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Mitfiebern bis zum Schluss

  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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300 Milliarden Sternchen. Den kompletten Sternenhimmel umfasst die Zahl wohl nicht, aber trotzdem ist es unglaublich viel.

300 Milliarden Sternchen – so viele Sternchen hat sich mein Sohn gefreut, als er gestern zum ersten Mal seit Wochen wieder in sein Klassenzimmer durfte.

Ganz ungetrübt war die Freude allerdings nicht – nur aus rein sportlichen Gründen. Als Fußball-Fan hätte mein Sohn nämlich zu gerne das Pokalfinale gesehen. Nicht nur eine minutenlange Zusammenfassung, sondern live und in voller Länge. Dann noch mit Siegerehrung, Pokal und Konfettiregen. Was gibt es denn Spannenderes für ein fußballbegeistertes Grundschulkind?

Pokalfinale und am nächsten Tag Unterricht – da sind Augenringe vorprogrammiert. Deshalb: Mein Sohn darf das Spiel nur sehen, wenn er am nächsten Tag keine Schule hat. Nur zu dumm, dass ausgerechnet seine Gruppe als erstes wieder zum Unterricht kommen sollte. Mit hängenden Schultern hatte er sich damit abgefunden, dass er keine Tore von Dortmund und Leipzig sehen und dass der Pokal ohne ihn in den Berliner Nachthimmel hochgestemmt wird.

Ich hab es aber nicht über‘s Herz gebracht, ihn ins Bett zu schicken. Also sah sich die ganze Familie gemeinsam das Finale im Fernsehen an. Von der ersten bis zur letzten Minute fieberte mein Sohn mit, sprang bei jedem Angriff hoch und freute sich über jedes Tor.

Über die vier Dortmunder Tore und das Tor von Leipzig. Wer gewinnt, war eher zweitrangig. Hauptsache das Spiel sehen. Dafür hat er gerne auf zwei Stunden Schlaf verzichtet, selbst die Müdigkeit am Morgen war schnell überwunden. Das Gefühl, ihm eine große Freude gemacht zu haben, hält aber immer noch an.

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