Ampfing in Fußgänger

Zwischen Mettenheim und Ampfing kam es zu einem Unfall mit Schwerverletzten.
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Zwischen Mettenheim und Ampfing kam es zu einem Unfall mit Schwerverletzten.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Zwei Schwerstverletzte forderte ein Unfall am späten Montagabend zwischen Mettenheim und Ampfing. Ein 20-jähriger Mettenheimer wurde dabei so schwer verletzt, dass er mit dem Hubschrauber nach München geflogen werden musste. Der Motorradfahrer (64) aus Mettenheim kam ins Krankenhaus Mühldorf.

Mettenheim / Ampfing – Der junge Mann war mit einer Gruppe von jungen Leuten von Hart in Richtung Neufahrn unterwegs. Sie gingen nach Angaben von Zeugen auf dem Fuß- und Radweg. Kurz vor der Brücke über die Autobahn wollten sie die Straße überqueren, um in Richtung des Weilers Geier weiterzugehen.

Kreisstraße MÜ 38: Unübersichtlich aber bisher unauffällig

Für Bürgermeister Josef Eisner ist die Stelle an der Kreisstraße MÜ 38 zwar nicht unproblematisch, aber bisher nicht durch Unfälle aufgefallen: „Durch die Leitplanken ist die Stelle ein bisschen unübersichtlich“, sagt er. „Aber normalerweise passiert da nichts.“

Bis zum Dienstagabend. Als der 20-Jährige auf die Fahrbahn trat, bemerkte er das Motorrad nicht und prallte mit ihm zusammen. Das Motorrad rutschte etwa 100 Meter weiter, bevor es liegen blieb.

War Alkohol ein Auslöser für den schweren Unfall?

Wie genau der Unfall passiert ist, kann die Polizei am Tag danach allerdings noch nicht sagen. Die Beamten haben ein unfallanalytisches und ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben. „Im Zuge der Unfallaufnahme wurde bei beiden Verkehrsteilnehmern eine Alkoholisierung festgestellt, was eine Blutentnahme zur Folge hatte“, heißt es in einer Mitteilung. Ob der Alkohol zum Unfall beigetragen hat oder wie schnell der Motorradfahrer war, dazu gab es gestern noch keine Aussagen.

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Gegen 22 Uhr wurde die Mettenheimer Feuerwehr zur Unfallstelle gerufen. Kommandant Christian Liebelt berichtet, dass seine Kameraden bei dem Motorradfahrer als Ersthelfer waren, während das Rote Kreuz den noch schwerer verletzten Jugendlichen versorgte. „Wir mussten den Rettungsdienst stark unterstützen“, sagt Liebelt, der eine Rettungssanitäterin unter seinen Leuten hat. Vor allem für die Kollegen, die sich als Ersthelfer um den Motorradfahrer gekümmert hätten, sei der Einsatz aufreibend gewesen.

Auch die Vorbereitung des Landeplatzes für den Helikopter forderte die Wehr, denn in unmittelbarer Nähe führen zwei Hochspannungsleitungen durch die Anflugschneiße. „Deshalb haben wir die Wehr aus Ampfing nachalarmiert, damit wir die Leitungen gut ausleuchten konnten.“

Feuerwehr bis fast 2 Uhr im Einsatz

Es dauert mehr als drei Stunden, bis die Straße wieder frei ist. In dieser Zeit ist auch das Kriseninterventionsteam (KIT) vor Ort. Zum konkreten Einsatz will KIT-Leiterin Gabi Dreier nichts sagen. Grundsätzlich gehe es darum, zu trösten, den Betroffenen zu erklären, was passiert sei und was passieren werde oder ihr soziales Umfeld zu aktivieren, damit sie Unterstützung finden. „Oder es geht einfach um Hilfe: Wie komme ich von der Unfallstelle nach Hause?“, sagt Dreier.

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Dorthin ging es für die 15 Feuerwehrler erst gegen 2 Uhr morgens. Denn nach einem solchen Einsatz setzen sich die Frauen und Männer im Feuerwehrhaus zur Nachbesprechung zusammen. „Da merkt man dann sehr schnell, wer sonst viel redet und plötzlich ganz still ist“, sagt Liebelt.

Für ihn ein Hinweis, dass sich derjenige mit der Verarbeitung des Einsatzes schwer tut. Im Kollegenkreis könne man darüber reden, aber nicht alles wird in einer solchen Nacht geklärt. „Bei wem ich glaube, dass er Hilfe braucht, rufe ich dann noch einmal an.“ Keine Angaben machte die Polizei am Dienstag dazu, wie viele junge Leute in der Gruppe dabei und wohin sie unterwegs waren.

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