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Umgang mit digitalen Medien

Mittelschule Tüßling/Polling startet mit einer „iPad-Klasse“ in der fünften Jahrgangsstufe

Besuch erhielt die „iPad-Klasse“ von Lehrerin Magdalena Fischbacher (hinten Mitte) im Schulhaus Polling von Tüßlings Bürgermeister Helmuth Wittich (hinten rechts), seinem Pollinger Kollegen Lorenz Kronberger (linke Reihe) und Schulleiterin Alexandra Ludwig (vorne rechts).
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Besuch erhielt die „iPad-Klasse“ von Lehrerin Magdalena Fischbacher (hinten Mitte) im Schulhaus Polling von Tüßlings Bürgermeister Helmuth Wittich (hinten rechts), seinem Pollinger Kollegen Lorenz Kronberger (linke Reihe) und Schulleiterin Alexandra Ludwig (vorne rechts).
  • Robert Wagner
    VonRobert Wagner
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Die Mittelschule Tüßling startete in diesem Schuljahr mit einer iPad-Klasse in der fünften Jahrgangsstufe. 14 Mädchen und Jungen erhielten jeweils ein iPad zugewiesen, das seit der ersten Schulwoche täglicher Begleiter in nahezu allen Fächern des Stundenplans ist.

Tüßling/Polling – „Das iPad um jeden Preis einzusetzen, ist nicht unser Ziel und im Konzept dieser Klasse auch nicht vorgesehen. Vielmehr geht es uns darum, frühzeitig den täglichen sinnvollen Umgang mit den digitalen Medien zu schulen. Das Tablet kommt immer dann zum Einsatz, wo es motivierend neue Lernwege und Möglichkeiten für Schüler eröffnet und sich Kopf mit Herz und Hand verknüpfen lässt“, erklärt Rektorin Alexandra Ludwig die Intention für die Einführung.

Die Arbeit mit den Geräten beginnt in kleinen Schritten, wie Klassenlehrerin Magdalena Fischbacher sagt: „Um Weihnachten herum wollen wir die Schüler soweit fit gemacht haben, dass die Geräte für die täglichen Hausaufgaben und die Unterrichtsnachbereitung mit nach Hause genommen werden können“. Für sie bedeutet diese Klasse natürlich einen höheren Aufwand an Vorbereitung. Zwölf Fortbildungen rund um das Thema iPad und den Einsatz im Unterricht hat sie schon besucht und ein Ende ist nicht in Sicht.

„Man lernt in diesem Bereich nie aus und mit dem iPad hat jeder Schüler vielfältige Möglichkeiten, seine Kompetenzen zu erweitern. Klar brauchen die Schüler Anleitung, aber mit jedem Tag werden sie selbstständiger und können unter den Lern- und Übungsangeboten auswählen.

Individuell zugeschnittenes Lernprogramm

Auch für den Lehrer ist es leichter, wenn jedes Kind auf dem eigenen Gerät ein Differenzierungsangebot ganz individuell zugeschnitten bearbeiten kann. Kinder können so viel leichter gefördert und gefordert werden“, schildert Fischbacher die Vorteile des Pilotprojektes, das das erste seiner Art im Landkreis Altötting ist, auch wenn das Klassenzimmer in Polling im Landkreis Mühldorf ist.

Im Landkreis Mühldorf gibt es nach Auskunft des Staatlichen Schulamts mehrere Schulen, die sich intensiv mit digital unterstütztem Unterricht beschäftigen. Begonnen hat damit vor rund vier Jahren die Grundschule Rechtmehring-Maitenbeth, die bereits reichlich Erfahrungen gesammelt und Konzepte für den gesamten Schulbereich erarbeitet hat.

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Darüber hinaus wird auch an anderen Grund-und Mittelschulen mit iPads oder Tablets gearbeitet. Unter anderem können dabei die Schüler die Ergebnisse ihrer Hausaufgaben oder Inhalte der Referate auf den Smartboards für die gesamte Klasse sichtbar machen.

Die Infrastruktur der Schulstandorte passt

In Polling werden die fünften und sechsten Klassen der Grund und Mittelschule Tüßling im Schulverbund mit der Schule Polling und der Schule Teising unterrichtet. Dabei wird auf den Einsatz von Heft und Buch und das handschriftliche Bearbeiten nicht verzichtet. „Wie auch im Berufsleben muss immer auch die originäre Begegnung, so oft es geht, möglich sein. Nur über digitale Medien zu lernen, kommt für uns nicht in Frage,“ betont die Klassenlehrerin.

Möglich wird so eine Klasse natürlich nicht nur durch die Bereitstellung digitaler Geräte, auch die Infrastruktur muss so gestaltet sein, dass ein Arbeiten möglich gemacht wird. An den beiden Schulstandorten Tüßling und Polling wurde diese Voraussetzung durch die Sachaufwandsträger bereits ermöglicht.

Durch die Einbindung der Geräte ist es dem Schüler nicht möglich, die iPads für unterrichtsfremde Tätigkeiten zu verwenden. „Da seitens der Gemeinde Tüßling bereits für das kommende Schuljahr die Anschaffung weiterer Tablets in Aussicht gestellt wurde, hoffen wir sehr darauf, dass wir dann jedem Schüler in Klasse fünf und sechs ein Gerät zur Verfügung stellen können,“ schaut Rektorin Alexandra optimistisch in die digitale Zukunft ihrer Schule.

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