Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gemeinderat ist skeptisch

Besseres Mobilfunknetz? Anbieter ist in der Gemeinde Heldenstein auf Standortsuche

Geht es nach den Wünschen eines Bauherrn, soll in der Nähe von Weidenbach ein Funkmast entstehen. Doch die Gemeinde Heldenstein sieht dafür keine Notwendigkeit.
+
Geht es nach den Wünschen eines Bauherrn, soll in der Nähe von Weidenbach ein Funkmast entstehen. Doch die Gemeinde Heldenstein sieht dafür keine Notwendigkeit.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
    schließen

Einen konkreten Platz für einen neuen Mobilfunkmast hat ein Anbieter in der Gemeinde Heldenstein im Visier. Doch überzeugt ist die Gemeinde nicht, dass der Mast tatsächlich benötigt wird.

Heldenstein – Eine bessere Mobilfunkanbindung, aber nicht um jeden Preis: Der Heldensteiner Gemeinderat hat den Plänen für einen Mobilfunkmast eine Absage erteilt.

40 Meter soll der Mobilfunkmast nach Absicht des Bauherrn werden auf der Gemarkung Weidenbach. Die Außenmaße einschließlich Zaunanlage betragen 14 Meter auf 12,50 Meter, der Zaun selbst soll zwei Meter hoch werden. Die Zufahrt soll über die Hauner Straße erfolgen, im Süden ist eine geschotterte Zuwegung geplant mit einer Stellplatzfläche mit einer Fläche von knapp 35 Quadratmetern. Nach Aussage von Bauamtsleiter Heiko Bernhardt ist eine Privilegierung Voraussetzung für den Bau und dafür muss die Anlage der öffentlichen Versorgung dienen.

Bedarf notwendig?

Doch würde dieser Mobilfunkmast das tatsächlich tun? Das bewertete der Heldensteiner Gemeinderat anders. „Ich sehe die Notwendigkeit nicht“, sagte etwas Bürgermeisterin Antonia Hansmeier (CSU). Die Gemeinde sei nicht schlecht aufgestellt. „Man braucht ein ordentliches Netz, aber wir sollten es nicht für jeden möglich machen als Renditeobjekt“, sagte Hansmeier, die daran zweifelte, ob der Mobilfunkmast tatsächlich der öffentlichen Versorgung dient.

Lesen Sie auch: Neue Funkmasten: Mobilfunkbetreiber auf Standortsuche bei Ampfing und Salmanskirchen

„Warum noch einer? Warum so hoch“, Gemeinderat Georg Schwenk (W-E-W) sah die Pläne äußerst kritisch. Auch er stellte sich die Frage, ob der Bedarf tatsächlich „zwingend notwendig“ ist. Weil der Bauherr als neutraler Betreiber den Masten Netzbetreibern zur Verfügung stellen will, ist vorab nicht einmal klar, welche Netzbetreiber von dort aus ihr Netz verbessern wollen. „Wir werden nicht informiert, wer dort dran hängt“, erklärte Antonia Hansmeier.

Lesen Sie auch: Milliardenhilfe für Netzausbau in Deutschland

Auch Johannes Kiefinger (UWG) stand den Plänen skeptisch gegenüber. „Es braucht keinen weiteren Mobilfunkmast. Und wenn, dann nicht ohne Gutachten.“ In dieser Hinsicht sich auch Fraktionskollege Bertram Häußler den Bauherrn mehr gefordert. „Ich will eine Begründung sehen, wer das nutzen soll.“ Er könne sich gut vorstellen, dass der Mast in erster Linie für die Versorgung an der A 94 dienen soll.

Jeder will Vorteile nutzen

Ist der Mobilfunkmast tatsächlich notwendig? Eine Frage, die wohl keiner richtig beurteilen könne, wie Florian Hartmetz (CSU) mit Verweis auf den 5G-Ausbau fand. „Jeder will die Vorteile haben, aber keinen einen Mast. Damit wird es schwierig, das Mobilfunknetz auszubauen“, sagte er.

Lesen Sie auch: Ohne Planungssicherheit geht nichts – Wird auch Kraiburger Volksfest ersatzlos gestrichen?

Mit den Plänen für den Mobilfunkmast bei Weidenbach ist zumindest keiner im Gemeinderat einverstanden: Einstimmig lehnte das Gremium die Pläne ab.

Mehr zum Thema

Kommentare