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Glosse

Wenn der Paketbote nicht mehr klingelt: Mit unserem Glück aus Santa Fe

Markus Honervogt.
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  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Glaubt man der Musik, gibt es keinen Beruf, der romantischere Vorstellungen weckt als der des Postboten.

Die Beatles baten ihn bitte, bitte einen Brief zu bringen, Bundespräsident Walter Scheel besang das gelbe Gefährt auf dem hoch droben der Bote thront, und Walter Spahrbier, Post- und Glücksbote aus Hamburg Lokstedt und Geldüberbringer in Wim Thoelkes Fernsehschow „Der Große Preis“, erfuhr Lobgesang.

Wenn der Postbote nicht klingelt

Mit solchen Fantasie-Vorstellungen hat die moderne Post gründlich aufgeräumt und neben der Paketnachverfolgung den Ablageort erfunden. Dabei handelt es sich um jenes verborgene Plätzchen, an dem der Brief- und Paketbote seine größeren Mitbringsel deponiert, wenn gerade niemand da ist.

Diesen Vorgang will die Paket-Post, die inzwischen DHL heißt, verbessern. So erhielten jetzt alle Haushalte mit Ablageort ganz altmodisch einen Brief. Darin steht, dass der Bote künftig nicht mehr klingelt, sondern das Päckchen gleich am Ablageort verstaut. „Was für Sie einen ungestörten und zügigen Empfang Ihrer Sendung bedeutet“, heißt es in dem Brief.

Klingelbefehl bis Mitte Juni erwartet

Schöne neue Welt. Im Sinn dieser, den gehetzten Menschen entlastenden Dienstleitung dürfte es weitergehen: Der Metzger bietet an, das Schnitzel gleich selbst zu essen, „damit die Mittagspause nicht unnötig gestört wird“, der Zahnarzt bohrt seine eigenen Zähne, „weil es Ihnen als Patient doch so weh tut“. Und als Höhepunkt kommt eine E-Mail aus der Geschäftsführung: „Künftig leisten wir alle Arbeiten selbst, was für sie einen ungestörten Tag bedeutet.“

Die Post zeigt sich in ihrem Brief übrigens höchst flexibel: „Wenn wir vorher bei Ihnen klingeln sollen, können Sie uns das bis Mitte Juni mitteilen“, steht da. Also bitte wieder wie früher: Wenn der Postmann klingelt, singen wir wie Chris Andrews: „Mit unserem Glück ist alles okay, schrieb sie mir aus Santa Fe.“

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